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Wegerecht und Pacht

| 21.04.2016 22:42 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


Mein Anliegen. Wir besitzen ein Einfamilienhaus , unser Nachbar neben uns ebenfalls. Vor einigen Jahren fuhren wir über einen WEg über eine umliegende Wiese zur Straße. Nun hatte mein Nachbar die Wiesen rundherum erworben von der BVVG. In deren Ausschreibung stand damals, dass den Bewohnern, also auch uns, ein Wegerecht einzuräumen ist. Der Nachbar gab uns ein anderes Stückchen, wo wir uns eine Ausfahrt machen konnten, mit den Worten, das könnt ihr haben. Das Wegerecht wurde nicht ins Grundbuch eingetragen, er sprach auch nicht mehr mit uns darüber. Nun meldete er sich bei uns und meinte, er möchte jetzt Pacht von uns haben für das Stück. Es sind ca.300qm, der Preis für Pacht von Grünland liegt in unserer Gemeinde bei 100 Euro pro Hektar. Für die 300qm will er 150 Euro haben. Ich bräuchte aber nur den Weg ( ca 3m breit und 20 m lang.) Jetzt meine Fragen:
1. Gilt das bei der Ausschreibung von der BVVG angegebene Wegerecht noch, muss er es uns einräumen?
2. Kann man für Wegerecht Pacht verlangen?
3.Kann er dafür nehmen, wieviel er will, oder muss er sich an die Richtwerte hier halten?
Für Antworten wäre ich sehr dankbar.

22.04.2016 | 12:04

Antwort

von


(486)
Hauptstraße 3
64665 Alsbach-Hähnlein
Tel: 06257-506060
Web: http://www.kanzlei-diefenbach.de
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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihre Fragen gerne wie folgt:

Das Angebot bezüglich des Wegerechts gilt nun nicht mehr, denn Eigentümer ist nunmehr Ihr Nachbar. Ein Wegerecht kann nur er als Eigentümer einräumen.
Sie müssten nun von ihm verlangen, dass ein Wegerecht eingeräumt wird. Dies ist am besten grundbuchrechtlich zu sichern, kann aber auch lediglich privatschriftlich vereinbart werden.
Wenn Sie den Weg weiterhin ohne Wegerecht nutzen, wird er möglicherweise Ihnen dies versuchen zu untersagen. Hier ist es jedoch so, dass auf Grund der bisherigen Zeit, in der Sie den Weg ohne seinen Widerspruch faktisch genutzt hat, er dies auch weiterhin dulden muss. Dies kommt auf die Umstände des Einzelfalls an.
Eine Pacht kann er in dem Sinne nicht verlangen, denn hierfür gibt es keine Rechtsgrundlage. Lediglich kann er eine Art Entschädigung verlangen. Wenn Sie nicht anders auf Ihr Grundstück gelangen, es also eine "Insellage" hat, so haben Sie ein Notwegerecht. Dieses muss er dulchen. Für die Entschädigung ist der Wert dessen, was genutzt wird auf Grund der örtlichen Gegebenheiten zu ermitteln. Die Preise in Ihrer Gegend haben Sie mitgeteilt. Üblich sind für ein Wegerecht ca. 100-150 € im Jahr. Wenn die Zahlung, die er verlangt, monatlich gedacht ist, so ist sie zu hoch bemessen.

Ich schlage Ihnen vor, dass Sie den Nachbar zur Einräumung eines Wegerechts auffordern. Wenn er hierzu nicht bereit ist, können Sie den Rechtsweg beschreiten, denn ein Notwegerecht haben Sie, wie oben erläutert, allemal. Wenn keine schriftliche oder besser notarielle und damit grundbuchrechtliche Sicherung zu erreichen ist, können Sie im Rahmen des Notwegerechts auch weiterhin den Weg benutzen. Die genannte Entschädigung kann er allerdings jedenfalls verlangen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 24.04.2016 | 08:22

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