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Wegerecht nach zwangsversteigerung

| 27.04.2016 14:44 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Löschung einer Grunddienstbarkeit im Grundbuch des dienenden Grundstückes

Ich habe vor 10 Jahren ein Haus aus einer zwangsversteigerung erworben. Ein Wegerecht zugunsten des Hauses was nur über meinen Hof zu erreichen ist wurde aus meinem Grundbuch gelöscht. Nun meint der Hauseigentümer des anderen Hauses aber da es in seinem Grundbuch stände haette er ein recht darauf. Ist das richtig? Laut meinem Anwalt bei der damaligen Versteigerung ist das nicht der Fall der andere müsse ein notwegerecht beantragen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Das Wegerecht auf Grundlage einer in Abt. 2 eingetragenen Dienstbarkeit muss in dem dienenden Grundbuch eingetragen sein. Dienendes Grundstück ist das Grundstück, welches das Wegerecht gewähren muss.

2. Durch die Löschung der Dienstbarkeit in dem Grundbuch besteht keine Verpflichtung mehr hier ein Wegerecht zu gewähren. Die Eintragung im Grundbuch des Nachbarn berechtigt diesen nicht dazu ein solches Wegerecht abzuleiten. Denn in dem Grundbuch des Nachbarn kann dies selbst Eintragung vornehmen, die aber nicht verpflichtend sind für benachbarte Eingentümer.

3. Soweit der Nachbar keinen öffentlichen Zugang zum Grundstück hat, muss er sein Notwegerechte nach § 917 BGB geltend machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 28.04.2016 | 15:33

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