Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wegerecht im Kaufvertrag


08.06.2005 20:59 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Hallo
Ich habe letztes Jahr im Oktober ein EFH in Schleswig-Holstein gekauft.
Vor dem Kauf wurde das Grundstück geteilt, das Vorder habe ich gekauft, das hintere(unbebaut) ist beim Verkäufer verblieben, welcher es in ca 2Jahren weiterverkaufen möchte.
Beim Vertagsschluss haben wir uns auf ein Wege und Leitungsrecht zugunsten des Jeweiligen Eigentümers des hinteren Grundstückes geeinigt, welches auch als Last ins Grundbuch eingetragen werden sollte.
Nun habe ich letzte Woche einen Aktuellen Grundbuchauszug geholt und festgestell das bezüglich eines Wegerechtes nichts in Abteil 2 eingetragen ist, auch im Baulastenverzeichniss beim zuständigen Bauamt ist diesbezüglich nicht eingetragen. Ich selbst bin schon seit 3 Monaten als eigentümer eingetagen.

Was bedeutet das jetz für mich im Bezug auf das Wegerecht, wie ist jetzt die rechtliche Lage wenn das Hintere Grundstück verkauft wir? Gilt dann nur noch das Notwegerecht, weil das Grundstück auf anderem Wege nicht zugänglich ist? Oder kann der neue Eigentümer auf einen Grundbucheintrag bestehen oder kann das nur der jetzige Eigentümer?
Danke für eine Aussagekräftige Antwort.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn im Kaufvertrag die Eintragung eines Leitungs- und Wegerechts vorgesehen ist, dann hat der jetzige Eigentümer auch einen Anspruch auf Eintragung dieser Grunddienstbarkeiten in das Grundbuch. Sollte er selbst ihn nicht durchsetzen wollen, dann kann er ihn an die Person, die das Grundstück kaufen wird, abtreten. Dies wird er sicher auch tun, da der Erwerb seines Grundstücks für Dritte ja sonst uninteressant ist. Sie müssen daher damit rechnen, dass für Ihr Grundstück bestimmt noch ein Leitungs- und ein Wegerecht eingetragen werden wird, selbst wenn der Eigentümer demnächst wechseln sollte.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 10.06.2005 | 20:07

Danke für die Antwort!
Muss er das Recht auf die Eintragung extra an den Neue Besitzer abtreten oder geschieht die Automatisch.Was Passiert wenn ich mein Grundstück jetz Verkaufen würde oder jemand anderem Überschreiben. Ist mein Grundstück ohne den Grundbucheintrag Lastenfrei? Weil die Wegerechtvereinbarung ja nur mit mir getroffen wurde.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.06.2005 | 10:43

Ihr Verkäufer muss das Recht auf Eintragung eines Leitungs- und Wegerechts extra an seinen Käufer abtreten, insoweit gibt es keinen Automatismus. Allerdings sind Sie, wenn eine solche Abtretung nicht stattfinden sollte, nur vor der Eintragung des Wege- und Leitungsrechts, nicht aber vor der Geltendmachung eines Notwegerechts oder auch dem Eintrag einer - öffentlich-rechtlichen - Baulast geschützt.
Wenn Sie Ihr Grundstück verkaufen sollten, dann erwirbt der Käufer das Grundstück lastenfrei, wenn er keine Kenntnis vom Bestehen des Anspruchs Ihres Nachbarn auf Eintragung eines Leitungs- und Wegerechts hat. Er darf dann nämlich auf den Inhalt des Grundbuchs, wonach Ihr Grundstück nicht mit solchen Dienstbarkeiten belastet ist, vertrauen (§ 892 Abs. 1 BGB).

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER