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Wegerecht falsch

07.03.2008 16:23 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Aufgrund einer fehlenden Wegeskizze und der Aufteilung eines Grundstückes in mehrere Teile wurde ein Wegerecht, welches ca. 15 Meter als Verbindung zwischen zwei Pferdekoppeln umfasste, auf eine Strecke von ca. 200 Metern eingetragen bzw. fälschlicherweise ausgedehnt.
Dies geschah irrtümlich und wurde vom zuständigen Notar zugegeben, er hatte eine eindeutige Beschreibung versäumt.

Da dieser Weg jahrelang nicht benötigt wurde, fiel es niemandem auf.
Nun wird aber plötzlich die Nutzung angedacht, erst jetzt fiel die ganz offensichtlich fehlerhafte Eintragung auf.
Der Fall wird derzeit verhandelt, der Richter sieht die aktuelle Eintragung als rechtens, auch wenn alle Aussagen auf einen Fehler bei der Eintragung hindeuten und der "Weg" sogar durch ein Gebäude hindurch verlaufen müsste.

Die Frage ist aber: Gibt es eine Frist,in der die falsche Eintragung hätte bemerkt werden müssen, also eine Art Verjährung?
Ist es auch nach ca. 10 Jahren noch möglich die richtige Eintragung zu fordern?

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie Ihres Einsatzes erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Die Eintragung eines auf irrtümlichen Annahmen beruhenden Wegerechts kann formell durchaus richtig sein. Stimmt die so im Grundbuch dargestellte Rechtslage allerdings nicht mit den tatsächlichen Eigentumsverhältnissen an den betroffenen Grundstücken überein, ist von der so genannten „Unrichtigkeit des Grundbuches“ auszugehen. Nach Ihren Schilderungen käme eine solche Unrichtigkeit im vorliegenden Sachverhalt möglicherweise in Betracht.

Diese eröffnet dem beeinträchtigten Rechteinhaber in Ansehnung seiner Rechte einen Anspruch auf Grundbuchberichtigung gemäß § 894 BGB. Dieser Anspruch aus Eigentum unterliegt nicht der Verjährung und kann bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen jederzeit geltend gemacht werden.

Ich hoffe, Ihnen mit der Antwort weitergeholfen zu haben.

Bitte beachten Sie, dass anhand der zur Verfügung stehenden Informationen lediglich eine erste Einschätzung erfolgen konnte. Gerade in einem komplexen Sachverhalt wie dem Vorliegenden kann eine weitergehende Beurteilung nur nach Prüfung aller relevanten Einzelheiten erfolgen.


Mit freundlichen Grüßen



Christian Grema
Rechtsanwalt

_____________
Christian Grema
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
Fax.: (07251) 392 44 31

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