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Wegerecht aufgrund einer Rezesse möglich?

| 16.08.2013 12:21 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


07:33

Zusammenfassung: Wegerecht und Grundbucheintrag aufgrund von schlüssigem Verhalten

Meine Frage:
Mein vor 1860 erbautes selbst bewohntes Haus lieg dierekt am Bürgersteig ohne Vorgarten.
Das Nachbarhaus, ähnliches Baujahr, liegt auch am Bürgersteig, aber in 8m Entfernung. Die Grundstücke rückseitig der Häuser hatten auf der Nachbarnseite 8 Garagen und auf meiner Seite eine Garage mit Hof. Die Zufahrt auf meinen Hof erfolgte , also seit cirka150Jahre, ununterbrochen lang, über den im Besitz des Nachbarn befindlichem Hof, zwischen den Häusern.
Kann ich mich auf sogenannte Rezesse, also zustände die vor 1900 bestanden, berufen um ein Wegerecht beim Nachbarn eintragen zu lasse, um wieder auf meinen Hof zu gelangen?
p.s.
Es exestiert eine Bauantragsckitze von 1890, also cirka 40 Jahre nach dem Baujahr meines Hauses, worin ein 2,5m breiter Durchgang zwischem meinem Haus und dem beantragtem Schuppen (Schuppen exsestiert nicht mehr) als eingetragene Zahl eingetragen ist.

Besten Dank im Voraus!
16.08.2013 | 12:54

Antwort

von


(1706)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Soweit nachweislich eine schuldrechtliche Vereinbarung stattgefunden hatte, deren Vollzug im Grundbuch aber aussteht, ist dieses nach meiner ersten Einschätzung durchaus denkbar und wahrscheinlich möglich.

Ansonsten könnte höchstens im Wege der jahrzehntelangen Duldung möglicherweise eine durch schlüssiges Verhalten (= konkludente) Abrede herhalten, also ein solche, die sich aufgrund Grundlage erkennbaren Verhaltensweisen der Parteien ergibt (= Nutzung und Duldung der Nutzung).

Letzteres ist aber eher unsicher.

Dabei können jedoch alle Gesamtumstände eine Rolle spielen - der wenn auch lange Zeitablauf besagt jedoch allein noch nichts.

Zudem ist ein Eintrag in einer Bauantragskizze unbedeutend.

Sollte Ihr Nachbar sich darauf nicht einlassen, rate ich zu weiteren (anwaltlichen) Schritten.

Die Prüfung dürfte an sich recht umfangreich, aber wohl lohnenswert sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 16.08.2013 | 13:51

Vielen Dank für die Antwort.
Meine Nachfrage lautet: Was kann eine schuldrechtliche Vereinbarung sein?
Der Weg läuft in gerader Linie 60m zwischen unseren Grundstücken entlang. Er besteht aus 2 Grundstücksteilen. Meine Frage bezug sich auf die älteren ersten 30m. für die später 1889 enstandenen 30m exestiert ein Kreisausschussbeschluß, des der in gerader Linie vom alten Weg, weiterführende Weg über dem Nachbargrundstück in 2m Breite anzulegen ist. Die Eintragung ins Grundbuch war Voraussetzung für die Genemigung des Einzuges des öffentlichen Weges, der vorher quer über das nachbarliche Grundstück führte. Laut Beschluß vom 4.12.1889 ist die Genemigung für die Einziehung des öffentlichen Weges über das Nachbargrundstück nicht genemigt, wenn die Eintragung ins Grundbuch nicht innerhalb von 2 Wochen erfolgen würde.. Die Eintragung ins Grundbuch erfolgte nicht. Dieses habe ich durch eine Einsichterlaubnis des Amsgericht eingesehen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.08.2013 | 07:33

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Bewertung und Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Dieses beinhaltet lediglich jeweils eine mündlich, schriftlich oder durch schlüssiges, konkludentes Verhalten (s. o.) geäußerte (Willens-)Erklärung beider Parteien - von Ihnen und dem Nachbarn.

Inhalt: Wegerecht, dessen Lage, Umfang usw.

Das Problem besteht auch darin, dass es Gegebenheiten vor Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches (1.1.1900) sind, die eine Rolle spielen können.

Ohne weitere anwaltliche Hilfe werden Sie hier kaum weiterkommen.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.08.2013 | 14:58

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"Die Antwort kam schnell und präzise. Hat mich in der Entscheidung des weiteren Vorgehens geholfen."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 16.08.2013
4,8/5,0

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