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Wegerecht-Nutzung der Zuwegung für landwirtschaftliche Zwecke


02.07.2007 00:04 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Folgendes Problem stellt sich mir als Käufer eines Waldgrunstückes, das über keine eigene Zuwegug verfügt: Das gekaufte Flurstück hat keinen eigenen direkten Zugang zum öffentlichen Wegenetz, wird jedoch über ein grundbuchlich abgesichertes Wegerecht erschlossen.
Um also mein Grundstück von dem etwa 50m vom entfernten öffentlichen Weg aus zu erreichen, muss ich über die Ackerfläche des Nachbarn fahren.
Da das von mir erworbene Grundstück über viele Jahre nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt wurde und der ehemalige Besitzer sich so gut wie nie blicken ließ, hat der Besitzer der Ackerfläche den Teil seines Ackers (einen etwa 3m breiten Streifen, auf dem die eingetragene Grunddienstbarkeit liegt,umgepflügt und landwirtschaftlich genutzt, so dass ich das Wegerecht nicht mehr ausüben kann bzw. das Wegerecht nur in der Zeit nach der Ernte ausgeübt werden kann, wenn ich nicht die Bepflanzung des Nachbarn zerstören möchte. Da ich auf eine forstwirtschaftliche Nutzung meines Waldgrundstückes nicht verzichten möchte, habe ich in einem Gespräch mit dem Besitzer nochmals das bestehende Wegerecht in Erinnerung gerufen. Bei meinen ersten Besuchen im Winter konnte ich das Waldgrundstück auch problemlos erreichen. Doch im Frühjahr fand ich keinen Weg mehr vor, sondern eine einheitlich eingesäte Ackerfläche....

Frage 1: Kann in einem so gelagerten Fall das Wegerecht zeitlich begrenzt werden (das heißt:Zugang nur nach der Aberntung der vorgelagerten Ackerfläche)??

Frage 2: Darf der Nachbar die Fahrspur, die ich für mein Fahrzeug benötige, umpflügen und einsäen (weil er es aus Gewohnheit die letzten Jahre immer so gemacht hat)?

Ein etwas frustrierter Waldbesitzer
Sehr geehrte Ratsuchende,


das Wegerecht ist so nicht zeitlich begrenzbar. Eine Ausnahme würde allenfalls dann möglich sein, wenn dieses im Grundbuch so festgelegt worden ist, was ich mir aber ehrlich gesagt kaum vorstellen kann.

Hier sollten Sie nun das Grundbuch einsehen, um den GENAUEN Wortlaut des Rechtes in Erfahrung zu bringen. Da ich aber nicht von dieser Begrenzung ausgehe, wird das Wegerecht zu gewähren sein.


Dann darf der Nachbar auch nichts unternehmen (Umpflügen und einsähen), was dieses Recht behindert.

Da der Nachbar hier offensichtlich aber nicht gewillt ist, dieses Wegerecht zu gewähren, sollten Sie dann einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung Ihrer Ansprüche auf Wiederherstellung und Gewährung des Rechtes beauftragen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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