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Wegen Geldstrafe in Untersuchungshaft?

05.08.2009 15:47 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Mein Lebensgefährte wurde am Montag 3. August 2009 von 2 Zivilpolizisten abgeholt weil er eine Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro ( was ich auch erst im nachhinein erfahren habe ) nicht bezahlt hat bzw. nicht bezahlen konnte.
Die Beamten sagten sie bringen ihn jetzt nach Verden ( unser Landkreis-Ort, halbe Stunde fahrt von uns aus ) in U-Haft obwohl er nach Achim ( auch die Stadt in der wir wohnen ) sich stellen sollte.

Er ist selbständiger Landschaftsgärtner mit einem hohen Kundenstand ( die er nun verliert )

Die JVA bei uns in Achim so sagten auch die Beamten ist ein Offener Männer Vollzug wo man eben auch die möglichkeit hätte draußen weiter zu arbeiten.

Tja heute ist Mittwoch. Ich habe schon gestern und heute in der JVA Verden angerufen um zu fragen wann und ob er nach Achim kommt aber keiner kann mir da wirklich eine Antwort geben. Das einzige was ich bekommen habe ist ein Besuchstag für nächsten Dienstag.

Ich würde so gerne was für ihn tun weiß aber nicht wie? Das Geld habe ich leider auch nicht? Und wenn ich es bekommen würde wo müsste ich es einzahlen?
Ist das alles so rechtens das er in U-Haft sitzt?

Vielen Dank im vorraus

Sehr geehrte Ratsuchende,

aufgrund Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes teile ich Ihnen folgendes mit:

Auf den ersten Blick scheint die Verhaftung Ihres Mannes tatsächlich rechtens zu sein, da Haftbefehl ergehen kann, wenn Geldstrafen nicht bezahlt werden. Ihr Mann hätte Ratenzahlung beantragen können, wenn es ihm nicht möglich war, die Strafe in einem Betrag aufzubringen.

Sollten Sie das Geld für die Bezahlung der Strafe auftreiben können, dann sollten Sie bei der zuständigen Staatsanwaltschaft anrufen und sich erkundigen, wo Sie das Geld einzahlen können. Dies müsste Ihrem Mann aber bereits bekannt gegeben worden sein. Vielleicht können Sie diesbezüglich die Unterlagen dazu durchsehen.

Weiterhin rate ich Ihnen dringend, sich an einen Rechtsanwalt vor Ort zu wenden, der dann auch Akteneinsicht nehmen kann. Wenn Sie hierfür keine finanziellen Mittel haben, steht Ihnen evtl. Beratungshilfe zu. Hierzu können Sie sich an das Amtsgericht vor Ort wenden.

Zu guter Letzt noch eine Anmerkung in eigener Sache:
Ich gehe - trotz Ihrer finanziellen Situation und den Ihnen bekannten Gründen - davon aus, dass der von Ihnen gebotene Einsatz bezahlt wird. Sollte dies nicht der Fall sein, würden Sie sich strafbar machen.

Mit freundlichen Grüßen,

Marion Deinzer
Rechtsanwältin
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Bitte bedenken Sie, dass diese Plattform nur eine erste rechtliche Orientierung geben kann und einen Besuch bei einem Anwalt vor Ort nicht ersetzen kann. Bei Abweichungen zum Sachverhalt kann sich eine andere rechtliche Beurteilung ergeben.

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