Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wechselgeld in 'pheudo' Währung ohne Rückerstattung

| 01.10.2011 07:21 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Guten Tag

ich war gerade in einer Disko, war dort zum ersten mal. Es ist wohl dort üblich das, das Wechselgeld in einer Hauseigene Währung ausgegeben wird.

Am Ende der Nacht hatte ich 1,50 "Euro" in der Tasche von dieser Hauseigenen Währung. Habe den Chef mehrmals darum gebeten mir mein echtes Geld dafür zu geben beim Verlassen. Natürlich ohne Erfolg. Ich habe dann die Polizei hinzu gezogen, weil ich mich sehr verarscht fühle. Aber auch die haben die Situation nicht verstanden oder mich einfach nicht für "voll" genommen. Gerade weil es nur um 1,50 Euro geht. Haben mich auch derbst zurecht gewiesen das ich wegen sowas die Polizei anrufe... Bin 25 Jahre und habe zum ersten mal die Polizei angerufen. Jedenfalls wurde mir nur gesagt das die auch nichts machen können, weil es deren "AGBs" sind.

Naja mit der Polizei disktiere ich nicht lang. Haben ja wirklich auch besseres zu tun! Hab sie dann weggeschickt - und versuche es nun auf diesen Weg!

Ich möchte einfach meine 1,50 Euro wieder haben.

Ich geh doch auch nicht Tanken für 30,- Euro und wenn ich mit ein 50,- Euro Schein zahle bekomm ich das wechselgeld in Wertmarken zurück... Den Tank kann ich ja schlecht zurück geben wenn ich damit nicht einverstanden bin...

Wurde beim eintreten der Diskuthek nicht darüber informiert. Auch auf der offiziellen Website stehen keine AGBs / Regeln.

Die Diskothek hat übrigens keine Getränke für 1,50 Euro - ich hätte also immer was drauf zahlen müssen, wobei das wechselgeld wieder in der auseigenen Marke zurück gegeben wird.

Soo nun möchte ich wissen was ich tuen kann! Nochmal zur Polizei und Anzeige erstatten? Oder zum Verbraucherschutzt? (bei unterschätzten 1000 Gäste in Monat kommt da ja auch einiges zusamm!)

Oder bin ich doch komplett in Unrecht??? Und es tatsächlich erlaubt eine eigene Währung zu erfinden ohne Rückerstattung?

Darf ich die Kosten die mir hier durch Anwaltsberatung entstehen gelten machen sofern ich in Recht bin gegenüber der Firma - und einfach erst mal eine Rechnung zuschicken über den Betrag? Und bei Nichtzahlung es bis zum Mahngericht kommen lassen bis es vor Gericht landet? Oder sofort vor Gericht ziehen?

Danke für kompetente antworten :)

p.s es geht mir hier nicht ums geld... auch wenn ich mit 1000 Euro Vorkasse handeln muss bei Gerichten etc. bis was passiert. Mir egal.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Zunächst möchte ich vorwegschicken, das ich es sehr positiv finde, dass Sie wegen 1,50 Euro hier rechtsanwaltliche Hilfe suchen und sich das Verhalten der Disko nicht gefallen lassen.

Meines Erachtens können Sie Ihre 1,50 Euro von der Diskothek zurückfordern. Zum einen dürfte hier zumindest eine nebenvertragliche Verpflichtung bestehen Ihnen Ihr Wechselgeld auch ordnungsgemäß auszubezahlen, zum anderen ist die Diskothek hier ungerechtfertigt bereichert ( § 812 I BGB ).

Etwaige bestehende AGB der Diskothek müssten, um hier überhaupt greifen zu können, wirksam einbezogen worden sein, dies bedeutet die Möglichkeit der Kenntnisnahme durch Sie, also z. B. durch einen entsprechenden Aushang. Dies ist nach Ihren Schilderungen nicht der Fall.

Aber selbst, wenn die AGB hier Vertragsbestandteil geworden sein sollten, so habe ich doch erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit der AGB. Eine entsprechende Klausel dürfte zum einen überraschend und zum anderen den Kunden auch unangemessen benachteiligen, so dass diese AGB-Klausel unwirksam sein dürfte.

Da Ihnen die Ausbezahlung verweigert wurde, liegt hier Verzug vor. Dies bedeutet, dass Sie zum einen für jeden Tag Zinsen auf Ihre 1,50 Euro verlangen können, zum anderen können Sie aber auch sämtliche Kosten im Rahmen des Verzugsschadenersatzes erstattet verlangen, also auch entstehnde Anwaltskosten.

Wichtig ist hier natürlich, dass Sie belegen können, dass Ihnen das Geld nicht ausbezahlt und dies verweigert wurde, z. B. durch Zeugen ( Freunde, Polizei etc. ).

Neben dem zivilrechtlichen Vorgehen ist natürlich auch ein strafrechtliches Vorgehen möglich.

Wenn Sie dies möchten können Sie bei der Polizei, der Staatsanwalt oder dem Amtsgericht Strafantrag ( Strafanzeige ) gegen die Verantwortlichen der Diskothek stellen. Die Staatsanwalt MUSS dann Ermittlungen aufnehmen!

Zivilrechtlich können Sie sich selber wehren und den Betreiber anschreiben und danach einen Mahnbescheid oder eine Klage anstrengen oder Sie können sich rechtsanwaltlich vertreten lassen.

Wenn Sie diesbezüglich Hilfe brauchen, so können Sie sich gerne an mich wenden.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen aus Achim,

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.10.2011 | 12:44

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die schnelle unkomplizierte Hilfe. :)"
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen