Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wechsel von PKV in GKV über Familienversicherung

| 17. März 2022 11:56 |
Preis: 100,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich bin 50 Jahre alt und derzeit privat krankenversichert. Ich möchte über meine Ehefrau in die Familienversicherung (GKV) wechseln, da ich im Moment über kein eigenes Einkommen aus meiner bisherigen selbstständigen Tätigkeit verfüge. Die GKV hat einer Aufnahme in die Familienversicherung zugestimmt. Ich würde jetzt meine PKV kündigen, kann ja aber später ggf. nicht wieder in diese zurückkehren bzw. nur mit wesentlich höheren Beiträgen, falls mir die GKV eine eigene freiwillige Weiterversicherung ablehnt.

1. Ich frage mich, ob mir die GKV eine spätere freiwillige gesetzliche Weiterversicherung nach der Familienversicherung verweigern kann, falls ich wieder eine selbstständige Tätigkeit aufnehme und ein eigenes Einkommen erwirtschafte?

2. Gibt es ggf. eine Frist, ab wann ich wieder eine selbständige Tätigkeit aufnehmen darf, ohne dass mir die GKV eine freiwillige Weiterversicherung verweigert?

17. März 2022 | 13:04

Antwort

von


(2584)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,


wenn Ihre Familienversicherung endet, kommt es nach § 188 Abs. 4 SGB V zur sogenannten obligatorischen Anschlussversicherung.


(

Zitat:
4) Für Personen, deren Versicherungspflicht oder Familienversicherung endet, setzt sich die Versicherung mit dem Tag nach dem Ausscheiden aus der Versicherungspflicht oder mit dem Tag nach dem Ende der Familienversicherung als freiwillige Mitgliedschaft fort, es sei denn, das Mitglied erklärt innerhalb von zwei Wochen nach Hinweis der Krankenkasse über die Austrittsmöglichkeiten seinen Austritt. Der Austritt wird nur wirksam, wenn das Mitglied das Bestehen eines anderweitigen Anspruchs auf Absicherung im Krankheitsfall nachweist. Satz 1 gilt nicht für Personen, deren Versicherungspflicht endet, wenn die übrigen Voraussetzungen für eine Familienversicherung erfüllt sind oder ein Anspruch auf Leistungen nach § 19 Absatz 2 besteht, sofern im Anschluss daran das Bestehen eines anderweitigen Anspruchs auf Absicherung im Krankheitsfall nachgewiesen wird. Satz 1 gilt nicht, wenn die Krankenkasse trotz Ausschöpfung der ihr zur Verfügung stehenden Ermittlungsmöglichkeiten weder den Wohnsitz noch den gewöhnlichen Aufenthalt des Mitglieds im Geltungsbereich des Sozialgesetzbuches ermitteln konnte
..........

Das bedeutet, dass automatisch eine freiwillige gesetzliche Mitgliedschaft entsteht.

Mit dem Ende der Familienversicherung erhalten Sie von der Krankenversicherung einen Hinweis auf diese Weiterversicherung. Sie hätten dann die Möglichkeit binnen zwei Wochen Ihren Austritt zu erklären.

Machen Sie davon keinen Gebrauch besteht dann die freiwillige Krankenversicherung weiter.

Die obligatorische Anschlussversicherung tritt nur dann nicht ein, wenn eine Pflichtversicherung nach Beendigung eintritt oder ein anderer Anspruch auf Absicherung besteht. Aber das wird auf Sie auch nicht zutreffen, wenn Sie selbständig hauptberuflich tätig sein werden.



Da die obligatorische Anschlussversicherung nach § 188 Abs. 4 SGB V keine Vorversicherungszeiten erfordert, können Sie daher im Grund jederzeit die Familienversicherung beenden.


Eine bestimmte Dauer in der Familienversicherung gibt es demnach nicht. Aber bei einem sehr kurzen Zeitraum, z.B. von zwei Monaten könnte die GKV nochmals prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Familienversicherung tatsächlich vorgelegen haben oder durch unzutreffende Angaben erreicht worden ist. Es ist zwar generell kein Problem, wenn sich die Verhältnisse eben kurzfristig geändert haben und die Angaben, die zur Aufnahme geführt haben, auch zutreffend sind. Aber die Nachweise zu führen, kann schon aufwendig sein.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Bewertung des Fragestellers 17. März 2022 | 13:56

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Schnelle und treffende Antwort! Mit Angabe von betreffenden § und verständlich erläutert!

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 17. März 2022
5/5,0

Schnelle und treffende Antwort! Mit Angabe von betreffenden § und verständlich erläutert!


ANTWORT VON

(2584)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Sozialrecht