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Wechsel des Ansatzes für Fahrten Wohnung - erste Tätigkeitsstätte


13.10.2017 17:39 |
Preis: 35,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn



Für meinen Dienstwagen mit Privatnutzung habe ich bei der Steuererklärung den Wechsel des Ansatzes von 0,03% pro Monat zu 0,002% pro Entfernungskiloemeter angegeben.

Den Einspruch gegen die Nichtbeanspruchung hat das Finanzamt mit folgender Begründung abgelehnt:

Der Wechsel von 0,03% im Monat zu 0,002% pro Entfernungskilometer ist nach §8 Abs. 2 S3 und S5 EStg nur möglich beim Führen eines doppelten Haushalts. Aus der Steuererklärung und der Einreichung der Aufstellung von Fahrten ist kein doppelter Haushalt ersichlich. Deshalb kann der Bruttoarbeitslohn nicht gekürzt werden.

Das das so nicht stimmt, sieht man zum Beispiel hier, ich benötige aber eine entsprechende Begründung/ Verweis auf einen Paragraphen/ Handlungsanweisung des Finanzamtes um dies erneut gegenüber dem Finanzamt richtigzustellen

http://www.steuer-gonze.de/web/index.php/brandaktuell/549-2014-06-12-09-59-59

Im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung hat der Arbeitnehmer unabhängig davon die Möglichkeit, abweichend vom vorgenommenen Lohnsteuerabzug die Berechnungsmethode zu wechseln. Auch hier ist der Nachweis des Arbeitnehmers datumsbezogen zu erbringen. Soweit der monatliche Einzelnachweis und die Anwendung der 0,002% Methode zu einer deutlich günstigeren Besteuerung führt, sollte jedoch diese Methode bereits bei der monatlichen Lohnabrechnung gewählt werden, um auch in den Genuss niedrigerer Abzüge von Sozialversicherungsbeiträgen zu kommen. Die aufgrund der BFH Rechtsprechung geänderte Regelung kann für alle offenen Fälle ab VZ 2010 angewendet werden. Hinweis: Diese Regelung gilt nur für Arbeitnehmer (Auch GmbH Gf./Ges.), also nicht für Unternehmer!
Eingrenzung vom Fragesteller
14.10.2017 | 12:38
Sehr geehrter Ratsuchender,

die von Ihnen gefundene Seite hat ihre Informationen aus der Mitteilung des Bundesfinanzministeriums (BMF-Schreiben vom 01.04.2011, Betreff: Lohnsteuerliche Behandlung der Überlassung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte (§ 8 Absatz 2 Satz 3 EStG); Geschäftszeichen: IV C 5 - S 2334/08/10010; Dokument 2011/0250056) und dem BFH-Urteil vom 22.09.2010 - Az.: VI R 54/09, VI R 55/09 und VI R 57/09.

Hier finden sie auch, was genau dokumentiert werden muss, um die (BMF-Schreiben, s.o., Randnummer 14).

Das Dokument kann ich Ihnen als pdf per Mail senden, da es nicht mehr auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums zu finden ist.

Es gibt ein aktuelleres Schreiben vom 21.09.2017; Lohnsteuerliche Behandlung vom Arbeitnehmer selbst getragener Aufwendungen bei der Überlassung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs (§ 8 Absatz 2 Satz 2 ff. EStG); Anwendung von R 8.1 Absatz 9 Nummer 1 Satz 5 LStR 2015 und R 8.1 Absatz 9 Nummer 4 LStR 2015; Anwendung der Urteile des BFH vom 30. November 2016 - VI R 49/14 (BStBl 2017 II Seite 1) und VI R 2/15 (BStBl 2017 II Seite 2) - BEZUG Erörterung in den Sitzungen LSt I/2017 zu TOP 2d und LSt II/2017 zu TOP 6; GZ IV C 5 - S 2334/11/10004-02 DOK 2017/0613843:

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Lohnsteuer/2017-09-21-lohnsteuerliche-behandlung-vom-arbeitnehmer-selbst-getragener-aufwendungen-bei-der-ueberlassung-eines-betrieblichen-kraftfahrzeugs.pdf?__blob=publicationFile&v=1

"Grundsätzlich" sind die 0,03 % anzuwenden, wenn kein Fahrtenbuch (individuelle Nutzungswertmethode) geführt wird.

Es scheint daher so zu sein, dass durch Weisung des BMF die 0,002 % Methode keine Anwendung mehr finden soll.

> Unter der Randnummer 9 Zeile 8 wird "im Übrigen" auf das BMF-Schreiben vom 01.04.2011 verwiesen.

Mit diesem Verweis können Sie versuchen, sich auf die alte Regelung zu berufen.

Letztlich können Sie nur vom Finanzgericht abschließend klären lassen, ob in Ihrem Fall die 0,002 % Methode Anwendung findet. So klar wie seit dem 01.04.2011 ist die Rechtslage seit dem 21.09.2017 nicht mehr.

Erlauben sie mir den Hinweis, dass der Einspruchbescheid mit der Klage angegriffen werden muss. Beachten Sie die Klagefrist.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.10.2017 | 12:44

Meine Rückfragen - da der Einspruch vor dem 21.09.2017 erfolgte, kann ich mich sicher auf das Datum des Einspruchs und die zu diesem Zeitpunkt geltende Verfahrensweise beziehen, oder?

Sie können das ursprüngliche Dokument an zzptmald_at_gmx_punkt_com (temporäre email-adresse) schicken

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.10.2017 | 13:07

Sehr geehrter Ratsuchender,

das Dokument habe ich versendet.

Richtig, berufen Sie sich auf das an Sie versendete BMF-Schreiben vom 01.04.2011 und die zu diesem Zeitpunkt geltende Rechtslage.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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