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Wechsel der Krankenversicherung

| 25.03.2013 17:38 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Pflichtversicherung bei nebenberuflicher Selbstständigkeit

Hallo,

bei uns liegt es wie folgt aus:

Mein Mann ist seit rund 10 Jahren selbständig und auch privat krankenversichert.
Unsere Kinder sind 2006 und 2011 geboren und waren Anfangs über mich in der studentischen Krankenversicherung mitversichert.
Mein Mann und ich haben 2008 geheiratet.
2009 und 2010 hat mein Mann dann einen Gewinn gehabt, der nur wenig über der Bemessungsgrundlage dafür lag, so dass wir die Kinder seitdem freiwillig pflichtversichern müssen.
Seit Anfang 2012 gibt es aufgrund verschiedener gesetzlicher Änderungen einen sehr hohen Umsatz- und Gewinneinbruch in der Branche meines Mannes und er erwägt einen Berufswechsel.
Er hat ein gutes Jobangebot bekommen, durch das alleine er uns aber noch nicht ernähren kann. Er würde also neben der angestellten Tätigkeit gerne sein Gewerbe behalten, um nebenbei damit noch ein wenig Geld zu verdienen.
Unser Problem ist nun die Krankenversicherung, da jeder uns eine andere Aussage gibt, und wir (auch nicht für kurze Zeit) ohne KV dastehen möchten:

Aktuell ist mein Mann privat versichert und bezahlt ca 300 Euro mtl.
Die Kinder sind freiwillig gesetzlich versichert und bezahlen jeweils 152 Euro mtl.

Wenn mein Mann nun eine Anstellung bekommt (Bruttoverdienst am Anfang ca 1200 Euro) und nebenbei noch selbständig ist, ist dann ein Wechsel mit der gesamten Familie in die gesetzliche Krankenkasse über meinen Mann möglich?
Wenn ja, zu welchem Zeitpunkt kündigt man die privaten Verträge?
Sollte das Angestelltenverhältnis, was eine Steigerung des Verdienstes aufgrund Provision voraussieht, nicht funktionieren, und er würde danach wieder ausschließlich selbständig sein, würden wir dann alle wieder aus der gesetzlichen Krankenkasse herausfallen?
Geht der Wechsel in die gesetzl. KK überhaupt, ohne das Gewerbe abzugeben?

MfG

25.03.2013 | 19:01

Antwort

von


(248)
Blücherstraße 64
25336 Elmshorn
Tel: 041217891138
Web: http://www.anwalt-domke.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

Die Versicherung Ihrer Kinder ist mir unklar, ich nehme an, dass diese über Ihren Mann privat versichert sind.

Sobald Ihr Mann wieder eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnimmt und unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, wird er wieder pflichtversicherungspflichtig, vgl,. § 5 Abs. 1 Nr. 1 SGB V . Nebenberufliche Selbstständigkeit führt in der Regel nicht dazu, dass eine private Krankenversicherung abgeschlossen werden muss. Allerdings haben sich die Kriterien für die Nebenberuflichkeit etwas verschärft. Ihr Mann darf nicht mehr verdienen als im Angestellten Verhältnis und die Tätigkeit darf nicht überwiegen.
Nebenberuflichkeit liegt außerdem dann vor, wenn nicht mehr als 18-20 h wöchentlich für die Tätigkeit aufgewendet werden.
Danach müssten Sie also schauen, dann ist auch eine Familienversicherung für die ganze Familie unproblematisch möglich.

Sie können die private KV mit einer Frist von drei Monaten ordentlich kündigen, entweder zum Ende des Versicherungs- oder des Kalenderjahres.
Sie haben aber unter Umständen ein Sonderkündigungsrecht bei Übertritt in ein sozialversicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis. Die Kündigung muss hier rückwirkend nach Eintritt der Versicherungspflicht erfolgen erfolgen, und zwar spätestens nach zwei Monaten. Sollte diese 2- Monatsfrist ungenutzt verstreichen, haben Sie Kündigungsfrist von einem Monat bis zum Ende des laufenden Monats. Möglicherweise sind dann aber doppelte Beiträge für GKV und PKV fällig.

Sie sollten also rechtzeitig kündigen und einen Arbeitsvertrag oder ähnliches bereithalten.
Sollte das Angestelltenverhältnis wieder wegfallen, können Sie sich freiwillig gesetzlich versichern und die Familienversicherung weiterhin nutzen.

Das Gewerbe muss nicht aufgegeben werden, allerdings wie oben beschrieben, nunr nebenberuflich ausgeführt werden.


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:



Rechtsanwältin Maike Domke

Bewertung des Fragestellers 27.03.2013 | 10:54

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