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Wechsel Teilzeit auf Mini-Job

08.03.2012 13:49 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin derzeit aus gesundheitlichen Gründen krank geschrieben. Meinen Arbeitgeber hat das nicht sehr erfreut ... verständlicherweise ...

Ich arbeite Teilzeit mit 21 Std. die Woche.
Mein AG hat mir angeboten, wenn mir der Job so zu viel wäre, auf einen Mini-Job zu wechseln.

Ich bin am überlegen, mich mit ihm dahingehend zu einigen, wenn ich nach meiner Krankmeldung in den Beruf zurück kehre, auf 400 Euro Basis zu arbeiten.

Allerdings habe ich auch heute von einer Kollegin erfahren, das Bewerbungen eintrudeln ...
und ich weiss, das mein AG sehr konsequent hinsichtlich Kündigungen ist, wenn Mitarbeiter "Leergeld" kosten.

Ich frage mich jetzt, ob es sinnvoll ist von Teilzeit in einen Mini-Job zu wechseln.
Angenommen ich arbeite dann 4 Wochen auf Mini-Job Basis bis eine neue, zusätzliche Mitarbeiterin eingearbeitet wäre und dann würde er mich kündigen.

Hätte ich denn dann Anspruch auf Arbeitslosengeld (wegen der vorherigen Teilzeitbeschäftigung)? Weil ich ja noch nichtmal mehr dann den Mini-Job und somit gar kein Geld hätte. Hätte ich Sperrfristen weil es mein Wunsch war, auf einen Mini-Job zu wechseln?

Mein Problem ist, ich fühle mich derzeit wirklich nicht in der Verfassung die Stelle wie vorher anzutreten. Somit bin ich da echt in einer Zwickmühle, bin allerdings auch aus familiären Gründen und finanziellen Verpflichtungen auf meinen "Verdienst" angewiesen.

Vielen Dank und freundliche Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage möchte unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

Anspruch auf Arbeitslosengeld haben Sie grundsätzlich dann, wenn Sie die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür erfüllen, insbesondere in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis standen und die erforderliche Anwartschaftszeit erfüllt haben. Dies ist in der Regel der Fall, wenn Sie in den letzten zwei Jahren vor der Arbeitslosmeldung und dem Beginn der Arbeitslosigkeit (Rahmenfrist) mindestens 12 Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis (zum Beispiel sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder auch Krankengeldbezug u.a.) gestanden haben.

Eine Sperrzeit beim ALG I-Bezug tritt grundsätzlich dann ein, wenn Sie ohne wichtigen Grund Ihr Beschäftigungsverhältnis gelöst oder durch ein arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlass für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses gegeben, dadurch die Arbeitslosigkeit zumindest grob fahrlässig herbeigeführt und für Ihr Verhalten keinen wichtigen Grund haben. Es muss also zu einer von Ihnen (mit-)verschuldeten Kündigung kommen bzw. Auflösung des Arbeitsverhältnisses. Der Wechsel in die „400,00 EUR-Anstellung" wäre damit grundsätzlich nicht ausschlaggebend für den jetzigen Anspruch auf ALG I.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste Orientierung verschaffen. Hinweisen möchte ich noch darauf, dass diese Plattform nur eine erste rechtliche Einschätzung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts leisten kann. Eine umfassende Rechtsberatung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Nachfrage vom Fragesteller 08.03.2012 | 14:53

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Nur zum einfach Verständnis für mich:

Also ich kann ohne Bedenken von Teilzeit in den Mini-Job wechseln ohne meinen Anspruch auf Arbeitslosengeld zu verlieren, falls ich gekündigt werden sollte?

(Die Vorraussetzungen für den Anspruch erfülle ich)

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.03.2012 | 08:00

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich kann hier nur auf bereits gemachte Ausführungen verweisen. Sofern Sie in einem sozialversicherungspflichten Angestelltenverhältnis tätig sind, in dem für Sie Beiträge Arbeitslosenversicherung abgeführt werden und wenn Sie die Anwartschaftzeiten erfüllen, haben Sie grundsätzlich für einen bestimmten Zeitraum nach Beendigung dieser Tätigkeit den Anspruch auf ALG I.

Mit freundlichen Grüßen,

K. Winkler, LL.M. (UOW, Australien)
Rechtsanwalt

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