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Wechsel PKV nach GKV als Gesellschafter einer GmbH / Hausmann

| 19.03.2015 12:31 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Zusammenfassung:

Fragen zur Familienversicherung

Guten Tag,

ich bin derzeit Gesellschafter-Geschäftsführer (GGf) mit 100% Anteilen an dieser GmbH und nicht sozialversicherungspflichtig (PKV). Ich bin 49 Jahre alt. Wohne mit meiner Lebenspartnerin und Kinder in einem Haushalt. Mein Bruttoeinkommen beträgt ca. 32.000€ / Jahr.
Möchte meine Gesellschafter-Geschäftsführer-Tätigkeit aufgeben (diese soll in Zukunft von meiner Lebenspartnerin mit übernohmen werden) und möchte nur noch Hausmann sein (für meine 2 Kinder dasein). Meine Lebenspartnerin ist halbtags angestellt und GKV mit ca. ähnlichem Bruttojahreseinkommen. Was muss ich tun, damit ich in der Familienversicherung meiner Lebenspartnerin (GKV) mitversichert bin?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Was muss ich tun, damit ich in der Familienversicherung meiner Lebenspartnerin (GKV) mitversichert bin?

Das geht nicht so einfach ohne Zwischenschritt, da Sie privat krankenversichert sind und diese Form der Versicherung einer Familienversicherung vorgeht, auch wenn Sie die Tätigkeit als Gesellschafter aufgeben und per se nichts verdienen.

Zunächst müssen Sie aus der PKV heraus und dürfen auch nicht mehr 100 %iger Gesellschafter sein, denn als solche gelten Sie als Selbständiger und als solcher sind Sie nicht pflichtversichert in der GKV.

Sie müssen zunächst eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit annehmen unter der Jahresarbeitentgeltgrenze.

Mit nur einem Monat werden Sie gem. § 5 Abs. 1 Nr. 1 pflichtversichert in der GKV.

Dann beenden Sie diese Tätigkeit und werden Hausmann.

Dann dürfen Sie nicht mehr als 450 € monatlich verdienen, um bei Ihrer Frau in die Familienversicherung aufgenommen zu werden.

Allerdings könnte ein Problem dergestalt bestehe in Form des neu eingeführten § 188 Abs. 4 SGB V , wonach die obligatorische Anschlussversicherung gilt.

Hier steht im Satz1:"Für Personen, deren Versicherungspflicht oder Familienversicherung endet, setzt sich die Versicherung mit dem Tag nach dem Ausscheiden aus der Versicherungspflicht oder mit dem Tag nach dem Ende der Familienversicherung als freiwillige Mitgliedschaft fort, es sei denn, das Mitglied erklärt innerhalb von zwei Wochen nach Hinweis der Krankenkasse über die Austrittsmöglichkeiten seinen Austritt."

Da Sie einen Umweg über die Pflichtversicherung machen müssen, da der Weg von der PKV nicht in die Familienversicherung führt, sperrt Ihnen aber dieser neue Absatz in der Norm den Weg in die Familienversicherung, da Sie dann als freiwillig Versicherter gelten, was nach § 10 Abs. 1 Nr. 2SGB V die Familienversicherung sperrt.

Damit bestehe für Sie keine Möglichkeit, familienversichert zu werden.

Diese Regelungstechnik hat der Gesetzgeber gewählt, um die Solidargemeinschaft zu schützen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 21.03.2015 | 12:02

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