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Wechsel Krankenvers. von Privat auf Gesetzlich

02.05.2016 18:35 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Rechtsanwälte,

Ich bin 59 Jahre alt und privat versichert, darüber hinaus habe ich seit 25 Jahren eine GmbH in der Baubranche.

Unsere polnische Buchhalterin hat mir nun mitgeteilt daß ich mich bei Gründung einer Firma in Polen auch dort krankenversichern lassen kann und, falls diese scheitert könnte ich dann nach einem Jahr in die deutsche "gesetzliche" Krankenversicherung zurück kehren.
Ist so ein Weg möglich ?

Schöne Grüße
03.05.2016 | 09:49

Antwort

von


(406)
Borsigallee 2
53125 Bonn
Tel: 0228/ 259433
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich gibt es in vielen Fällen die Möglichkeit eines Wechsels zurück in die Gesetzliche Krankenversicherung, der über das Ausland als Weg führt. Voraussetzung ist, dass in dem gewählten europäischen Land eine gesetzliche Versicherungspflicht besteht und man dort für mindestens 12 Monate Mitglied in der dortigen Pflichtversicherung ist. Bei der Rückkehr nach Deutschland kann dann, wenn man dies innerhalb von drei Monaten ab der Rückkehr umsetzt, ein Verbleib in der deutschen GKV in Frage kommen.

Für Sie entscheidend ist jedoch der Punkt, dass Sie mit 59 Jahren bereits die "magische Altersgrenze" von 55 Jahren überschritten haben. Aus diesem Grunde sind Ihre Möglichkeiten, in die GKV zurückzukehren zwar nicht gänzlich ausgeschlossen, wohl aber stark beschränkt.
In den meisten Fällen wird man - und soweit ich Ihren Fall anhand Ihrer wenigen Angaben beurteilen kann - jedoch an § 6 Abs. 3a SGB V scheitern.
Danach ist der Wechsel in der Altersgruppe 55 Plus nur dann noch möglich, wenn man in den letzten fünf Jahren vor der Antragsstellung mindestens einen Tag gesetzlich versichert war und zusätzlich über mindestens die Hälfte dieses Zeitraums, also zweieinhalb Jahre, eine Versicherungspflicht bestand.
Dies ist - so verstehe ich Sie - als Selbständiger aber regelmäßig ausgeschlossen.

Der von Ihnen angestrebte Weg wird daher so leider nicht möglich sein. In Frage kommt für Sie eher die Möglichkeit der Aufnahme in die Familienversicherung eines Ehepartners. Dazu dürfen Sie jedoch keiner Tätigkeit nachgehen, die über die Grenze eines Minijobs hinausgeht. Ihre selbständige Tätigkeit müssten Sie also aufgeben.

Daneben ist es jedoch stets empfehlenswert, einen Kontakt zur Unabhängigen Patientenberatung Deutschland aufzunehmen, Dort kann eine ausführliche Beratung des Einzefalls unter Beleuchtung auch aller zur Verfgung stehender Tarfvarianten erfolgen. Oft hilft dann auch schon ein Wechsel in den Basistarif Ihrer PKV, um Beitragskosten zu sparen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

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