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Wechsel Kieferorthopäde

10.05.2016 23:51 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Zusammenfassung:

Wechsel des Zahnarztes während der Behandlung

Da das Vertrauensverhältnis zum behandelnden Kieferorthopäden stark beschädigt ist, würden wir ca. nach 3monatiger Behandlungszeit (= 2 Monate nach Einsetzen der Zahnspange) gern zu einem anderen Arzt wechseln und suchen nach Rat bzgl. der damit verbundenen Folgen. Wir sind privat versichert, bezahlen den Arzt aber selbst, da wir mangels besseren Wissens (und entsprechender Darstellung des Arztes) davon ausgingen, die Behandlung sei medizinisch notwendig – was aber nicht der Fall ist. Aufgrund der von uns empfundenen bewussten Täuschung möchten wir die Behandlung gern bei einem anderen Arzt fortsetzen.

Dem derzeitigen Arzt haben wir einen Heil- und Kostenplan sowie ein Hinweisblatt der Praxis unterschrieben, in dem steht: „ ... Die bei der kieferorthopädischen Behandlung verwendeten Apparaturen bleiben Eigentum des Kieferorthopäden und sind vom Patienten nach Abschluss der Behandlung zurückzugeben. ...".

Wir befürchten nun, dass ein Arztwechsel nur möglich ist, wenn wir beim neuen Arzt alle bisherigen Behandlungsschritte noch einmal von vorn durchleben (und bezahlen). Deshalb unsere Fragen:

1) Könnte der neue Arzt theoretisch an die bisherige Behandlung anknüpfen, oder muss er zwingend von vorn beginnen (also eigene Röntgenaufnahmen/ Abdrücke/ Modelle/ Behandlungspläne/ Zahnspange anfertigen)?

2) Müssen wir die Zahnspange beim Arztwechsel an den alten Arzt zurückgeben (Gegenfrage: Was ist, wenn sie zwischenzeitlich verloren geht)?

3) Haben wir oder der neue Arzt gegen den alten Arzt einen Anspruch auf Herausgabe oder temporäre Nutzung der von ihm erstellten Befunde/ Röntgenbilder/ Modelle/ Behandlungspläne?

4) Uns liegt in erster Linie an einer entspannten – neuen - Behandlungs-Atmosphäre. Die Schilderung der von uns empfundenen bewussten Täuschung durch den alten Arzt wäre dabei gewiss hinderlich (denn der neue Arzt könnte sich aufgrund seines Berufsstandes evtl. ebenso angegriffen fühlen).

>>> Sollten wir dem neuen Arzt die wahren Beweggründe des Wechsels offenbaren (weil er diese ohnehin vom alten Arzt erfährt)?

5) Müssten wir den alten Arzt über den Abbruch der Behandlung ausdrücklich informieren (den Heil-Kosten-Plan kündigen), oder reicht es zur Vermeidung weiterer Kosten prinzipiell aus, keine weiteren Behandlungstermine bei ihm wahrzunehmen?

Sehr geehrte Fragstellerin,

auf Grundlage der mir überlassenen Informationen beantworte ich Ihnen die Fragen wie folgt:

1. Sie haben einen Anspruch auf Überlassung der bisherigen Behandlungsunterlagen in Kopie. Dies betrifft auch Röntgenbilder, Modelle sowie den Heil- und Kostenplan. Diese Unterlagen könnten Sie sich von Ihrem bisherigen Zahnarzt herausgeben lassen, (gegen geringfügigen Kostenersatz). Diese wiederum können Sie an Ihren neuen Zahnarzt übergeben.

2. Soweit es sich bei der Spange um eine kurzfristige Lösung handelt die nur zur zwischenzeitlichen Korrektur von Zahnfehlstellungen gedacht ist, hat der Arzt nach der von Ihnen zitierten Klausel einen Anspruch auf Herausgabe. Insoweit handelt es sich um eine Apparatur in oben zitiertem Sinne. Der "Abschluss der Behandlung" erfolgt auch nicht etwa durch Kündigungserklärung oder durch schlichten Wechsel des Arztes. Die Frage ist natürlich, ob er den Anspruch auch geltend macht. Sollte sie "verloren" gehen, hat der Arzt jedenfalls einen Anspruch auf Wertersatz.

3. Siehe schon 1).

4. Ich habe bei einem Zahnarztwechsel noch nie erlebt, dass der neue Arzt Schwierigkeiten macht. Das ist aber letztlich keine rechtliche Fragestellung.

5. Zur Vermeidung weiterer als der bisher entstandenen Kosten reicht es aus, wenn Sie den alten Zahnarzt nicht mehr aufsuchen. Ich gehe dabei davon aus, dass eine Abrechnung vorliegend auf Grundlage der GOZ (Gebührenordnung Zahnärzte) erfolgt. Allerdings empfehle ich Ihnen aus Gründen der Rechtsklarheit den Ausspruch einer expliziten Kündigung. Da vorliegend keine Schadensersatzansprüche im Raum stehen begeben Sie sich insoweit auch nicht in die Gefahr des Verlustes von Schmerzensgeldansprüchen.

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