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Wechsel Beamter in Angestelltenverhältnis -> PKV in GKV - JAEG

29.01.2018 09:10 |
Preis: 48,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Orth, LL.M.


Zusammenfassung: Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung nach Privatversicherungsverhältnis als Beamter auf Probe

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beabsichtige meinen Beamtenstatus (auf Probe) aufzugeben und in ein sozialversicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis in der Privatwirtschaft zu wechseln. Aus bestimmten Gründen möchte ich als Angestellter unbedingt in der GKV versichert sein.

Ist es daher ausreichend, ein Jahresbruttogehalt unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2018: 59.400€) zu vereinbaren und damit eine Aufnahmepflicht der GKV zu begründen?

Wie verhält es sich, wenn das Jahresbruttogehalt im zweiten Beschäftigungsjahr die Jahresarbeitsentgeltgrenze übertrifft? Könnte die GKV Gründe finden, die die Versicherungspflicht in der GKV nichtig machen?

Vielen Dank!

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Sie ihren Status als Beamter aus welchem Grund auch immer verlieren oder aufgeben, haben Sie grundsätzlich die Möglichkeit sich gesetzlich zu versichern, wenn Sie in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis wechseln.

Sofern Sie die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten, haben Sie die Wahl.
Sie können oder "dürfen" sich privat versichern lassen, aber Sie haben auch die Möglichkeit "auf freiwilliger Basis" sich gesetzlich "als freiwillig Versicherter" versichern zulassen. Der Status zu einem Pflichtversicherten ist weitestgehend gleich.

Sofern Sie ein Gehalt unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze haben oder vereinbaren, müssen Sie sich sogar zwingend gesetzlich versichern. Die private Krankenkasse ist dann als sozialversicherungspflichter Arbeitnehmer tabu.
Sie können deshalb dann auch jede gesetzliche Krankenkasse nach Wahl anfragen, die Sie dann auch versichern muss, grundsätzlich. Eine private Kasse darf Sie in diesem Fall wie ausgeführt, gar nicht als Mitglied aufnehmen.

Letztlich muss Sie die AOK pflichtversichern, wenn Sie die Jahresarbeitsentgeltsobergrenze nicht überschreiten und alle anderen gesetzlichen Krankenkassen eine Pflichtversicherung ablehnen würden. Das ist aber sehr, sehr theoretisch und unwahrscheinlich.

Tatsächlich wird wohl jede angefragte gesetzliche Krankenkasse sich freuen, sie aufnehmen zu dürfen, entweder als Pflichtversicherten oder als freiwillig gesetzlich Versicherten, wie oben ausgeführt.


Ich hoffe, Ihre Frage im Rahmen des hier Möglichen verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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