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Website-Entwicklung

24. Juni 2022 16:25 |
Preis: 47,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Zur Frage der Haftung eines Webdesigners bei Sicherheitslücken einer WordPress Internetseite

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich arbeite als selbstständiger Webdesigner/Webentwickler und biete kleinen und mittelständischen Unternehmen (keine Privatpersonen) die Entwicklung von Websites an.
Im konkreten Fall geht es um ein einmaliges Angebot für die Entwicklung einer Website auf Basis von WordPress, ohne weiterführende Betreuung der Website. Der Auftrag wurde erfolgreich abgeschlossen und der Kunde war zufrieden.
Irgendwann wurde die Website gehackt und eine Schadsoftware installiert. Hier bin ich bei der Entwicklung natürlich einerseits in der Pflicht eine sichere Website zu entwickeln, andererseits ist der Auftraggeber in der Pflicht, die regelmäßigen und zum Teil wichtigen Updates von WordPress durchzuführen. Wie sieht es hier mit der Haftungsdauer aus? Der Kunde sagt jetzt, ich hätte Fehler in der Einrichtung der Website gemacht und muss diese kostenlos wieder reparieren, ich sage, der Kunde hat nicht die notwendige Wartung durchgeführt und muss mir den Zeitaufwand der Reparatur bezahlen.
Einen Vertrage haben wir nicht geschlossen, es gibt nur ein verbindliches Angebot und die Beauftragung von der damaligen Erstellung der Website.

Viele Grüße

24. Juni 2022 | 18:06

Antwort

von


(323)
Marie-Juchacz-Straße 17
40470 Düsseldorf
Tel: 0211 911 872 43
Web: http://www.ra-mauritz.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

besten Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Wenn Sie hier tatsächlich einen Fehler in der Programmierung gemacht haben sollten, durch den der Hack erst möglich war, dann dürfte ein Mangel vorliegen und es kommen Haftungsansprüche in Betracht, deren Verjährung sich nach § 634a BGB richtet.

Wenn der Hack allerdings nur durch eine, zum Zeitpunkt der Programmierung nicht bekannte, WordPress-Sicherheitslücke möglich war und durch ein regelmäßiges Update hätte verhindert werden können, dann liegt schon kein Mangel vor, denn geschuldet ist immer nur das, was zum jeweiligen Zeitpunkt den anerkannten Regeln der Technik entspricht.

Bei WordPress ist es ja nun so, dass man die vorgefertigten Templates benutzt. Man kann als Benutzer eines solchen Templates nicht gegen WordPress vorgehen, wenn ein solches Template eine später zutage tretende Sicherheitslücke hat und man diese durch eine Wartung hätte schließen können. Selbiges gilt dann auch im Verhältnis zum Webdesigner, der bei Word Press eben jene Templates verwendet und nicht in weiterem Umfang haften soll als WordPress selber.

Die weitere Pflege einer Internetseite ist im Rahmen der reinen Erstellung der Internetseite nicht geschuldet. Hierfür wäre ein entsprechender Wartungsvertrag nötig.

Im Ergebnis dürfte der Kunde hier wenig Erfolgsaussichten haben, eine kostenlose Reparatur verlangen zu können.

Viel Erfolg und ein schönes Wochenende!

Mit freundlichen Grüßen

Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 24. Juni 2022 | 18:57

Hallo Herr Mauritz,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Nur zur Sicherheit, ob ich es richtig verstanden habe: Selbst wenn der Fehler bei mir liegen würde, wäre laut § 634a BGB die Haftung dafür nach zwei Jahren verjährt?

Viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27. Juni 2022 | 09:10

Sehr geehrter Fragesteller,

das ist korrekt. Die Verjährungsfrist beträgt zwei Jahre ab Abnahme des Werkes / der Internetseite.

Mit freundlichen Grüßen

Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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