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Webdesigner nutzt Bilder einer Seite für sein Portfolio

| 01.12.2021 07:20 |
Preis: 50,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

Ich mache gerade ein Onlinestudium zum Webdesigner. Wir haben gerade eine Aufgabe bekommen, bei der wir uns drei bestehende Seiten aus dem Netz aussuchen und diese design-technisch analysieren müssen. Im Anschluss sollen wir ein "Frankenstein-Seiten-Layout" erstellen, wo nur Design-Elemente und Bilder dieser drei Seiten verwendet werden sollen. Das fertige Layout soll weiterhin am Ende Teil des eigenen Portfolios werden. Wie sieht es hier rechtlich aus? Darf man Bilder anderer Seiten in ein eigenes Webseiten-Layout packen und dann in sein Portfolio nehmen? Oder was kann man tun damit dies rechtens ist?

01.12.2021 | 09:16

Antwort

von


(2064)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst einmal ist zu beachten, dass Design-Elemente und Grafiken nicht zwingend urheberrechtlich geschützt sind, denn es muss eine gewisse eigene Note und Schöpfungshöhe hierfür erreicht werden. Da Sie sich aber vermutlich besonders ansprechende und eigenständige Seiten für die Analyse ausgesucht haben, unterstelle ich einen solchen Urheberrechtsschutz.

Urheberrechtlich geschützte Elemente dürfen Sie grundsätzlich nur mit Einwilligung des Urhebers vervielfältigen, bearbeiten, in Ihr eigenes Werk einbauen und veröffentlichen. Hiervon gibt es aber gewisse Ausnahmen, in Ihrem Fall könnte der neue § 51a UrhG greifen. Denn aus meiner Sicht könnte Ihr neu geschaffenes Werk zumindest auf Basis Ihrer kurzen Schilderung als Pastiche einzustufen sein. Entscheidend für den Pastiche ist, dass sich der Ersteller mit Vorlagen kreativ auseinandersetzt: Die Gesetzesbegründung fordert, dass der Pastiche eine Auseinandersetzung mit dem vorbestehenden Werk erkennen lassen muss. Diese Anforderungen dürften in Ihrem Fall erfüllt sein, da es ja gerade Teil der Aufgabe ist, interessante bestehende Elemente von anderen Seiten zu nehmen und zu einem eigenständigen Mashup zu kombinieren. Wenn Sie dieses neue Werk nur in Ihrem Portfolio zur Eigenwerbung nutzen, sehe ich dies grundsätzlich als zulässig an.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Rückfrage vom Fragesteller 01.12.2021 | 10:15

Erstmal vielen Dank für die sehr gut verständliche Antwort.
Eine Frage hat sich dann doch noch aufgetan.
Angenommen meine Arbeit würde dann unter die Pastiche fallen, würde es dann reichen mit einem entsprechenden Verweis auf die zu Grunde liegenden ursprünglichen Seiten zu verweisen, sagen wir ganz zu Beginn des Dokuments oder benötigte ich zusätzlich noch weitere Hinweise wie zum Beispiel "Dieses Layout dient ausschließlich für Werbezwecke" oder "nicht-kommerzielle Nutzung" etc.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.12.2021 | 11:42

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Die Regelung zum Pastiche ist so neu, dass es hierzu noch keine Rechtsprechung gibt und einige Punkte noch nicht abschließend geklärt sind, u.a. die Quellenangabe. § 63 UrhG sieht dies ausdrücklich nur für das Zitat in § 51 UrhG, aber nicht für § 51a UrhG vor. Dennoch würde ich eher dazu raten, auf die Seiten zu verweisen, z.B. dass es sich um eine Design-Studie im Rahmen des Studiums für nicht-kommerzielle Zwecke handelt und hierbei auf Elemente der folgenden Seiten (Link, Name einfügen) zurückgegriffen wurde, um ein neues Werk zu erschaffen.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 03.12.2021 | 07:40

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26131 Oldenburg
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