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Webdesign ohne Gewerbe


| 17.02.2006 11:46 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Hallo,

ich bekomme immer mal wieder Anfragen von Freunden/Bekannten bezüglich der Gestaltung von Internetseiten und Webapplikationen (Forum, News-Portal, etc. ...). Für diese Tätigkeit habe ich bisher nie Geld genommen, da es sich eben um Freunde handelt.

Jetzt habe ich allerdings ein Angebot von einem ´Fremden´ der mir für die Gestaltung und Entwicklung der Seite einen Geldbetrag geboten hat. Dieser Betrag ist aber absolut gering im Vergleich zu gewerbsmässigen Webdesignern!

Meine Frage diesbezüglich ist:

- Darf ich das Geld annehmen, und die Seite entwickeln ohne mich strafbar zu machen?
- Darf ich überhaupt Geld annehmen, oder gilt das als Schwarzarbeit?
- Wie sieht es aus wenn ich durch das Geld nur Kosten decke, und somit keinen Gewinn mache?
- Gibt es einen Unterschied zwischen Firmen und Privatleuten bei der Annahme solcher Angebote?

Vielen Dank für die Hilfe.

MFG

Marco
Sie können den Auftrag ruhigen Gewissens annehmen. Allerdings müssen Sie den dabei erzielten Gewinn (d.h. das vereinbarte Honorar abzüglich der von Ihnen verauslagten Kosten) in Ihrer Einkommensteuererklärung angeben.

Dagegen unterfallen Sie, anders als die meisten Gewerbetreibenden, nicht der Umsatzsteuer, da Sie mit dem einen Auftrag noch unter die Umsatzgrenzen der Kleinunternehmerregelung fallen. Dies bedeutet natürlich auch, daß Sie in der Rechnung an den Auftraggeber auch keine Umsatzsteuer ausweisen dürfen!

Im übrigen unterliegen Sie, wenn Sie den Auftrag annehmen, den selben rechtlichen und steuerlichen Bedingungen wie "normale" Webdesigner auch.
Soweit Sie mehr Aufträge als nur diesen einen annehmen, sollten Sie Ihre Tätigkeit allerdings anmelden. Solange die Tätigkeit nur auf diesen einen Auftrag begrenzt ist, ist dies dagegen nicht erforderlich.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben. Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 17.02.2006 | 14:59

Hallo,

vielen Dank für die schnelle Antwort!

Eine Frage hätte ich aber noch:

Zählt zu den Kosten die ich vom Honorar abziehen kann auch meine reine Arbeitszeit? Und ich kann laut Ihrer Ausführung somit auch eine Rechnung schreiben, richtig? Eagl ob für Unternehmen oder Privatperson?

Vielen Dank nochmal,

Marco

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.02.2006 | 15:28

Ihre Arbeitszeit können Sie leider nicht von Ihrem Honorar abziehen. (Schließlich ziehen Sie bei Ihrer normalen Arbeitsstelle auch nicht die Arbeitszeit von Ihrem Verdienst ab). Abzugsfähig sind nur die tatsächlich in Geld aufgewendeten Kosten.

Eine Rechnung können Sie schreiben, egal ob der Empfänger eine Privatperson oder ein Unternehmen ist, Sie dürfen in der Rechnung nur keine Umsatzsteuer ausweisen.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

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