Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
478.597
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wasseruhren


| 03.12.2008 14:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Ich besitze im Rahmen einer Hauseigentümergemeinschaft einen Ferienbungalow. Die gesamte Anlage ist direkt an die zentrale Wasser- und Abwasserversorgung angeschlossen. Die einzelenen Reihenbungalows vervügen über eigeneHauswasseranschlüsse mit privaten Wasseruhren.

Nun will die Hausverwaltung, dass die einzelenen Eigentümer geeichte Wasserzähler zum Einsatz bringen. Die Eigentümer sehen allerdings hierfür keine Notwendigkeit. Kann die Hausverwaltung gegen den Mehrheitsbeschluß der Eigentümer das trotzdem unter Hinweis auf das Eichgesezt verlangen?
Sehr geehrte(r) Fragesteller/in,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es wird ausschließlich das Ziel verfolgt, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres geschilderten Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen im Rahmen Ihrer Sachverhaltsschilderung kann eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Nun zu der von Ihnen gestellten Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Gemäß § 27 Abs. 1 Nr. 1 Wohnungseigentumsgesetz (WEG) hat der Verwalter Beschlüsse der Wohnungseigentümer durchzuführen. Dies gilt jedoch nicht, soweit der Beschluss der Wohnungseigentümer nichtig ist. Dies ist nach § 23 Abs. 4 S. 1 WEG der Fall, wenn der Beschluss der Wohnungseigentümer gegen zwingende Rechtsvorschriften verstößt.

Gemäß § 2 Abs. 1 Eichgesetz (EichG) müssen Messgeräte geeicht sein, sofern sie im geschäftlichen Verkehr verwendet werden. Dies ist grundsätzlich auch dann der Fall, wenn mit Hilfe der Messgeräte eine Abrechnung innerhalb einer Wohnungseigentümergemeinschaft erfolgt. Des Weiteren bestimmt § 5 Heizkostenverordnung, dass jedenfalls Warmwasserzähler grundsätzlich eichpflichtig sind. Diese Vorschrift gilt auch für Wohnungseigentum (vgl. § 3 Heizkostenverordnung).

Je nach dem, welche Vereinbarungen innerhalb Ihrer Wohnungseigentümergemeinschaft zur Abrechnung der Betriebskosten getroffen worden sind und ob mit den privaten Wasseruhren auch der Warmwasserverbrauch gemessen wird, ist nicht auszuschließen, dass für die Wasserzähler eine zwingende Eichpflicht besteht. Einen anders lautenden Beschluss der Wohnungseigentümer müsste die Hausverwaltung dann nicht umsetzen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste Orientierung geben konnte. Sie können sich gern im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Andrej Greif
Rechtsanwalt

Rechtsanwälte Schulze & Greif
Partnerschaftsgesellschaft
Zwickauer Straße 154
09116 Chemnitz

Tel.: 0371/433111-0
Fax: 0371/433111-11

E-Mail: info@schulze-greif.de
www.schulze-greif.de
Bewertung des Fragestellers 03.12.2008 | 18:34


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?