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Wasserschaden wegen defektem Dach


11.01.2006 17:29 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Sehr geehrte Anwälte und Anwältinnen,

hiermit ersuche Ihre Hilfe wegen eines Wasserschadens in Meiner Wohnung,
ich wohne im 6-Stock eines 6-stöckigen Familienhaus das ein Flachdach besitzt.
Dieses Dach lies in den Morgenstunden vom Di. den 20.12.2005 Wasser in meine Wohnung eindringen.
Es ergossen sich ca. 60-70 Liter Wasser in meine Sofa-Ecke und den darunter Liegenden Teppich bevor ich den Schaden bemerkte. Ich informierte sofort unseren Hausmeister und stellte Eimer und Wannen auf um den Schaden in Grenzen zu halten. Der Hausmeister verständigte eine Firma die am nächsten Tag am Dach arbeitete. Insgesamt haben sich ca. 150 Liter Wasser den Weg durchs Dach in mein Wohnzimmer gesucht. Nachdem die Sofa-Ecke und der Teppich wieder optisch Trocken waren setzten sich Faul-/Schimmelgerüche in meiner Wohnung frei. Um die Decke, die Sofa-Ecke und den Teppich zu trocknen musste ich die Heizleistung für ca. 2Wochen steigern. Meine Sofa-Ecke konnte ich in Diesem Zeitraum auch nicht wie gewohnt nutzen.

Ich würde gerne einen Schadensersatz für meine Sofa-Ecke und den Teppich bekommen da das Grundgerüst der Sofa-Ecke aus gepresstem Sperrholz besteht was unter Einfluss von Wasser aufquillt, daher weiß ich nicht in wieweit meine Sofa-Ecke beschädigt ist durch die Wassermenge die ungehindert eindringen konnte. Wir haben für diese Sofa-Ecke am 09.10.2003, 1299€ gezahlt, für den Teppich bezahlten wir 139€. Das Wohnzimmer konnte in gewohnter Art 5 Tage lang nicht genutzt werden. Die Faul-/Schimmelgerüche verschwanden nach ca. 2 Wochen.

Der Hausmeister sagte uns dass wir mit unserer Hausratversicherung des Schaden klären sollen. Obwohl es eine Mietwohnung ist und der Vermieter für die Wartung an seinem Eigentum zu sorgen hat. Vernachlässigt er dieses und tritt ein Schaden auf so müsste auch seine Versicherung dafür geradestehen und nicht die meinige.
Bis heute ist die Zimmerdecke noch nicht gerichtet worden und aufgrund des Tapetenlochs schäme ich mich auch Gäste dort zu empfangen wodurch ich diesen Raum immer noch nicht in gewohnter Form nutzen kann. Der Hausmeister sagte zu uns dass in 2 Wochen (vom 20.12.05) die Decke wieder instand gesetzt wird. Auch sehe ich es nicht ein den Hausmeister über seine Verpflichtungen ständig zu Informieren.

Könnten Sie mir ein Schreiben aufsetzten das mir meine Rechtlich zustehenden Ansprüche aufzeigt. Welches ich auch an die Hauptverwaltung von unserem Haus weiterleiten kann.
Ich habe nämlich keine Zeit ständig herumzulaufen und den Vermittler zu spielen bis ich mein rechtes Recht habe.

Vielen Dank für Ihre Mühe im Voraus


Sehr geehrter Ratsuchender,

ein Schreiben an Ihren Vermieter könnte folgenden Inhalt haben:

„ Sehr geehrter Herr XXX,

aufgrund des Wasserschadens vom 20.12.2005 in meiner Wohnung, der durch das defekte Dach verursacht wurde und daher von Ihnen zu vertreten ist, wurden in meiner Wohnung eine Sofasitzecke, die zum Teil aus Holz besteht und in die Wasser im erheblichem Maße eingedrungen ist sowie ein Teppich aufgrund des Wassereintritts erheblich beschädigt. Darüber hinaus entstanden Schimmel- und Fäulnisgerüche. Um eine Trocknung herbeizuführen musste ich die Heizung über den Zeitraum von 2 Wochen um etwa das Doppelte steigern. Das Wohnzimmer war über den Zeitraum von 5 Tagen unbenutzbar.

Für die Folgen des Wasserschadens vom 20.12.2005 sind Sie gem. § 536 a BGB schadensersatzpflichtig. Schadensersatz begehre ich für folgende Positionen, wobei ich die Summe dann genau beziffern werde, wenn der Schadensumfang konkret feststeht:
1. Reparaturkosten und Wertminderung bezgl. der Sofasitzecke sowie des Teppichs (Neupreis insgesamt EUR 1.440,-, Anschaffungsjahr 2003)
2. Heizkosten pauschal EUR … (könnte von Ihnen anhand der letzten Heizkostenabrechnung anteilig berechnet werden)

Nachdem das Wohnzimmer über 5 Tage sowie die Schimmelgerüche in der Wohnung über 2 Wochen vorhanden waren, ist die Miete aufgrund des nicht vertragsgemäßen Zustands der Mietsache gemäß § 536 BGB gemindert. Die Mietminderungsquote für die Nichtbenutzbarkeit des Wohnzimmers bewerte ich mit 30 % und die Quote für die Geruchsbeeinträchtigung mit 10 % , so dass sich für die jeweilige Dauer der Beeinträchtigung ein anteiliger Betrag in Höhe von EUR … ergibt, den ich mit der Miete für den kommenden Monat verrechnen werde.

Weiterhin fordere ich Sie auf, die Wohnzimmerdecke umgehend zu richten und das Loch in der Tapete im Wohnzimmer zu schließen. Hierfür setze ich Ihnen eine Frist bis zum …. Nach Ablauf dieser Frist werde ich die Bruttomiete bis zur vollständigen Beseitigung der Mängel um 10 % mindern. Die Miete stelle ich aufgrund der Mängel ab sofort ausdrücklich unter Vorbehalt.

Abschließend teile ich Ihnen mit, dass ich keine Veranlassung sehe, den Schaden meiner Hausratsversicherung zu melden, nachdem der Schaden durch das undichte Dach verursacht wurde. Ich rege daher an, den Schaden der Gebäudeversicherung zu melden, die ich schließlich im Rahmen der Betriebskosten anteilig mittrage (bitte überprüfen Sie dies).“

Mit freundlichen Grüßen
Jutta Petry-Berger
Rechtsanwältin
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