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Wasserschaden in der Eigentumswohnung wer zahlt bzw. wer darf Firma beauftragen?

28.05.2018 15:00 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Hallo,

der Boiler unseres Nachbars im 1 Stock ist geplatzt und in unsere EG-Wohnung ist das ganze Wasser gelaufen. Es war ein Feiertag 1.05. und keiner zuhause, so dass es erst spät aufgefallen ist. Als Wohnungseigentümer haben wir eine Hausverwaltung und sind versichert. Die Hausverwaltung hat der Versicherung den Schaden gemeldet und bisher war auch 2 mal ein Gutachter von der Versicherung mit der Sanierungsfirma der Versicherung da.
Bisher ist aber noch nichts geschehen und es sind 4 Wochen vergangen. Die Firma der Versicherung meinte, die Wohnung müsste komplett saniert werden, neue Küche, Decken etc. und sei 2 Monate unbewohnbar.

Nun meine Frage:

Kann ich als Wohnungseigentümer selbst eine Firma mit er Sanierung beauftragen, wenn ich mit der Sanierungsfirma der Versicherung nicht zufrieden bin bzw. einer anderen Firma mehr vertraue (schnelleres Anfangen der Arbeiten etc).
Bei anderen Firmen wäre z.b. ein wohnen weiterhin möglich, was uns 3 Personen sehr entgegenkommt.. Wir können und möchten ja nicht in ein Hotel ziehen.

Wer entscheidet in diesen Fällen, welche Firma den Zuschlag bekommt? Der Wohnungseigentümer, die Versicherung oder die Hausverwaltung?

Seit 4 Wochen ist nichts passiert und "unsere" Firma könnte gleich mit der Trocknung usw. anfangen.



Einsatz editiert am 28.05.2018 15:42:24

Einsatz editiert am 28.05.2018 16:22:26

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihre Fragen gerne wie folgt:

Grundsätzlich können Sie einen Handwerker Ihrer Wahl beauftragen.
Die Versicherung oder ein Sachverständiger darf nicht bestimmen, welchen Handwerker Sie beauftragen.
Oftmals ist es so, dass Versicherungen in der Regel mit Firmen zusammenarbeiten und dann eine Empfehlung für eine bestimmte Firma machen.
Dem müssen Sie nicht folgen.
Allerdings müssten Sie vorher klären, ob der Versicherungsvertrag nicht etwas anderes vorsieht. Dies ist auch möglich. Prüfen Sie dies daher anhand des Versicherungsvertrages, den Sie entweder haben oder über die Hausverwaltung erhalten.

Wenn hier nichts Anderslautendes geregelt ist, müssen Sie aber von der ins Auge gefassten Firma einen Kostenvoranschlag einholen und dieser bei der Versicherung einreichen und um entsprechende Freigabe des Kostenvoranschlags bitten. Andernfalls gehen Sie ein Kostenrisiko ein.

Ich erlaube mir noch den Hinweis, dass ich anhand der Schilderung davon ausgegangen bin, dass es sich ausschließlich um einen Schaden an Ihrem Wohnungseigentum handelt und nicht am Gemeinschaftseigentum. Dann wäre es anders zu beurteilen. Auch dies sollten Sie vorher genau klären.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin

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