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Wasserschaden in angemietetem Keller durch Tauchpumpe.

| 28.03.2012 13:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Sehr geehrte Damen und Herren,

in einem von mir zusätzlich angemieteten Kellerraum (paar Häuser von meiner Wohnung entfernt) habe ich für die Dauer der Renovierungsphase meiner Wohnung einen Großteil meines Hausrates untergestellt, sprich Kartons, Möbel etc. Grob geschätzt im Wert von 3500-4000 Eur. Durch einen Defekt einer Tauchpumpe der in den Kellerräumlichkeiten installierten
Regen/Grundwasser- Drainageanlage stand der gesamte Keller ca. 5-10cm unter Wasser.

Meine Hausratversicherung hat bereits die Zahlung des Schadens abgelehnt, da es sich nicht um einen Leitungswasser- oder Elementarschaden handelt.

Dazu muss ich auch noch sagen, dass die Tauchpumpe innerhalb von einer Woche zwei Mal ausgefallen ist. Zunächst wurde nämlich von einer Sanitärfirma versucht diese zu reparieren und erst beim zweiten Defekt wurde die Pumpe dann
getauscht. Bei der zweiten Überflutung entstand an meinem Inventar noch wesentlich größerer Schaden. Einen Großteil der eingelagerten Gegenstände, die noch in Ordnung waren habe ich nach der ersten Überflutung bereits aus dem Kellerraum entfernt. Es war mir aufgrund Platzmangels leider nicht möglich alle unbeschädigt gebliebenen Gegenstände auszuräumen.

Laut den Anwohnern des Mietshauses gab es vor 2-3 Jahren bereits einen Wasserschaden wegen dieser Pumpe und es wurden vom Vermieter weder vor Jahren noch jetzt weitere Vorkehrungen getroffen um Wasserschäden in Zukunft zu vermeiden. Beispielsweise durch eine zweite Pumpe, die im Notfall anläuft.
Ich denke auch nicht, dass die Pumpenanlage regelmäßig gewartet wurde.
Getrocknet wurden die Räumlichkeiten nach den beiden Überflutungen ebenfalls nicht, so dass nun vieles am Schimmeln ist.
Da ich nur gelegentlich mal in den Keller reinschaue, hatte ich auch nicht die Chance den Keller sofort auszuräumen und ggf. noch einiges zu retten. Das ganze stand dann für längere Zeit in dem Wasser. Der Vermieter hatte mich nämlich weder beim ersten noch beim zweiten Schaden benachrichtigt.

Ich wurde vor Vertragsabschluss leider nicht aufgeklärt, dass ein erhöhtes Risiko aufgrund der Regen/Grundwasser-Drainageanlage besteht. Ich wusste überhaupt nicht, dass so eine Anlage dort existiert weil sie sich in einem anderen Teil des Kellers befindet. Im Mietvertrag selbst ist nichts erwähnt davon. Der Vermieter hatte während der Besichtigung von meinem Vorhaben erfahren, dass ich meinen gesamten Hausrat dort einlagern wollte. Hatte aber natürlich nichts über die Pumpe und den Vorschaden erzählt. Ich hätte diesen Raum niemals angemietet wäre ich richtig informiert worden.

Auf meine schriftliche Anfrage hin, wer nun für den Schaden aufkommt, gab es vom Vermieter natürlich keine Reaktion.

Meine Frage ist grundsätzlich erstmal, ob es überhaupt Sinn macht gegen den Vermieter und evtl. gegen die Sanitärfirma vorzugehen bzw. wie die Chancen auf eine Entschädigung stehen?
Etwas schwierig wird aber zu beweisen, welche Gegenstände beim ersten bzw. zweiten Defekt der Pumpe beschädigt wurden.

Kommt evtl. die Gebäude- oder Haftpflichtversicherung des Vermieter für die Regulierung in Betracht?
Können eine Mietminderung und auch die Kosten der Aufräumarbeiten geltend gemacht werden?

freundliche Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen aufgrund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Wenn Sie einen trockenen Kellerraum gemietet haben, müssen Sie nicht mit einem Wasserschaden durch eine defekte Pumpe rechnen.

Gegen Ihren Vermieter als Ihren Vertragspartner (nicht gegen die Sanitärfirma) haben Sie daher Anspruch auf Schadensersatz und zwar in voller Höhe. Die Chancen sind gut, diese Ansprüche auch durchzusetzen.

Dabei dürfte es keine Rolle spielen, ob der Schaden bei der ersten oder erst der zweiten Überflutung eingetreten ist, weil Sie ja von einer vollständigen Reparatur ausgehen durften und konnten.

Eine Versicherung des Vermieters dürfte wohl nicht zahlen, aber das ist ausschließlich vom Vermieter selbst zu beurteilen und betrifft Sie nicht.

Mietminderung können Sie natürlich jetzt geltend machen, soweit die Nutzung eingeschränkt ist.

Aufräumarbeiten gehören zum Schadensersatz und sind ebenfalls vom Vermieter zu ersetzen.


Ihnen kann ich nur empfehlen, den gesamten Vorgang durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl prüfen zu lassen.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, stehe ich Ihnen dazu selbstverständlich zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet würde.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben. Über eine positive Bewertung würde ich mich in jedem Fall freuen.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.03.2012 | 16:36

Sehr geehrter Herr Zürn,

vielen Dank für Ihre Antwort.
D.h. ich hätte also generell Anspruch auf Schadensersatz, ganz unabhängig davon, ob der Vermieter den Schaden fahrlässig verursacht hat weil die Pumpe nicht regelmäßig gewartet wurde und unabhängig davon das es bereits vor Jahren einen Ausfall der Pumpe gab?
Oder müsste ich sein Fehlverhalten erst nachweisen ?

Da ich leider keine Rechtschutzversicherung habe, bin ich natürlich etwas unsicher weil ich später nicht zusätzlich noch auf den ganzen Gerichtskosten sitzen bleiben will. Meinen Sie eher, dass es auf ein Gerichtsverfahren hinauslaufen könnte oder wird sowas meistens aussergerichtlich geklärt? Der Vermieter ist eine etwas größere Immobiliengesellschaft, die sicherlich nicht zögern werden ihren Anwalt mit der Sache zu beauftragen.

Ich würde Sie auch gerne mit weiteren Schritten beauftragen, jedoch komme ich aus NRW. Deswegen weiß ich nicht ob sowas Sinn macht weil Sie ja aus Bayern kommen.

Vielen Dank vorab.
freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.03.2012 | 17:18

Sehr geehrter Fragesteller,

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Einen Anspruch auf Schadensersatz haben Sie nur, wenn der Vermieter schuldhaft (d.h. vorsätzlich oder fahrlässig) gehandelt hat, was ich angesichts Ihrer Schilderung unterstellt habe.

Auch dreht sich die Beweislast um und trifft nun den Vermieter. Dieser müsste also beweisen, das er nicht fahrlässig gehandelt hat, was angesichts der Historie gem. Ihrer Darstellung und vorbehaltlich der genauen Prüfung der Umstände als kaum möglich erscheint.

So ein Fall wird in der Regel außergerichtlich geklärt, natürlich auch abhängig von der Höhe des Schadens.

Um welchen Schaden handelt es sich denn bei Ihnen?

Sowohl außergerichtlich als auch vor Gericht könnte ich Sie dann natürlich vertreten.

Ich hoffe, ich habe damit Ihre Nachfrage beantworten können und würde mich über eine gute Bewertung freuen, andernfalls müssten Sie sich einfach nochmals melden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 29.03.2012 | 09:45

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