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Wasserschaden in Küche Oktober 2015

13.03.2016 13:54 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Guten Tag
Seit eintreten des Wasserschadens aus der Wg. über mir(alte poröse Leitung des Boilers-Vermietersache-)
warte ich auf eine Schadensvergütung meiner Umstände/Zeit, die ich mit Schüsseln und Tüchern verbrachte, bis die Mieterin über mir nach Hause kam u das Wasser abgestellt werden konnte.(ca 5 Stunden)
Mein Vermieter meint, mir steht überhaupt nichts zu und er lässt die Decke vom Hauswart machen.
Was mich wundert, dass sich seine Versicherung nicht mit mir in Verbindung setzt(Vermieter behauptet, er hätte den Schaden gemeldet, aber ich soll alle Beweise dennoch IHM zuschicken, weil ER einen Vertrag mit seiner Versicherung hat, nicht ich...ok, das stimmt ja dann auch)
Die Korrespondenz mit dem Vermieter verlief bisher sehr widersprüchlich von seiner Seite aus.
Die arbeiten in meiner Küche sollten im Februar 2016 sein, aber ohne vorher mit mir über die Schadensvergütungen zu reden....
Ich schrieb ihm mehrere Male, er möge mir ERST die Schadensnummer der Versicherung schicken, damit ich mich mit der Versicherung austauschen kann. Dies erfolgt nicht.
Er schreibt, ich bin Rentnerin, bin den ganzen Tag zu Hause, mir steht kein Stundenaufwand zu, auch keine anderen Entschädigungen.
Das ist für mich alles nicht stimmig.
Ist es denn nicht üblich, dass sich die Versicherung des Schadensverursachers mit dem Geschädigten in Verbindung setzt?
Ich vermute, er hat den Schaden gar nicht gemeldet, da letztes Jahr zwei Rohrbrüche waren aufgrund der völlig veralteten Leitungen hier in seinen Häusern.
Bisher musste ich schon 2x die Miete wegen anderer nicht erfolgter Vermieterverpflichtungen kürzen. Erst dann tat sich was.
Er droht mir dann immer mit Gerichtskosten, so auch aktuell. Er will mich sofort verklagen, wenn ich nun die Miete wieder kürze.
Ich bin am Ende und bin es leid, Briefe hin und her zu schicken.
Ich will, dass ich angemessen entschädigt werde und die arbeiten-sollen sich über 2 Tage hin ziehen-...beginnen.
Wie gehe ich nun justiziabel argumentativ in meinem nächsten Brief vor, ohne Seitenlang schreiben zu müssen?
Danke, freundlichen Gruß Cornelia

Sehr geehrte Ratsuchende,

selbstverständlich ist die Miete durch den Wasserschaden gemindert.

Ob Ihnen aber Schadens- oder Aufwendungsersatz für Ihren zeitlichen Aufwand zusteht, ist fraglich.

1.
Ein solcher Anspruch setzt voraus:
- einen anfänglichen Mangel (§ 536a Abs. 1, 1. Variante BGB),
- ein Verschulden des Vermieters (§ 536a Abs. 1, 2. Variante BGB) oder
- Verzug des Vermieters (§ 536a Abs. 1, 3. Variante BGB)

2.
Wenn man davon ausgeht, dass ein Anspruch dem Grunde nach besteht, muss Ihnen auch ein (finanzieller) Schaden entstanden sein.

Es ist der Zustand wiederherzustellen, der bestehen würde, wenn es den Wasserschaden nicht gegeben hätte (§ 249 Abs. 1, Abs. 2 S. 1 BGB).

> Es fehlt nach Ihren Angaben bezüglich Ihrer aufgewendeten Zeit an einem Schaden. Denn Sie haben durch Ihre Tätigkeit kein Verminderung Ihrer finanziellen Situation erlitten.

Ihre Aufwendungen an Zeit stellen keinen Schaden dar (BGH NJW 1989, 766).

Etwas anderes gilt nur, wenn Sie durch Ihre Tätigkeit größeren Schaden haben abwenden können. Gibt ein keine (Not)-Rufnummer der Verwaltung / des Vermieters? Dann hätte das Problem viel eher als erst nach fünf Stunden gelöst werden können.

3.
Besteht ein Anspruch, so ist Ihr Vermieter der Ansprechpartner. Er haftet auch, wenn er die Versicherung nicht kontaktiert oder keine Versicherung hat.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.03.2016 | 19:51

Vielen Dank

Ich habe sofort meinen Hauswart angerufen, als es anfing zu tropfen, der kam dann 1,5 Stunden später angefahren, weil er nicht wollte, dass ich die Feuerwehr rufe, da die Mieterin über mir nicht zu Hause war.
Und alles in allem lief das Wasser 5 Stunden lang(nicht, wie von Ihnen verstanden wurde, dass ich erst nach 5 Stunden Hilfe holte)
Somit ist mir doch dieser Aufwand mit Eimern und Tüchern, die Reinigung...zu entschädigen?
Da ich die Küche vorher ausräumen muss, sollte mir doch hier auch eine Vergütung zu stehen? (Arbeitsstundensatz)Ich will nicht, dass der Hauswart in meinen Lebensmitteln und dem Geschirr rum hantiert (habe alles offene Regale in der Küche, keine verschlossenen Schränke), hinterher alles reinigen und einräumen.... für null?
freundlichen Gruß Cornelia

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.03.2016 | 20:46

Sehr geehrte Ratuschende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Wie bereits geschrieben, ist Ihnen durch den zeitlichen Aufwand mit Eimern und Tüchern (bis auf den erhöhten Tücherverbrauch) kein finanzieller Schaden im Sinne des BGB entstanden.

Wenn zur Schadensbeseitigung (z.B. Tapeten, Neurenovierung) Regale geräumt werden müssen, können Sie dies selbst machen. Der Vermieter erspart die Kosten eines Handwerkers. Diese Kosten können sie ersetzt verlangen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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