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Wasserschaden in ETW


10.07.2007 19:39 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Kugler



Hallo

Ich habe in meiner ETW einen Wasserschaden durch ein defektes Dach.Vor 4 Wochen bemerkte ich in meiner Dachgeschosswohnung in einer Ecke einen Pizzateller großen Wasserfleck an der Wand ,bei diesem sich schon an der Oberfläche Salpeter bildet.

Umgehend habe ich unseren Hausverwalter informiert.Der von mir bestellte Fachmann (Dachdecker) beseitigte den Schaden (der durch Schmutz im Fallrohr der Dachrinne entstand) sofort.

Jetzt die eigentliche Frage :

Ich habe eine Fachfirma beauftragt einen Kostenvoranschlag zu erstellen zum Trockenlegen der Wand incl. neu streichen usw.

Den Kostenvoranschlag wollte ich meinem Hausverwalter übergeben zum begleichen der Unkosten.Dieser hat jetzt einen weiteren Maler beauftragt und hat sich zusammen mit diesem vom Schaden selbst überzeugt.

Muss ich akzeptieren dass der Maler von meinem Verwalter den Schaden behebt ?

Kann ich den Schaden nicht mit Hilfe eines Gutachtens abbrechnen (d.h ich würde die Summe des Gutachtens bekommen) und könnte dann entscheiden ob ich den Schaden beheben lasse oder so belasse ?

Bzw . ist es rechtens dass mein Verwalter mir vorschreiben kann wer den Schaden in meiner Wohnung behebt ?

Ich frage deshalb, weil mein Maler aus Erfahrung wirklich "gute Arbeit" leistet und wenn dann sollte nur dieser den Schaden beheben.

(Es geht nur um die Kosten der nassen Wand- nicht um die Rep. Kosten des Daches)

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zunächst möchte ich mich für Ihre gestellte Frage bedanken und diese in Anbetracht Ihres geschilderten Sachverhalts und Ihres Einsatzes kurz wie folgt beantworten.

Grundsätzlich verwaltet der WEG-Verwalter das "gemeinschaftliche" Eigentum der Wohnungseigentümergemeinschaft, d.h. alle Bestandteile des Gebäudes, wie alle tragenden Wände und Decken, die Fassade, die Fenster, die Wohnungseingangstüren, die zentrale Heizungsanlage, der maschinelle Aufzug das Grundstück der Liegenschaft u. v. mehr.

Die Behebung von Schäden innerhalb des Sondereigentums, dieser beginnt quasi an der Innenseite der Wohnungseingangstür, sind Aufgaben der jeweiligen Eigentümer - der Hausverwalter ist hierfür von Gesetzes wegen nicht zuständig.

Somit haben Sie als Eigentümer bei Schäden in Ihrer Wohnung das Recht zu bestimmen, wer die entstandenen Schäden behebt. Wollen Sie nicht, dass die Hausverwaltung selbst durch einen Maler den Schaden behebt, haben Sie die Möglichkeit auf Gutachterbasis abzurechnen und Schadensersatz in Geld zu fordern, vgl. § 249 Abs. 2 BGB.

Um die Gutachterkosten zu sparen, rate ich ihnen jedoch zunächst noch einmal mit Ihrem Verwalter zu sprechen und ihn auf Rechnung Ihres Malers abrechnen zu lassen.

Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sascha Kugler
Rechtsanwalt

Zum Abschluss möchte ich Sie noch auf Folgendes ausdrücklich hinweisen:

Diese Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich diese Auskunft lediglich auf die Informationen, die mir Rahmen der Sachverhaltsschilderung zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine umfassende verbindliche Beratung unerlässlich. Deshalb weise ich Sie ausdrücklich daraufhin, dass diese Leistung nicht im Rahmen der Online-Beratung erbracht werden kann.

Bitte beachten Sie auch bei der Beantwortung Ihrer Nachfrage. Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Darüber hinaus ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Schon daraus ist erstichtlich, dass diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen kann. Ich bitte Sie dies stets zu beachten!

Nachfrage vom Fragesteller 11.07.2007 | 13:09

Also muss mein Verwalter über die Versicherung des Hauses abrechnen ?

d.h
Wenn ich möchte dass aufgrund eines Gutachtens abgerechnet wird ,muss die gemeinschaftliche Versicherung zahlen !

Der Schaden ist ja entstanden durch das defekte Dach ("gemeinschaftliche" Eigentum ---> Aufgabe Hausverwalter).


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.07.2007 | 16:11

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

sollten die Voraussetzungen bestehen, dass der Schadenersatzanspruch gegenüber der Hausverwaltung dem Grunde nach besteht, was zum Beispiel fraglich sein dürfte, wenn diese kein Verschulden trifft, dann hätten Sie gegenüber Ihrer Hausverwaltung einen Anspruch auf Entschädigung in Geld auf Grundlage des Gutachtens.

Ob die Voraussetzungen eines Schadensersatzanspruches gegeben sind, bedarf jedoch einer eingehenden Prüfung, die anhand Ihres bisher geschilderten Sachverhalts pauschal nicht zu beantworten ist.

Mit freundlichen Grüßen

Sascha Kugler

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