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Wasserschaden im Wohnhaus


25.10.2007 19:10 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 17.10.2007 haben meine Frau und ich in unserem Eigenheim einen Wasserschaden erlitten, welcher das gesamte Erdgeschoss betrifft (Wohnzimmer, Küche, Bad, Flur und Heizungsraum).Einen Keller haben wir nicht! Im Heizungsraum ist die Wasseruhr. Vor der Uhr war die Hauptleitung undicht. Schuld sind die Wasserwerke, was auch geklärt ist.

Meine Frau hat von dem betreffenden Mittwoch bis Freitag 2½ Tage zufällig Urlaub gehabt. Ich brauchte keinen Urlaub, da ich krank bin und deshalb nicht viel helfen konnte. Vom 17.10-24.10.2007 hatten wir einen Trockner von den Wasserwerken laufen, - seit heute 25.10 haben wir für ca. 14 Tage 4 Trockner und 2 Warmluftgebläse laufen welche einen großen Lärm machen. Im Schlafzimmer haben wir ca.55dB, im Flur ca.73dB, im Wohnzimmer ca.74dB. Die Anlage läuft auch Nachts. Da wir in der oberen Etage jetzt sehr beengt sind, können wir die nächsten 2 Wochen auch nicht fernsehen, bedingt kochen und leben wie auf einer Baustelle.

Jetzt meine Frage: Haben wir außer Wiedergutmachung des Schadens ein Recht auf finanzielle Entschädigung bzw. einer Ferienwohnung aufgrund der oben dargestellten Umstände?

Für Ihre Hilfe wären wir Ihnen sehr dankbar.


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auf Grund des von ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Eine finanzielle Entschädigung auf Grund der von Ihnen beschriebenen widrigen Umstände wäre nur in Form von Schmerzensgeld möglich, da es sich nicht um geldwerte, vermögensbezogene Verluste handelt.

Da in einem wie vorliegend gelagerten Fall das Gesetz keinen Schmerzensgeldanspruch vorsieht, käme ein solcher gemäß § 253 Abs. 2 BGB nur in Betracht, wenn es sich um eine Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung handelt.

Zwar kann ich das Ausmaß der von Ihnen zu erduldenden Unannehmlichkeiten nachvollziehen, jedoch ist fraglich, ob die Vorraussetzungen des § 253 Abs. 2 BGB erfüllt sind. Ersatz in Form von Schmerzensgeld können Sie daher erst verlangen, wenn die durch den Schaden verursachten Unannehmlichkeiten köperliche oder gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorgerufen haben.

Die Frage bezüglich der Ersatzwohnung kann hier in Unkenntnis der genauen tatsächlichen Gegebenheiten leider nur allgemein beurteilt werden.

Das Recht auf eine Kostenerstattung für die Anmietung einer Ausweichwohnung könnte Ihnen nur zustehen, wenn die Beeinträchtigung Ihrer Wohnverhältnisse durch das Schadensereignis derart gravierend ist, dass die Wohnung nicht mehr nutzbar ist. Soweit Sie lediglich in der Nutzung einiger Räumlichkeiten eingeschränkt sind und der Alltag lediglich unter zumutbaren Einschränkungen vollzogen werden kann, müssen Sie diese Widrigkeiten leider hinnehmen. Sollten Sie für die unnutzbaren Räume finanzielle Aufwendungen haben (Miete, anteilige Kreditkosten etc.)wäre diese unter Umständen zu ersetzen.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt und eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen kann. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen eine Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.10.2007 | 21:51

Sehr geehrter Herr Elster,

ich hätte eine frage zu den anteiligen Kreditkosten.

Das Haus haben wir 1998 gebaut und haben noch ein Darlehen zu
tilgen.

Meine Frage: Wäre das anteilige Darlehen zu ersetzen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2007 | 15:04

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage zusammenfassend wie folgt:

Bei Sachen, auf deren ständige Verfügbarkeit der Berechtigte für die eigene Lebenshaltung typischerweise angewiesen ist, begründet der deliktische Eingriff in den Gebrauchsgegenstand einen ersatzfähigen Schaden.
Ein deliktischer Eingriff liegt vor, wenn der Schaden auf einem rechtswidrigen Eingriff in Ihr Rechtsgut beruht. Ob dies in Ihrem Fall vorliegt, kann ohne genaue Kenntnisse des Schadensereignisses und seiner Ursachen nicht beurteilt werden.
Ein solcher Ersatzanspruch besteht jedoch nur, wenn es sich bei der nicht nutzbaren Sache nicht lediglich um Wohnungsteile von untergeordneter Bedeutung handelt.

Die Höhe des Anspruchs berechnet sich nach dem Wert den der Verkehr dem Eigengebrauch beimisst. In Ihrem Fall wären das die anteilig auf diese Räume entfallenden finanziellen Aufwendungen in Relation zur Nutzungseinschränkung, also unter Umständen auch ein entsprechender Anteil an dem zu tilgenden Darlehen. Abzuziehen sind natürlich eventuell anfallende ersparte Aufwendungen.

Leider kann ich die Schadenshöhe ohne konkrete Kenntnis des Umfangs der Nutzungseinschränkung und der verhältnismäßigen Bedeutung der Räume nicht genau beziffern.

Ich hoffe Ihre Frage damit zufriedenstellend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt

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