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Wasserschaden im Sondereigentum verursacht. Wer haftet dafür?

| 12.04.2019 16:47 |
Preis: 50,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Wir haben vor 3 Jahren eine Wohnung im 14-Parteien neusaniertem Mehrfamilienhaus im 2. OG gekauft. Letztes Monat ist in zwei Wohnungen unter uns ein Wasserschaden aufgetretten. Laut Firma, die den Schaden beseitigt hat, liegt die Ursache in unserem Sondereigentum im Treppenhaus, es sollte nachträglich ein Abflussrohr bewegt worden sein, so dass eine undichte Stelle erstand. Eine Leitungswasserversicherung haben wir nicht, da diese vor einem Jahr seitens Versicherungsgesellschaft gekündigt wurde. Der WEG-Verwalter fordert jetzt von uns, dass wir alle Kosten zur Schadenbeseitigung tragen, da die Ursache in unserem Sondereigentum liegt.
Müssen wir bezahlen, obwohl wir es als neusaniertes Objekt gekauft haben?

Sehr geehrte Fragensteller,

1) Wenn ein Werkvertrag vorliegen sollte, ist es möglich, dass innerhalb der 5 Jahres Frist ab Fertigstellung des Werkes noch eine Gewährleistung möglich ist. Bei Kaufverträgen verjährt der Gewährleistungsanspruch binnen 2 Jahren ab dem Tag der Übergabe des Kaufgegenstandes = hier der Wohnung.

2) Zu dem Verhältnis innerhalb der WEG: Sollte es so sein, dass das Abflussrohr aus Ihrer Risikosphäre her - schuldhaft - beschädigt oder falsch eingebaut worden sein sollte, bestünde der Anspruch aus § 823 BGB . In der Regel dürfte es aber am nachweisbaren Verschulden fehlen und man kann den Anspruch aus diesem Grund zurückweisen. Vor allem, wenn kein eigenes schuldhaftes Verhalten vorliegt, sondern der Fehler zeitlich vor Erlangung des Eigentums und Besitzes zustande gekommen sein muss. Siehe auch BGH, Urteil vom 21. 5. 2010 - V ZR 10/10 (LG München I).

Ich würde insofern erst einmal vom Verwalter den Nachweis des Verschuldens verlangen bzw. ihn darauf verweisen, dass kein eigenes oder ein zurechenbares Verschulden vorliegt, weil die Arbeiten vor dem Erwerb durchgeführt wurden und nicht nach § 831 BGB oder § 278 BGB zurechenbar sind.

Wenn Sie mögen, führe ich den außergerichtlichen Schriftverkehr mit dem Gegner auf Basis meines Angebotes. Ansonsten freue ich mich über eine Bewertung mit 5,0.

Mit freundlichen Grüßen
D. Saeger
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 12.04.2019 | 19:21

Kann die Ursachenbeschreibung seitens Handwerksfirma als unsere Schuldfähigkeit gewertet werden? (Wir haben die Whg im fertigen Zustand erworben und zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Instalatonen vorgenommen)
lt. Kundendienstauftrag, entstand die Undichtigkeit des Abwassersrohres wahrscheinlich durch den Einbau eines Abzweiges für den Waschmaschinenanschluss in unsere Whg. Dabei wurde das Rohr beim Einbau nach oben gezogen, wodurch es aus der Steckmuffe im Schaft in Whg. unter uns rutschte. Das Rohr hat früher definitiv in der Steckmuffe gesteckt.

Vielen Dank für schnelle und ausführliche Antwort!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.04.2019 | 20:32

Sehr geehrte Fragensteller,

grds. kann ein Verschulden nur nach § 831 BGB oder § 278 BGB zugerechnet werden. Wenn Sie nicht einmal die Handwerker beauftragt haben, kann in dem Punkt auch kein Verschulden zugerechnet werden.

Dann müsste sich die WEG im Grundsatz an den konkreten Handwerker nach § 823 BGB oder den Verkäufer der Wohnung halten.

Mit freundlichen Grüßen
D. Saeger
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 15.04.2019 | 10:34

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