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Wasserschaden im Mehrfamilienhaus-wer haftet?


13.06.2007 12:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Wir besitzen ein Appartement in einem Mehrfamilienhaus mit 8 Parteien.
Dieses Appartement befindet sich im Souterrain und ist vermietet.
In den letzten Monaten kam es wiederholt zu zu Verstopfungen im Abwassersystem, so daß das Wasser nicht abfliessen konnte.
Es wurde ein Installateur beauftragt, der feststellte, daß sich der Abfluss zum Kanal gehoben hat und das das Gefälle wieder hergstellt werden muss. Ausserdem befindet sich im Abflussrohr ein Rückschlagventil,dass sich um ca. 30 Grad beim Abfliessen öffnet und den Abfluss ebenfalls einschränkt. Der Installateur sagte, das diese Art von Rückschlagventilen nicht zulässig sei und nur für den Gebrauch von Regen und Brauchwasser geeignet sei.
Der Einbau einer dafür vorgesehenen Lösung koste ungefähr 1900 Euro. Daraufhin meinte er das es besser sei diese Klappen zu entfernen um eine erneute Verstopfung zu verhindern.
Dies geschah im Beisein und unter Zustimmung des Hausverwalters( Zeuge: der betroffene Mieter)
Der Installateur sollte schon seit Wochen mit der Arbeit beginnen,
um das Gefälle wieder herzustellen, das bis dato nicht geschah.
Vorgestern ging ein Unwetter mit starken Regenfällen nieder, so daß es zu einem ungehinderten Rückstau aus der Kanalisation kam.
Das Appartement und die gesamten Kellerräume standen unter Wasser( 15-20 cm).
Die Gebäudeversicherung deckt nicht die Elementarschäden ab.
Heute erschien der Installateur und stellte Raumtrockner auf und meinte, daß dies ca. 3 Wochen dauern würde, um dann mit den Sanierungsarbeiten fortfahren zu können.
Ich fragte Ihn,warum er die Rückstauklappen entfernt habe und bekam die lapidare Antwort: "Wir können ja nicht alle 3 Wochen die Abflussrohre reinigen kommen und das Rückschlagventil sei nicht zulässig"
Die Appartements sind nicht bewohnbar und müssen saniert werden.
Kann man den Handwerker oder/und den Verwalter wegen Fahrlässigkeit haftbar machen?

Vielen Dank


Sehr geehrte Fragesteller,

herzlichen Dank für Ihre Frage und das damit entgegengebrachte Vertrauen. Ihre Fragen darf ich wie folgt beantworten:

Mögliche Ansprüche auf Schadenersatz lassen sich in der von Ihnen genannten Konstellation unter mehreren Gesichtspunkten herleiten. Sofern ein Vertrag mit dem Installateur bereits geschlossen worden ist, dieser kann auch mündlich geschlossen worden sein, mit der Beauftragung die vorgesehene Lösung sofort oder innerhalb einer kurzen Frist einzubauen, würden sich vertragliche Schadensersatzansprüche aus dem Gesichtspunkt des Verzuges und der Nichtleistung ergeben. Weiterhin könnte eine Anspruchsgrundlage aus dem Ausbau der Klappen und dem somit ungehinderten Rückstau ergeben. Sofern ein Vertrag geschlossen worden ist, bestehen vertragliche Ansprüche, wenn kein Vertrag vorhanden gewesen ist, bestehen Ansprüche aus Eigentumsverletzung, eben einer Beschädigung des Eigentums aus dem Ausbau der Klappen.

Sofern keine vertragliche Grundlage vorhanden gewesen ist müsste der Installateur den Ausbau der Klappen und das nicht rechtzeitige Beheben des Schadens beziehungsweise den nicht erfolgten Einbau neuer Klappen oder eines Rückstauventils zu vertreten haben. Dies kann hier angenommen werden, da der Installateur Kenntnis vom mangelhaften Einbau und auch der Konsequenz des Ausbaus der Klappen hatte.

Insgesamt kommt es darauf an, inwieweit der Installateur tätig geworden ist und in welchem Umfang Sie ihn mit der Behebung des Mangels beauftragt haben.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben und stehe Ihnen selbstverständlich weiterhin, auch zur Geltendmachung der Schäden, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



Christian Joachim
-Rechtsanwalt-


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