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Wasserschaden im EFH


12.09.2007 01:49 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Guten Abend,

wir haben 2005 ein Fertigteilhaus in Holzständerbauweise auf Bodenplatte gebaut, das wir im August des selben Jahres bezogen haben. Dabei haben wir nur den Rohbau inkl. Fenster, Haustür, Putz etc. von der Fertigteilhaus-Firma aufstellen lassen, mit dem weitern Innenausbau (Installationen, Estrich, Fußbodenheizung, Wärmepumpe) haben wir (Vertrag mit uns) eine Firma vor Ort beauftragt. Nach diesem Modell sind einige Häuser in der Region entstanden.
Als ein Sonderwunsch wollten wir entgegen der Standardvariante im Gäste-WC (EG) neben den WC ein Urinal haben, was die Fertigteilhaus-Firma auch realisiert hat.
Im Juni diesen Jahres stellten wir nun fest, dass sich die Treppenpfosten in der Diele von unten her schwarz färbten und aufplatzten. Nach Anzeige im Juli hat im August der Kundendienst der Fertigteilhaus-Firma den Schaden in Augenschein genommen und die Ursache gesucht – und gefunden: Vom Hausanschlussraum aus wurde die getackerte Gipskarton-Wand aufgeschnitten, um die Vorbauwand im Gäste-WC ausleuchten zu können. Dabei wurde ein ungesichertes 100 mm-Kunststoffrohr vom Urinal kommend sichtbar, das beim Spülen des Urinals Wasser (ca. 300 mL) unter den Bodenaufbau wohl auf die mit Teerpappe abgedichtete Bodenplatte abgab. Da die Treppenpfosten auf der Bodenplatte stehen, hat sich die Feuchtigkeit zuerst an diesen Stellen gezeigt. Die Fertigteilhaus-Firma weist alle Schuld von sich und verweist auf die Firma, die die nachfolgenden Installationen durchgeführt hat. Das Rohr sei für den Anschluss des Gäste-WCs an das Entlüftungssystem übers Dach vorgesehen gewesen.
Der Geschäftsführer der Installationsfirma hat sich einen Tag nach dem Kundendienst-Termin den Schaden angesehen, das Rohr mit einer Kappe verschlossen und sich der Art geäußert, dass eine getackerte Wand eine abgeschlossene Leistung der Fertigteilhaus-Firma sei und er nicht wissen könne, dass dahinter ein Rohr, zudem ungesichert, verborgen sei, zumal eine Entlüftung des Gäste-WCs nach DIN ? bei solch geringer Fallhöhe nicht notwendig sei.
Stand der Dinge ist zur Zeit, dass beide Firmen davon ausgehen, die Schadensregulierung sei ein Fall für die Haftpflicht-Versicherung der anderen Firma.

Meine Frage 1 ist nun, ob es möglich ist, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt einen Rechtanwalt und einen Bauschadens-Sachverständigen mit der Wahrung unserer Interessen (Aufnahme des genauen Schadens, baldige Behebung des Schadens wie Austausch der Treppenpfosten, Trocknung der Bodenplatte, Bekämpfung des möglichen Schimmelbefalls u.a.) und zur Beschleunigung beauftragen und die Kosten dafür der einen oder der anderen Firma in Rechnung stellen?

Eine 2. Frage wäre, ob es möglich ist, den Schaden über die Gebäudeversicherung regeln zu lassen, die sich die Kosten für die Sanierung bei den Firmen zurück holt?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


sicherlich wäre es möglich, hier einen RA und SV zu beauftragen. Allerdings müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass SIE aufgrund des Auftrages dann auch zunächst Kostenschuldner sind und vorab zahlen müssten.

Diese vorauslagten Beträge können dann aber im Rahmen des Schadensersatzes von der verantwortlichen Firma ersetzt verlangt werden.


Gerade beim Sachverständigen wäre es dann ratsam, diesen allein im Rahmen eines Beweissicherungsverfahrens vom Gericht bestellen zu lassen, damit dann dessen Feststellungen gleich gerichtsverwertbar sind. Daher sollten Sie zunächst nur einen Rechtsanwalt beauftragen, der dann dieses Verfahren einleiten kann.

Dieses Verfahren wird sich vermutlich auch gegen die Installationsfirma richten, da diese verpflichtet ist, eben VOR Beginn der Arbeiten (entweder durch Rückfrage, oder Einsicht in die Baupläne nebst Detailpläne) den Untergrund auf Leitungen zu untersuchen.


Die Gebäudeversicherung sollten Sie SOFORT informieren, um den Versicherungsschutz nicht zu riskieren. Sollte diese die Regulierung übernehmen, wird sie es sich dann sicherlich von der verantwortlichen Firma zurückzahlen lassen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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