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Wasserschaden eigene Ferienwohung

| 30.06.2017 14:43 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Ich möchte gerne folgenden Sachverhalt geklärt wissen:
Wir besitzen eine Ferienwohnung, welche zu 100% an wechselnde Feriengäste vermietet wird.
Durch einen Wasserschaden, verursacht durch eine defekte Dichtung, wurde die Wohnung feucht und durch den entstandenen Schimmel an fünf Wänden letztendlich unbewohnbar. Hierdurch bedingt wurden für die Dauer der handwerklichen Arbeiten die Urlauber durch den Ferienhausvermittler, in andere Quartiere umgebucht. Da es sich allerdings um die Hauptsaison handelte, sind die Ausweichquartiere nicht alle kostenneutral. So entstanden mir hierdurch Zusatzkosten. Hier obliegt es vermutlich der Versicherungspolice der Gebäudeversicherung, ob diese Mehrkosten übernommen werden.
Meine Frage jedoch ist eine andere: In wieweit haben die Feriengäste überhaupt den Anspruch durch den Vermieter einen adäquaten Ersatz zu bekommen? Da in den entsprechenden Mietverträgen nichts dergleichen vereinbart wird, würde ich als Laie von höherer Gewalt ausgesehen, die durch das BGB ein Sonderkündigungsrecht als Konsequenz hätte.
Meine zweite Frage ist folgende: Gibt es ggfs. eine rechtmäßige Klausel für (Ferienhaus)Mietverträge, die von vorneherein eine mieterseitige Kündigung in einem solchen, unvorhersehbaren Schadensfall vorsieht?
Vielen Dank!
30.06.2017 | 18:01

Antwort

von


(2253)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,


die Mieter haben über <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/539.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 539 BGB: Ersatz sonstiger Aufwendungen und Wegnahmerecht des Mieters">§ 539 BGB</a> oder (je nach Vertragstyp) über <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/651c.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 651c BGB: Verbundene Online-Buchungsverfahren">§ 651c BGB</a> Abhilfe und Aufwendungsersatz verlangen.

Und wenn dann Ersatzwohnraum zur Abhilfe bzw. zur Erfüllung der Vermieterpflicht auf Überlassung zum vertragsgemäßen Gebrauch zu Verfügung gestellt wird, besteht der Anspruch zusätzlich noch aus dem Vertrag selbst, der dann einvernehmlich abgewandelt worden ist.


Die zweite Frage ist zu verneinen.

Zwar wird man die Haftung beschränken können; allerdings wäre ein Komplettausschluss der gesetztlichen Ansprüche dann ebenso unwirksam, wie der Bestimmung, welche Rechte der Mieter AUSSCHLIESSLICH nehmen darf.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg<!--dejureok-->


Rückfrage vom Fragesteller 05.07.2017 | 16:53

Vielen Dank soweit. Ich entnehme Ihrer Antwort das <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/651j.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 651j BGB: Verjährung">§ 651j BGB</a>
"Kündigung wegen höherer Gewalt" im Falle eines Rohrbruches nicht anwendbar ist. Vielleicht können Sie kurz ausführen, wann im juristischen Sinne von höherer Gewalt die Rede ist. Vielen Dank!<!--dejureok-->

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.07.2017 | 17:02

Sehr geehrrter Ratsuchender,


höhere Gewalt liegt vor, sobald ein betriebsfremdes, also von außen durch Naturkräfte oder durch Handlungen Dritter herbeigeführtes Ereignis eintritt, das nach menschlicher Ermessen und Erfahrung nahezu unvorhersehbar ist und auch durch den Einsatz äußerster Sorgfalt nicht verhindert werden kann (z.B. Erdrutsch, Wirbelsturmschaden, Naturüberschwemmung).

Der Rohrbruch zählt nicht dazu.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 07.07.2017 | 10:07

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