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Wasserschaden durch überlaufendes, durch Lappen verstopftes Waschbecken

6. August 2020 15:53 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Hausratversicherung: Es sind Schäden durch Leitungswasser versichert, wenn es bestimmungswidrig aus den Zu-und Ableitungsrohren der Wasserversorgung sowie der Heizung oder den damit verbundenen Einrichtungen austritt.
Frage:
Trifft dies zu, wenn das Waschbecken durch einen Stöpsel verschlossen ist, auf dem Wasserhahn ein Lappen zum trocknen hängt und dieser den Notüberlauf verstopft, wenn versehentlich der Wasserhahn nicht geschlossen sondern voll geöffnet wird? (Das Wasser ist dann mehrere Stunden übergelaufen und hat die Wohnung geflutet.)

Wenn JA, dann bitte mit gegenüber der Versicherung verwendbaren Informationen / Fakten.

Vielen Dank!

8. August 2020 | 01:32

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Zugrundelegung Ihrer Angaben wie folgt:

Das Thema des bestimmungswidrigen Austritts ist heftigst umstritten.

Meines Erachtens liegt in Ihrem Fall kein bestimmungswidriger Austritt vor, da er mit den Rohren selbst, wie man vermuten könnte, nichts zu tun hat, sondern ein vielmehr ein bestimmungswidriges Verhalten vorlag, das letztlich zu dem Schaden führte.

ABER: OLG Schleswig, Urteil v. 11.6.2015, 16 U 15/15 )

Nach Meinung des OLG war der Versicherungsfall in der Form eines Leitungswasserschadens im Sinne der vereinbarten Versicherungsbedingungen eingetreten. Leitungswasser war dort definiert als Wasser, das bestimmungswidrig und unmittelbar aus Zu- oder Ableitungsrohren der Wasserversorgung und den damit verbundenen Schläuchen, aus mit den Zu- oder Ableitungsrohren der Wasserversorgung verbundenen Einrichtungen oder aus deren wasserführenden Teilen ausgetreten war.

Es war hier laut OLG von einem versicherten Schaden auszugehen, gleichviel, ob nun das Wasser durch die Silikonfuge zwischen Badewannenrand und Fliesenunterkante in die Wand eingedrungen oder ob es durch die womöglich schon recht alten Fliesen in die Wand gelangt war.

Ob in dem Fall, dass nicht unmittelbar eine wasserführende Leitung betroffen ist, sondern das Wasser in einer Dusch- oder Wannenecke "durch die Wand" gelangt ist, ein Versicherungsfall anzunehmen ist oder nicht, ist in der Rechtsprechung allerdings streitig.

Nimmt man aber in diesem Fall noch bestimmungswidrigen Austritt an, müsste sich auch der Waschlappenfall subsumieren lassen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Viele Grüße!




ANTWORT VON

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