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Wasserschaden durch grobe Fahrlässigkeit

01.02.2010 20:28 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Guten Tag,
meine Frage bezieht sich auf die juristische Beurteilung von grober Fahrlässigkeit. Ich habe einen Leitungswasserschaden in meinem unbewohnten Haus, welches ich seit über einem Jahr lang täglich in Eigenleistung bis zum 23.12.2009 renoviert habe. Im Dezember hat
eine Fachfirma begonnen eine 100 mm Außendämmung anzubringen, bis auf den Oberputz ist diese fertig. Am 04.01.2010
stellte ich einen Wasserschaden im Dachgeschoß fest. Die Versicherung wirft mir grobe Fahrlässigkeit vor, weil die Leitungen nicht abgesperrt und entleert waren,sowie nicht genügend häufige
Kontrolle. Allerdings bietet sie eine Kulanzzahlung von 25% an.
Ich halte meinen Schuldanteil für zu hoch eingestuft. Ich habe die üblich gefährdeten Leitungen im Keller abgesperrt. Die Fachfirma
sollte/wollte bei entsprechender Witterung weiter arbeiten, dazu würde Wasser gebraucht. Desweiteren konnte ich nicht von einer Gefährdung ausgehen da die Leitungen auch im letzten Winter
(März2009 minus 22°C) nicht eingefroren bzw.beschädigt wurden
auch ohne Dämmung nicht.
Gibt es bereits ein Urteil welches meinen Fall wieder gibt, den ich meier Versicherung ohne langen Prozess zum Vergleich vorhalten kann?
Vielen Dank
mfG

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Mittlerweile gibt es zu der vorliegender Problematik des Leitungswasserschadens eine sehr umfangreiche Rechtsprechung.

Mit Ihrem Fall vergleichbar ist z.B ein Urteil des OLG Koblenz aus dem Jahr 2007: „Die Obliegenheit in den Bedingungen einer Gebäudeversicherung, wonach in nicht genutzten Gebäuden alle Wasser führenden Anlagen zu entleeren und abzusperren sind, wird von dem Versicherungsnehmer grob fahrlässig verletzt, wenn er die Entleerung unterlässt, weil keine Absperrvorrichtung vorhanden ist, da er in einem solchen Fall eine Absperrvorrichtung einbauen lassen muss. Bei einem Leitungswasserschaden wird der Versicherer leistungsfrei.“

Ebenso vergleichbar ist aber auch ein Urteil des BGH vom 19.10. 1994 - IV ZR 159/93: Leistungsfreiheit wegen grob fahrlässiger Herbeiführung des VersFalls, wegen Gefahrerhöhung und wegen Verletzung von Sicherheitsvorschriften in der Leitungswasserversorgung. – Die Leistungsfreiheit des Versicherers wird hier verneint.

Wie Sie sehen haben hier die Gerichte einmal für und einmal gegen den Versicherer entschieden. Es gibt also in Ihrem speziellen Sachverhalt leider kein Urteil, mit dem Sie automatisch eine höherer Zahlung der Versicherung erreichen können.
Vor allem gibt es in jedem Einzelfall einige besonderen Aspekte die von Ihnen und der Versicherung bewertet werden müssen, dies führt allerdings oftmals zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Ich empfehle Ihnen deshalb dringend einen Anwalt direkt mit der gesamten Angelegenheit zu mandatieren. Dieser prüft den Sachverhalt (vor allem auch die Schreiben der Versicherung) und korrespondiert dann direkt mit Ihrem Versicherer. Außerdem entwirft der Anwalt in Absprache mit Ihnen eine Strategie wie und in welcher Höhe eine außergerichtliche Vergleichszahlung durch den Versicherer erreicht werden kann. Sie können mich gerne in dieser Angelegenheit kontaktieren.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt

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