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Wasserschaden durch Waschmaschine


23.06.2006 12:31 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Hallo,
folgender Sachverhalt hat sich ereignet:

In dem Badezimmer meines Appartements habe ich eine Waschmaschine stehen. In der Wand ist auch ein Wasseranschluss für diese. Allerdings kein Abfluss, so das ich den Abwasserschlauch immer in die Toilette hänge und den Deckel schließe! Der Schlauch bildet am Ende ein langes U.

Genau dies tat ich, danach legte ich mich auf mein Bett und sah fern. Die Tür zum Bad war angelehnt. Das Bett steht an der Wand zum Bad, so das die Tür im toten Winkel liegt.

Nach einer Zeit hörten sich die Abflussgeräusche des Wasser anderst an als sonst.

Da war es schon passiert, das Wasser stand in der halben Wohnung. Von mir zunächst unbemerkt, da ich die Tür zum Bad und den davor liegenden Teil der Wohnung vom Bett aus nich einsehen konnte. Der Schlauch muss irgendwie aus der Toilette gerruscht sein!

Das meiste konnte ich aufwischen, doch ist in der Wohnung unter mir der Parkettboden und die Decke beschädigt worden. Schaden liegt zwischen 5000 und 10000 Euro!

Da die Gebäudeversicherung des Vermieters nicht dafür aufkommen will und meine Haftpflicht sich noch nicht dazu geäußert hat. Frage ich mich wer jetzt für den Schaden aufkommen muss. Bzw. ob ich evtl. den gesamten Schaden allein tragen muss!

Meine Argumentation: Durch den Wasseranschluss ohne Abflussmöglichkeit für das Abwasser dudlet der Vermieter eine Waschmaschine.
Ich habe alles möglich dafür getan, das kein Schaden eintritt. Nämlich den Schlauch in die Toilette gehängt. So wie ich es schon seit 5 Jahren mache!

Sonst hängt der Schlauch immer hinter der Waschmaschine an der Wand. Da hinter der Waschmaschine und der Toilette der Boden sehr staubig ist, da nicht so oft geputzt wurde (tschuldigung). Beweist dieses das ich den Shclauch auf jeden Fall nicht an der Wand hab hängen lassen, da sonst der Staub weggewaschen wäre!

Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Grundsätzlich wird Ihre Haftpflichtversicherung einstandspflichtig sein.

Ein Mitverschulden des Vermieters dürfte kaum gegeben sein, denn eine „unsichere“ Lösung hätten Sie nicht betreiben dürfen. An eine Fixierung des Ablauf oder an deine direkte Verbindung mittels Adapter ans Abwasser wäre zu denken.

U.U. wird Ihre Haftpflichtversicherung sich auf grobe Fahrlässigkeit Ihrerseits berufen. Dies ist eine Frage der genauen Umstände und der Sicherung des Abwasserschlauches. Grob fahrlässig handelt z. B. jemand, der die Waschmaschine anstellt und schlafen geht AG Weilburg NZM 2002, 544).

Hierbei dürfte es in Ihrem Fall durchaus sinnvoll sein, die Gebrauchsanweisung der Waschmaschine und die Installationsanweisungen zum U-Schlauch zu lesen.

Sollte die Haftpflicht sich auf grobe Fahrlässigkeit berufen, sollten Sie einen Kollegen vor Ort einschalten.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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