Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wasserschaden durch WEG-Eigentum

| 12.10.2010 14:47 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Sehr geehrte Damen und Herren,

Durch ein defektes Ventil des Rohrbelüfters ist ein Wasserschaden in meinem Bad entstanden. Der Hausverwalter gibt an, dass nur Gebäudeschäden von der Versicherung der WEG übernommen werden und dass für die Folgeschäden (Badschränke / Wäsche usw.) meine persönliche Hausratsratsversicherung einspringen müsste.

Eine Hausratsversicherung besitze ich nicht. Ich bin selbst Eigentümer der Wohnung und laut einem befreundeten Versicherungsvertreter springen mögliche Haftpflichtversicherungen der WEG nur ein, wenn Schäden gegenüber Dritten auftreten. Da ich als Miteigentümer kein Dritter bin, bleibe ich auf dem Schaden sitzen.

Meine Fragen:
- Habe ich gemäß § 823 BGB (oder anderen Gesetzen) einen Rechtsanspruch auf Schadensersatz für entstandene Folgeschäden an meinem Privateigentum
- Was wäre die Bemessungsgrundlage für diese Schäden? Nachdem ich über keine Belege mehr verfüge, würde ich den Wiederbeschaffungswert ansetzen.
- Trete ich gegenüber der WEG als Dritter auf wie oben beschrieben?
- Können die Aufwendungen für diese Beratung bei Haftung der WEG dieser in Rechnung gestellt werden?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworten darf:

Einen Schadensersatzanspruch gegen die WEG werden Sie nur haben, wenn die WEG ein Veschulden an Ihrem Schaden trifft. Der Schaden müsste also fahrlässig oder vorsätzlich verursacht worden sein.

Das wäre dann der Fall, wenn das Ventil des Rohrbelüfters aufgrund unterlassener Wartung durch die WEG bzw. die Verwaltung schadhaft geworden ist. Dann könnten Sie der WEG ggf. vorwerfen, ihrer Instandhaltungspflicht nicht nachgekommen zu sein.

Ist der Schaden aber lediglich aufgrund von Verschleiß eingetreten und ist ein Verschulden der WEG nicht feststellbar, müssen Sie den Schaden selbst tragen - ein Ersatzanspruch besteht dann nicht.

Der Schaden wird sich nach dem Wiederbeschaffungswert abzüglich eines Abzugs "neu für alt" bemessen - der Nachweis über den Wert und das Alter der beschädigten Sachen obliegt Ihnen.

In einem Rechtsstreit würden Sie gegen die WEG streiten müssen.

Eine Anspruchsgrundlage, der WEG die Kosten für diese Beratung zu berechnen, ist nicht ersichtlich.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für eine weitergehende Beratung und Vertretung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie mich dazu über die unten genannte Rufnummer bzw. E-Mail-Adresse.


Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.10.2010 | 15:06

Sehr geehrter Herr Schwartmann,

vielen Dank für die schnelle Antwort.
Da Rohrbelüfter mittlerweile technisch nicht mehr notwendig sind, nehme ich an sie müssen durch die WEG auch nicht mehr gewartet werden.

Hätte die WEG den Rohrbelüfter aber entfernen müssen und den Ausgang verschließen (wie in anderen Wohneinheiten wie ich weiß bereits geschehen) um Schäden wie diesen zu vermeiden. Denn es ist ja davon auszugehen, dass die Ventile irgendwann das zeitliche segnen und damit wie geschehen ein Wasserschaden eintreten kann.

Wenn die WEG Rohrbelüfter entfernt und die Ausgänge verschließt sollte sie es nicht selektiv in einzelnen Wohneinheiten tun, sondern überall. Kann ich so argumentieren um die Haftung der WEG zu begründen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2010 | 15:17

Mir ist nicht bekannt, ob Rohrbelüfter entfernt werden müssen, um solche Schäden zu vermeiden. Sicherlich könnten Sie so argumentieren - aber letztlich wird nur ein Sachverständiger feststellen können, ob die WEG einen Fehler begangen hat.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

Bewertung des Fragestellers 12.10.2010 | 15:25

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen