Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.405
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wasserschaden durch Nachbarkeller


14.11.2007 15:13 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Bauschaden durch Abwasserrückstau

Sehr geehrte, sehr geehrter Ratbietende/r,

Habe im September 2006 mein neugebautes Reihenendhaus bezogen. Das direkt angrenzende Haus war noch nicht fertiggestellt. Bei meinem Nachbarn waren die Abwasserleitungen bereits von außen in den Kelleranschlussraum verlegt worden, der Nachbar hatte jedoch noch keine Innenrauminstallation d. h. das 20 cm Durchmesser Rohr mündete offen in den Nachbarkeller

Am 03.10.2006 kam es dann zu folgendem Ereignis:
Im gesamten Wohngebiet gab es nach starken Regenfällen zu einem erheblichen Rückstau in der Kanalisation, da bei Sanierungsarbeiten ein Arbeiter einen Eimer im Kanalsystem vergessen haben muss, der sich über den Ablauf der Kanalisation stülpte. Durch das Abwasserrohr meines Nachbarn „schoss“ unter enormem Druck Wasser in den Reihenhauskeller des Nachbarn, der dies nicht bemerken konnte, da er ja noch nicht im Hause wohnte. As ich spätabends in den Keller ging, sah ich ca.10 cm hohes Wasser in meinem Keller stehen! Entsetzt rief ich die Feuerwehr. Zuerst befürchtete ich, das Wasser käme durch die Regenfälle / hohes Grundwasser durch die Außenmauer( WU Beton). Die angerückte Feuerwehr suchte die Wassereintrittstelle. Das Wasser sprudelte durch die Trennmauer zum Nachbarn( Kalksandsteinmauer).Die Feuerwehr leuchtete dann in den Keller des Nachbarn, wo bereits über 100 cm Wasser ( Abwasser!!) im Keller stand und weiter kräftig durch die Abwasserleitung hereinschoss!

Der Nachbar hatte gerade erst seinen Vertrag mit dem Bauträger gekündigt (da der Bauträger zahlungsunfähig war und keine Handwerker mehr kamen) und wollte den Bau in Eigenregie fertig stellen. Meiner Meinung nach haftet er dadurch für die Folgeschäden , die mir entstanden:

1. Einsatz der Feuerwehr 280.-€
2. Stromkosten für Trockner ( habe Belege) ca.275 €
3. Trockenleger Firma ca .350€
4. Schäden an den Möbeln und den vielen Umzugskartons, die im Keller standen.

Die Rechnung der Trockenlegungs-Firma (ca.350 €) hat der Nachbar bereits direkt an die Firma beglichen, als der Chef dieser Firma mit meinem Nachbarn geredet hat und ihm die Sachlage erläutert hatte.( Haftung für die durch seinem Eigentum anderen angerichteten Schäden).
Die Feuerwehrrechnung sowie die Stromrechnung-hatte ich dummerweise bereits bezahlt und gab sie im Nov 06 - meinem Nachbarn mit der Bitte um Rückerstattung., auf die aber bis heute nicht reagierte.

Auf die Erstattung der Schäden an Möbeln und Umzugskisteninhalt verzichte ich, möchte aber auf jeden Fall die Feuerwehr- und Stromkosten erstattet bekommen.

Des Nachbarn Wohngebäudeversicherung lehnte die Schadensübernahme ab, da es kein Leitungswasser war.
Auch seine Bauherrenhaftpflicht schrieb mir, es bestünde für diesen Schaden kein Versicherungsschutz, Näheres könnte ich nur vom Versicherten erfahren.
Dort erfuhr ich ,dass die Versicherung nur Schäden übernimmt, wenn ein Dritter den Bau beaufsichtigt/ ausführt und da der Nachbar den Bauträger gekündigt hatte , würde die Versicherung zu keiner Zahlung verpflichtet sein. Dennoch erhielt mein Nachbar 600 €. von dieser Bauherrenhaftpflicht Versicherung, (???).

Habe ich Anspruch auf die 560€ für Strom und Feuerwehrkosten ?
Mit freundlichem Gruß

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,


nach Ihrer Schilderung haben Sie hier einen Ersatzanspruch gegen den Nachbarn.

Denn dieser ist in der Tat als Eigentümer verpflichtet, auch die Folgeschäden zu übernehmen. Wenn Sie nur einen Teil der Schäden geltend machen, ist die Haltung des Nachbarn eigentlich unverständlich.


Fordern Sie den Nachbarn nochmals schriftlich per Einschreiben/Rückschein zur Zahlung mit einer Frist von 14 Tagen auf. Weigert er sich dann immer noch, sollten Sie DANN einen Rechtsanwalt mit der weiteren Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60164 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Toll. vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,0/5,0
Meine Frage wurde ausreichend beantwortet, jedoch finde ich es nicht besonders hilfreich wenn man nur auf Paragraphen verweist, die zur Anwendung kommen, ohne deren Inhalt bzw. deren Auswirkung zu nennen. In meinem Fall hätte ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank an RA Fork! Kurz und präzise auf den Punkt, zügige Rückmeldung - jederzeit gerne wieder! ...
FRAGESTELLER