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Wasserschaden durch Dachgeschoßausbau


13.11.2006 15:58 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

die Sachlage:
Eine selbstgenutzte Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus. Schon beim Kauf wurde im Kaufvertrag auf einen anstehenden Ausbau der Dachgeschoßes hingewiesen. Die Wohnung wurde auf eigene Kosten komplett saniert und wird von uns bewohnt.

Nun sind die Arbeiten zum Abriß des alten Flachdaches und zum Aufbau der neuen Wohnungen angelaufen. Das alte Dach wurde entfernt und der Bereich mit Folien abgedeckt. Es hat am Wochenende geregnet und es muss Wasser durch die Folienabdeckung gelangt sein, das sich seinen Weg zu Küche und Bad gesucht hat und dort speziell aus den Lampenauslässen ausgetreten ist.

In der Küche ist die Decke mit einer Folie abgeklebt sodaß das Wasser nur noch an einer Stelle ausfliessen konnte. Es sind etwas 7-8 qm betroffen. Im Bad war zwar die Decke auf 4-5 qm feucht, das Wasser kam allerdings nur aus dem Lampenauslass, wo wir uns dann mit dem unterstellen von Eimer beholfen haben. Das Wasser hat durch seinen Weg durch Holz und Zwischenschichten im Dachaufbau eine gelbe Farbe bekommen und riecht modrig. Die Sicherungen für die Stromversorgung der Lampen wurde von uns ausgeschaltet.

Nun meine Fragen:
a) Wie ist am besten vorzugehen ? Gibt es Schadenersatzansprüche an den Auftraggeber des Dachgeschoßausbauers ?
b) Wer ersetzt / vergütet besondere Leistungen ? (Wir haben 2 Stunden mit einem Handwerker in der Küche die Plane an die Decke gebracht, Reinigung der Küche, Erhöhter Heiz / Lüftungsaufwand durch feuchte Decken)
c) Wer führt Arbeiten aus, die nicht unmittelbar mit einer Sanierung zu tun haben ? (Wenn die Decke saniert werden muss, wer räumt die Küche aus / ein ggfls. auch kompletter Aus- / Einbau der Küche, Wer reinigt / prüft die Lampenauslässe)
d) Was trifft hier eigentlich von der juristischen Fachrichtung zu ? (WEG Recht, Schadenersatz)

Mit freundlichen Grüssen.
13.11.2006 | 17:47

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Wenn der Ausbau des Daches durch einen Miteigentümer erfolgt ist, so hat dieser die Schäden an Ihrem Sondereigentum zu begleichen. Die Schäden am Miteigentum hat er der Gemeinschaft zu ersetzen.

2. Dabei sind Sie so zu stellen, wie Sie stehen würden, wenn das schädigende Ereignis nicht eingetreten wäre. Darunter fallen die Materialkosten (Folie) sowie die Arbeitszeit von Handwerkern und die Kosten, die Sie hierfür aufwenden müssen.

3. Sie sollten umgehend die Hausverwaltung informieren. Weiter sollten Sie eine Liste aufsetzten, die sämtliche Schäden enthält und die Kosten für deren Beseitigung sowie Ihren eigenen Zeitaufwand. Sollte derzeit noch weiterhin Wasser durch Ihre Decke tropfen, setzen Sie ein Schreiben auf und fordern Behebung der Schäden und Maßnahmen zum Schutz Ihres Eigentums. Sollte der Schaden bereits behoben sein, schicken Sie eine Auflistung aller Schäden an den Gegner mit der Aufforderung um Begleichung und Aufforderung zur Behebung der momentan noch bei Ihnen vorhandenen Schäden binnen einer bestimmten Frist (2-4 Wochen, je nachdem, wie die Schäden gelagert sind). Das Schreiben schicken Sie per Einschreiben/Rückschein oder übergeben es vor Zeugen persönlich. Sollte sich nach Ablauf der Frist der Gegner nicht gemeldet haben, beheben Sie die Schäden auf eigene Kosten und machen den Schaden dann beim Gegner geltend.

Sollte eine Deckensarnierung notwendig werden, müssen die Kosten hierfür vom Gegner getrgen werden. In einem Beweissicherungsverfahren kann festgestellt werden, in welchem Zustand Ihre Wohnung derzeit ist. Das kann sinnvoll sein, wenn weiterhin der GEgener nichts unternimmt und Ihnen dadurch größerer Schaden entsteht.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Weiler Rechtsanwälte
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80331 München

Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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