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Wasserschaden - Stornokosten Urlaub

08.03.2019 12:19 |
Preis: 48,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer


Zusammenfassung: Ein Wasserschaden in der Wohnung und die Folgen. Aufwendungsersatz? Minderung.

In unserem gemieteten Haus ist am Wochenende über ein defektes Sicherheitsventil im Keller viel Wasser ausgetreten und konnte von der Hebepumpe nicht mehr beseitigt werden. Als wir am Rosenmontag Abends aus dem Wochenende kamen fanden wir im Raum mit dem Leck knapp 10 cm Wasser stehen. Über die Bodenplatte war das Wasser auch in den Nachbarraum gedrungen, dort standen rund 2 cm Wasser.

Der Schaden wurde unverzüglich am Montag Abend gemeldet, jedoch sind seitens der Hausverwaltung bis heute keine Bautrockner installiert. Ich musste meinen Urlaub für kommende Woche absagen um mich um das Thema kümmern zu können und sitze nun auf Stornokosten für das gebuchte Renntraining von 590€.

Wer kommt für diese Kosten auf?

Gerne zu Ihren Fragen:

Wer kommt für diese Kosten auf?


Antwort:

Ein defektes Sicherheitsventil im Keller ist ein Mangel der Mietsache, für den der Vermieter (VM) einzustehen hat.

Deshalb können Sie für den Folgeschaden, durch den Ihre Wohnung ganz oder zum teil unbewohnbar ist, ab sofort Mietminderung (=Kürzung der Miete) einbehalten, je nachdem, wie hoch die Wohnqualität beeinträchtigt ist. Das gilt auch für die Zeit der Sanierung und Trockenlegung, die ja durchaus länger sein kann.

Solang die Quote noch unklar ist, können Sie auch die volle Miete „unter Vorbehalt ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" überweisen, damit Sie bei Streit über die Quote nicht in Verzug geraten und einen Kündigungsgrund liefern.

Was die Stornokosten angeht, fällt das unter das Schadensersatzrecht.

Hier ist es von Bedeutung, dass Sie schreiben: „Der Schaden wurde unverzüglich am Montagabend gemeldet, jedoch sind seitens der Hausverwaltung bis heute keine Bautrockner installiert."

Insofern haben Sie den VM korrekterweise in Verzug gesetzt, so dass er wegen Verschuldens grundsätzlich haftet.

Das gilt zunächst für die „Baufreiheit" (= Möbel räumen zwecks Bautrocknung). Dafür haftet der VM, so dass Sie ihm Ihre Eigenleistung als „Aufwendung" dafür in Rechnung stellen können.

Weiter können Sie dem VM auch die Aufwendung für die notwendigen Aufsichtsmaßnahmen bei der Trocknung und Herstellung der „Baufreiheit" in Rechnung stellen, denn Sie müssen nicht hinnehmen, dass die beauftragten Handwerker unbeaufsichtigt in Ihre Wohnung werkeln.

Wichtig ist dabei, dass die Stornierung unvermeidlich war und dies auch gegenüber dem Veranstalter. Denn Sie hätten insoweit eine Schadensminderungspflicht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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