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Wasserschaden: Muss Hausratversicherung auch für Schäden am Laminat aufkommen?


| 18.08.2007 15:51 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Hallo,
wir hatten in der Küche einen Leitungswasserschaden. Das Verbindungsstück zwischen Spülarmatur und der aus der Wand kommenden Leitung war undicht. Da die Undichtigkeit nicht sofort bemerkt wurde, hat das Wasser mindestens 12 Stunden austreten können und sich entsprechend auf dem Laminatboden der Küche veteilt. Als ich den Schaden bemerkte, war der Spülunterschrank am hinteren Ende bereits aufgequollen und auf dem Laminat unterhalb der Küchenzeile stand eine Wasserschicht bis hin zur zur Sockelleiste. Diese hat das Wasser erst einmal aufgehalten, so dass wir im begehbaren Teil der Küche noch kein Wasser sehen konnten. Die Wasserzufuhr ist natürlich sofort unterbunden worden und das Wasser wurde aufgewischt.Das Laminat ist in diesen Bereichen und inzwischen auch im sichtbaren Bereich vor der Sockelleiste nun aber schon an den Fugen aufgequollen, an zwei Stellen ist die oberste Schicht abgeplatzt.

Als ich den Schaden telefonisch bei der Hausratversicherung meldete, hieß es, dass das Laminat Bestandteil des Gebäudes sei und daher nicht ersetzt werden könne. Hierfür sei die Gebäudeversicherung zuständig.
Das Laminat ist schwimmend auf einer Trittschalldämmung verlegt. Darunter befindet sich der Estrich. Sofern zwischen Laminat und Estrich ein anderer Bodenbelag läge, hätte es ersetzt werden können, da es dann ein Zweitbelag wäre (laut Versicherungssachbearbeiter).
Ich bin nicht wirklich überzeugt, dass diese Aussage stimmt. In den Versicherungsbedingungen steht z.B., dass in das Geäude eingefügte Sachen, die ich als Mieter auf eigene Kosten beschafft habe, versichert sind. An anderer Stelle steht weiter, dass die infolge eines Versicherungsfalles notwendigen Kosten für Reparaturen in gemieteten Wohnungen, um Leitungswasserschäden an Bodenbelägen...zu beseitigen versichert sind. Ich habe am Telefon nicht mitgeteilt, dass ich Mieter bin, bin aber auch nicht danach gefragt worden.

Wir wohnen in einem Zweifamilienhaus. Eigentümer ist mein Vater. Wir haben keinen schriftlichen Mietvertrag, zahlen aber monatlich per Überweisung Miete. Wir haben das Laminat selber angeschafft und verlegt, so dass es meiner Meinung nach sehr wohl versichert sein müsste.
Ich wüsste nun gerne, ob die Versicherung mit ihrer Aussage recht hat bzw. wenn nicht, wie ich mich am besten verhalten muss.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt Stellung nehme:

Nach den Hausratversicherungsbedingungen (VHB) sind Gebäudebestandteile, die eine feste Verbindung mit dem Gebäude voraussetzen, nicht versichert (§ 1 Nr. 6 VHB), es sei denn es handelt sich um in das Gebäude eingefügte Sachen, die der Versicherungsnehmer als Mieter oder Wohnungseigentümer auf seine Kosten beschafft oder übernommen hat und für die er nach Vereinbarung mit dem Vermieter bzw. der Wohnungseigentümergemeinschaft das Risiko trägt (§ 1 Nr. 4 VHB).

Ist der Versicherungsnehmer kein Mieter und wurde das dem Versicherungsnehmer gehörende Laminat beispielsweise nicht auf einem Teppich verlegt, sondern auf dem Estrich, dann ist die Hausratversicherung für den durch Leitungswasser verursachten Schaden an dem Laminat nicht eintrittspflichtig. Handelt es sich hingegen um den Schaden eines Mieters, wird die Hausratversicherung trotz der Verbindung des Laminats mit dem Gebäude nach § 1 Nr. 4 VHB ersatzpflichtig sein. Sie sollten Ihrer Hausratversicherung daher Ihre Mietereigenschaft nachweisen, wofür ggf. die Vorlage der monatlichen Überweisungsbelege ausreichen wird, und darüber hinaus einen Rechnungsbeleg bzgl. des Laminats übersenden.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin
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