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Wasserschaden- Mieter verweigert Zutritt. Was tun?

| 14.09.2013 17:06 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Zusammenfassung: Der Vermieter darf eine vermietete Wohnung nur in seltenen Ausnahmefällen ohne Zustimmung des Mieters betreten. In der Regel muss hierfür ein Notfall vorliegen.

2 Zi. Wohnung---sehr grosser Mietrückstand --- Eidesstattliche Versicherung Nov. 2010
schriftliche Kündigung--- Waschmaschiene undicht-- Wasserschaden---Wasser läuft in die
wärmedämmung unter dem Esstrich---Hausverwaltung bestellt Notdienst-- Protokoll wird
gefertigt--- die Wände sind feucht im unteren Bereich--- das Wasser unter dem Esstrich
muß fachgerecht aubgesaugt werden. Wenn nicht, gibt es Schimmelbildung.
Frau S.hat die vereinbarten Besichtigungs Termiene abgesagt und reagiert nicht
auf Tel, oder e Mail.

Mit welchen Maßnahmen kommen wir kurzfristig in die Wohnung und wie erhalten die
Handwerker Zugang , Trockendauer zi. 2-3 Wochen.

G. Ulrich 0172 8901508

Notfall?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Anfrage. Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum dafür gedacht ist, einen ersten Eindruck zu der Rechtslage zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Teilen des Sachverhalts kann es durchaus zu einer anderen rechtlichen Beurteilung kommen.

Grundsätzlich sind Sie leider nicht berechtigt, die Wohnung eigenmächtig zu betreten. Eine Ausnahme gilt nur bei begründeten Notfällen. Der sog. Selbsthilfe dürfen Sie sich nach § 229 BGB nur bedienen, wenn obrigkeitliche Hilfe nicht rechtzeitig zu erlangen ist und ohne sofortiges Eingreifen die Gefahr besteht, dass die Verwirklichung des Anspruchs vereitelt oder wesentlich erschwert werde. Ein Notfall läge z.B. bei einem Wasserrohrbruch oder einem Brand vor. Ob in Ihrem Fall ein Notfall vorliegt, der eine Selbsthilfe rechtfertigt, lässt sich so nicht beurteilen. Es käme darauf an, wieviel Wasser in den Estrich gelaufen ist und ob das Absaugen ohne weitere Schäden noch 1 bis 2 Wochen warten kann. Wenn Sie die Wohnung öffnen und betreten ohne das ein Notfall vorliegt, machen Sie sich unter Umständen eines Hausfriedensbruches strafbar. Sollten Sie die Wohnung ohne Einwilligung Ihrer Mieterin betreten, sollten Sie in jedem Falle einen Zeugen hinzuziehen.

Sollte sich kein echter Notfall begründen lassen, müssten Sie Ihre Mieterin zunächst auf Duldung der Arbeiten in der Wohnung verklagen. Da aber wenigstens Eilbedürtftigkeit gegeben ist, könnten Sie zudem eine einstweilige Verfügung beantragen. Das Gericht wird dann kurzfristig entscheiden.

Zunächst würde ich Ihnen aber raten, Ihrer Vermieterin nachweisbar einen neuen Termin für die Arbeiten zu nennen. Sie sollten Sie in diesem Schreiben daraufhin weisen, dass sie sich schadensersatzpflichtig macht, wenn sie Ihnen den Zutritt zur Wohnung verweigert und sich der Schaden dadurch verschlimmert. Zudem sollten Sie sie darauf hinweisen, dass Sie sonst gezwungen sind, gerichtliche Schritte gegen sie einzuleiten, was natürlich weitere Kosten verursacht. Denn Ihre Mieterin dürfte die Kosten des Verfahrens zu tragen haben.

Sollten Sie der Meinung sein, dass ein Notfall vorliegt, der Sie zum Betreten der Wohnung berechtigt, sollten Sie dies Ihrer Mieterin mitteilen und sie darauf hinweisen, dass Sie die Wohnung öffnen werden, wenn sie zu dem angekündigten Termin nicht da ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Yvonne Bellmann, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 14.09.2013 | 19:47

Danke, habe Verstanden,
Kein Notfall, jedoch Handlungsbedarf, Frau S. behauptet einfach,
es ist nicht ihr Wasser.Entgegen dem Protokoll und der anderen
Zeugenaussagen.Zu Absatz 5, auf die Folgen habe ich bereits
hingewiesen, sie steckt den Kopf in den Sand.
Kann ich die einstweilige Verfügung selber beim Amtsgericht
beantagen (auf Duldung der erforderlichen Arbeiten auf eine
Zeit von zi. 2-3 Wochen)Wer überbring die Verfügung und was passiert wenn sie diese nicht beachtet sondern ignoriert ? was ich vermute. Bekommen die Handwerker einen Schlüssel?
Die Feuchtigkeit sammelt sich in Behältern und muß entsorgt werden.
Ihre Eidesstattliche Erklärung ist aus Nov. 2010. Wann muß eine
Neue beantragt werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.09.2013 | 11:52

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank, dass Sie von der Möglichkeit der Nachfrage Gebrauch machen.

Die Klage auf Duldung der Arbeiten können Sie selbst einreichen, da vor dem Amtsgericht kein Anwaltszwang besteht, ebenso natürlich auch den Antrag auf die einstweilige Verfügung. Beides müssen Sie zusammen einreichen, da für die einstweilige Verfügung auch die Klage in der Hauptsache erforderlich ist.

Die einstweilige Verfügung erhalten Sie dann vom Gericht. Leider können Sie damit wiederum nicht eigenmächtig gegen die Dame vorgehen. Sie müssten dann einen Gerichtsvollzieher mit der Vollstreckung, also der Öffnung der Wohnung zum Zwecke der Durchführung der Arbeiten, beauftragen. Wenn Sie einen Schlüssel benötigen, da Sie die Wohnung mehrfach betreten müssten für die Reparaturarbeiten, sollten Sie das bei Gericht mitbeantragen. Da dies alles nicht unkompliziert ist, würde ich Ihnen raten, einen Anwalt mit der Prüfung und Durchsetzung Ihrer Ansprüche zu beauftragen, auch wenn Sie das Geld hierfür vermutlich nicht zurückbekommen werden.

Die Abgabe der Vermögensauskunft kann nach 2 Jahren erneut beantragt werden. Dies aber nur, wenn wenn ein Gläubiger Tatsachen glaubhaft macht, die auf eine wesentliche Veränderung der Vermögensverhältnisse des Schuldners schließen lassen.

Ich hoffe, dass ich Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten konnte und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Yvonne Bellmann
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 15.09.2013 | 14:59

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 15.09.2013 5/5,0
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