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Wasserschaden Keller - Miet-Einfamilienhaus

26.09.2011 17:18 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Guten Abend,

mein Mann und ich wohnen zur Miete in einem Einfamilienhaus. Dort hat sich in der Nacht von letztem Donnerstag auf Freitag ein Heizungsschaden ergeben. Der Druck wurde so hoch, daß Wasser ausgetreten ist. Ich bin bis vor 3 Jahren selbstverständig mit Ebay-Verkäufen gewesen. Habe noch viele Textilien aus dieser Zeit (Neuware,) ausschließlich für mich, Freunde und Verwandte behalten bzw. - damals auch bei den Händlern dort eingekauft- also keine Handelsware, sondern meine Kleidung, die ich selber tragen wollte. Auch Textilien, die nach meiner Selbständigkeit erworben wurde, leider ohne Rechnungen, aber teilweise mit Preisschildern ausgezeichnet. Habe diese deshalb auch nicht beim Finanzamt angegeben - als eingekaufte Ware. Die Versicherung will dieses aber nicht regulieren. Unterstellt mir, daß es sich um Handelsware handelt. Obwohl es sich teilweise um beispielsweise auf Tanzveranstaltungen getragene Brautkleider usw. handelt. Hierfür gibt es Zeugen. (Bin in der Tanzschule aktiv und habe Vorführungen organisiert - hierfür die Brautkleider - 'Wiener Walzer - Opernball'). Ich habe nun jedes nasse Teil fotografiert und eine Summe X in eine Excel-Tabelle eingegeben.

Nun mein Frage: Muß meine Hausratversicherung den Schaden regulieren? Muß ich nachweisen, daß es sich um mein privates Eigentum handelt und nicht um Handelsware?

Die 'gebrauchten' Klamotten von uns habe ich nicht einmal angegeben. Sonst würde noch viel mehr zusammen kommen. Ebenso nicht mein Spielzeug, Bücher usw.

Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar

mfg + einen schönen Abend

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Um abschließend beurteilen zu können, ob Ihre Hausratversicherung hier eintrittspflichtig ist, muss der Versicherungsschein (Police) geprüft werden. In der Regel ist dies dann der Fall, wenn zum Haushalt gehörende Bekleidungsstücke durch einen Leitungswasserschaden zerstört worden sind. Allerdings müssen Sie im Streitfall beweisen können, dass die Gegenstände auch zum Haushalt gehörten. Dies dürfte der Grund sein, weshalb die Versicherung die Regulierung bisher ablehnt. Sofern Sie aber nachweisen können, dass die Kleidung zum Eigenbedarf bestimmt war, wird hiergegen nichts einzuwenden sein, da auch Kleidung mit Preisschild diesem Zweck dienen kann. In diesem Zusammenhang dürfte es entscheidend auf den Umfang ankommen (bei 10 Kleidern st die Sachlage wohl anders zu beurteilen als z.B. bei 1000).

Ich rate Ihnen, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Detailprüfung und der Vertretung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.09.2011 | 18:02

guten Abend,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Es handelt sich hier auch um Kleidung, die ich für meine Mutter zwischengelagert habe, bei sich im Schrank wenig Platz hat. Da ich u.a. einen ''Schuhtick'' habe, habe ich auch etwa 200 Paar Schuhe, die ich nie getragen habe, im Keller gelagert gehabt. Ebenso auch die Ball- und Abendkleider und sonste Textilien. U.a. für meinen Neffen ''zum Reinwachsen'' usw.

Sind Teile, die übergangsweise eingelagert wurden, ebenfalls mit versichert?

mfg

Nachfrage vom Fragesteller 26.09.2011 | 18:03

guten Abend,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Es handelt sich hier auch um Kleidung, die ich für meine Mutter zwischengelagert habe, bei sich im Schrank wenig Platz hat. Da ich u.a. einen ''Schuhtick'' habe, habe ich auch etwa 200 Paar Schuhe, die ich nie getragen habe, im Keller gelagert gehabt. Ebenso auch die Ball- und Abendkleider und sonste Textilien. U.a. für meinen Neffen ''zum Reinwachsen'' usw.

Sind Teile, die übergangsweise eingelagert wurden, ebenfalls mit versichert?

mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.09.2011 | 15:44

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Um hier eine abschließende Beurteilung vornehmen zu können, muss der Versicherungsschein eingesehen werden können, denn die für Verwandte eingelagerten Gegenstände könnten nicht zu Ihrem Hausrat zählen. Bezüglich der Schuhe gilt das oben Gesagte (Zweckbestimmung).

Sie sollten wie gesagt einen Rechtsanwalt vor Ort aufsuchen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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