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Wasserschaden Keller

07.04.2008 13:02 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Hallo
Meine Frage bezüglich eines Wasserschadens in meinem Keller einer Mietwohnung bezieht sich auf die Haftbarkeit und die Schadenserstzforderungen. Ist die Haftpflichtversicherung des Vermieters oder meine Hausratversicherung für die entstandenen Schäden (Gegenstände durch Wasser beschädigt) zuständig?
Kurze Schilderung des Ablaufs: Vor einem halben Jahr trat durch einen Rohrbruch ein Wasserschaden in meinem Keller auf. Der Rohrbruch wurde sofort provisorisch repariert durch den Haushandwerker, ich wurde allerdings nicht durch den Handwerker oder die Hausverwaltung über den Rohrbruch informiert, erst ein Nachbar machte mich nach 3 Tagen darauf aufmerksam.Nach 2 Wochen brach erneut die provisorische Reparatur und der Keller stand wieder unter Wasser (Zeuge für die erneuten Bruch der Reparaturstelle ein Nachbar,ich habe keinen Sachverständigen dazu gezogen). Meine Hausverwaltung hat mir bereits 100,- Euro Mietminderung angeboten, sich entschuldigt, weigert sich aber andere Schäden zu übernehmen (ein Holzschrank wurde beschädigt und andere Gegenstände, Schadenswert rund 500,- Euro) und behauptet meine Hausratversicherung wäre dafür zuständig. Entsprich dies dem geltenden Recht?

Herzlichen Dank für eine Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Die Gebäudeversicherung des Vermieters wird derartige Schäden tatsächlich nicht übernehmen. Ihre Hausratsversicherung wird - sofern Sie eine solche abgeschlossen haben - den eingetretenen Schaden grundsätzlich abdecken.

Damit ist aber noch nicht die Frage beantwortet, wer den Schaden - unabhängig der Versicherer -aus rechtlicher Sicht zu tragen hat:

Grundsätzlich haftet der Vermieter für Schäden und Aufwendungen bei Mängel der Mietsache, sofern diese bei Vertragschluss vorhanden waren oder später durch einen vom Vermieter zu vertretenden Umstand hinzukamen. Auch Folgeschäden (Möbel, etc.) sind hiervon umfasst.

Geklärt werden muss somit, ob der Mangel, welcher zu dem Rohrbruch geführt hat, bereits vor Vertragsschluss oder erst später vorhanden war. In erstem Fall bedarf es kein Verschuldens des Vermieters. Der Mangel müsste bei Vertragschluss lediglich vorliegen, muss aber noch nicht ersichtlich sein .
In zweitem Fall müsste der Mangel nach Vertragschluss aufgetreten, durch Verschulden des Vermieters und aus dessen Verantwortungsbereich stammen.

Diese Frage kann eventuell durch Befragen der Handwerker geklärt werden. Sofern es keine Anhaltspunkte gibt, dass der Mangel erst später entstanden ist , muss man davon ausgehen, dass dieser unter Umständen bereits bei Vertragschluss vorlag.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


Florian Günthner
Rechtsanwalt

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