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Wasserschaden Holzdecke


12.06.2007 19:10 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Durch wiederholten Wassereinbruch in einen unter unserer Terrasse liegenden Wohnraum (wir wohnen auf zwei Etagen), welcher mit einer Holzdecke versehen ist, ist der Vermieter bereit, lediglich die Ursache durch einen Dachdeckerbetrieb beseitigen zu lassen. Die Beseitigung der Folgeschäden (feuchte Wand mit Schimmelbefall sowie vermutlich ebenso Schimmelbefall der gesamten Holzdecke) soll uns auferlegt werden.

Vor Jahren wurde mit dem Vermieter darüber gesprochen, ob wir (Genehmigung) im Rahmen einer Renovierung auf unsere Kosten diese Holzdecke entfernen dürfen. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Probleme mit dem Eindringen von Wasser (verursacht durch die marode Terrassentür im darüberliegenden Raum). Aktuell haben wir nicht vor, eine Renovierung aller mit dem in Rede stehenden Raum verbunden vorzunehmen. Ca. nach 2 Jahren (also erst in 2005) wurde die überalterte Terrassentür ausgetauscht.

Da die Holzdecke recht massiv ist und dazu in der Mitte der Decke einen Versatz hat, konnte von uns immer kein sichtbarer Schaden entdeckt werden. Eine Demontage der Holzdecke mit Beseitigung der darrunterliegend entstandenen Schäden auf unsere Kosten kam für uns nicht mehr in Frage. Auch eine Überprüfung eines Befalls der Holzdecke seinerzeit hätte die Demontage sprich Zerstörung zur Folge gehabt.

Nach Austausch der Terrassentür in 2005 trat bis zum aktuellen Zeitpunkt kein Wasser mehr an der Stelle durch die Holzdecke.

Im gleichen Wohnraum trat das Wasser nun durch die an der Decke anliegende Wand ein. Der Wohnraum riecht wie ein muffiges Kellerloch, obwohl der erneute eingetretene Wasserfleck „nur“ etwa die Größe von 60x60 cm hat.

Daher unsere Vermutung, dass der damalige Wasserschaden die Holzdecke mittlerweile einen riesigen (für uns nicht sichtbaren) Pilzbefall hat und auch noch dazu den Weg über die angrenzende Wand (für uns sichtbar) gesucht hat.

Das Angebot vom Vermieter, diesen Schaden mit der Bereitstellung eines Eimer Farbe zum überstreichen der feuchten schimmerbefallenen Wand an. Zusätzlich würde auch noch eine Rolle Rauhfasertapete drin sein, um die zwei befallenen Bahnen auszutauschen.

Unsere Fragen hierzu:

1. Muss die Holzdecke entfernt werden (Gesundheitsgefährdung)?
2. Wer trägt die Kosten für die Wiederherstellung?
3. Wie umfangreich ist eine angemessene, fachgerechte Wiederherstellung?
4. Was verbirgt sich hinter der Begrifflichkeit „der Vermieter hat den vertragsgemäßen Zustand wiederherzustellen“?
5. Sollte der Vermieter die Wiederherstellungskosten tragen müssen, so würde es uns freuen, wenn uns hierzu ein Anschreiben (Kerninhalte) formuliert werden könnte, das entsprechende Hinweise auf Gesetzestexte beinhaltet?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Fragen möchte ich zusammenfassend wie folgt beantworten:

Sofern der Schimmelpilzbefall der Holzdecke nicht separat entfernt werden kann, und die Holzdecke selbst so marode ist, daß eine Sanierung nicht möglich ist, muß der Vermieter sie selbstverständlich entfernen und ersetzen. Denn Sie haben einen Anspruch darauf, eine schimmelfreie Holzdecke in der Wohnung zu haben - so haben Sie, dies unterstelle ich, die Wohnung schließlich auch angemietet.

Die Kosten der Wiederherstellung gehen zu Lasten des Vermieters, es sei denn, der Mangel (= Feuchtigkeitseintritt) ist von Ihnen zu verantworten. Andernfalls haftet der Vermieter alleine für den vertragsgemäßen Zustand der Räume. Als vertragsgemäß ist der (mangelfreie) Zustand anzusehen, der bei Vertragsbeginn beiden Parteien bekannt gewesen ist.

Die Mängelbeseitigung muß also nicht darüber hinausgehen: Waren bei Vertragsschluss einzelne Mängel bekannt und akzeptiert, gehören diese zum vertragsgemäßen Zustand und müssen nicht beseitigt werden.

Zur Wiederherstellung dürften also die Beseitigung der Feuchtigkeit und des Schimmels, die Trockenlegung der befallenen Wände/Böden/Decken und die anschließenden Schönheitsreparaturen gehören.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß die konkrete Formulierung eines Anschreibens im Rahmen dieses Forums nicht gewährleistet werden kann, insbesondere nicht zu dem von Ihnen ausgelobten Preis. Ich bin aber gerne bereit, Ihnen ein Anschreiben an Ihren Vermieter zu erstellen - in diesem Falle rufen Sie mich doch bitte morgen einmal zur Besprechung der Modalitäten an.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen und die weitere Vertretung selbstverständlich gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




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Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395
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