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Wasserschaden Hausratsversicherung - Mehrkosten Sanierungsfirma

| 29.11.2012 20:05 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi


Sehr geehrte Damen und Herren,

in der von mir gemieteten Wohnung ist durch eine Verstopfung in der Hauptleitung ein Wasserschaden entstanden.
Durch diesen wurde die komplette Einbauküche (von mir eingebaut) und der der Teppichboden (auch durch mich verlegt) im angrenzenden Flur und dem Esszimmer zerstört.
Die Trocknung wurde durch die Hausverwaltung übernommen. Zur Schadensermittlung wurde mir durch meine Hausratsversicherung ein Sachverständiger geschickt. Dieser hat den Schaden aufgenommen und die Regulierung wurde wie folgt vereinbart:

-Küche wird durch uns besorgt - Einreichung Kostenvoranschlag an die Versicherung - Genehmigung und Abrechnung nach Einbau problemlos gelaufen


Nun die Problematik:
Die Firma für die Sanierung des Schadens an den Teppichböden - Entfernung und Neuverlegung - wurde durch den Sachverständigen geschickt.
Diese hat ein Angebot erstellt und an den Sachverständigen übermittelt.
Auftrag wurde durch die Firma erledigt und von uns wurde legentlich eine Abtretungserklärung unterschrieben.
"Meine unsere Ansprüche gegen den o. g. Versicherer treten wir in Höhe der Forderungen an die .....GmbH ab und weisen den Versicherer an Zahlungen ausschließlich an die... zu leisten. Die Abtretung erfolgt erfüllungshalber und enthebt mich der Pflicht die Sanierungskosten vorzulegen. Soweit der Versicherer die Leistung verweigert bleiben wir zahlungspflichtig. Vorraussetzung der Wirksamkeit der Abtretung ist bestehender Versicherungsschutz."

Nun scheint sich die Firma verkalkuliert zu haben und fordert die Mehrkosten die die Versicherung nicht trägt von uns. Dieses haben wir gegenüber der Firma schon mehrfach zurückgewiesen da wir uns nicht als Auftraggeber fühlen.

Das es eine Abweichung zwischen Angebot und Rechnung gibt haben wir durch den Sachverständigen erfahren der uns das Angebot und die Rechnung gestern zukommen ließ. In beiden Dokumenten stehen allerdings wir im Briefkopf?

Nun hat der Sachverständige gestern folgenden Brief aufgesetzt und möchte das wir diesen an die Firma übermitteln:

"Sehr geehrter Herr ....,

Bezug nehmend auf Ihre gestellte Rechnung hinsichtlich der Mehrkosten des bestellten Teppichbodens, möchte ich wie folgt Stellung nehmen und weise die Nachforderungen zurück.

In Anlehnung zu Ihrem Angebot vom 18.04.2012 haben Sie in Abstimmung der Versicherung den Auftrag zur Sanierung und Wiederherstellung meines entstandenen Hausratschadens nach ausgetretenem Schutzwasser erhalten.

Die von Ihnen im oben genannten Angebot dargelegten und uns übermittelten Einheits-preise sind somit für uns Vertragsbestandteil gewesen.

Aus diesem Grund weisen wir die von Ihnen gestellten Nachforderungen bzw. Mehrkosten zurück und verweisen auf die Ihnen wohl bekannte VOB/B § 2, Nr. 6, Abs. 1, sowie Nr. 8, Abs. 1 und 2, dass Mehrkosten vor Beginn der Arbeiten durch den Auftragnehmer an den Auftraggeber anzuzeigen sind.

Mehrkosten, welche durch den Auftraggeber vor Beginn der Arbeiten nicht angekündigt wurden, werden nicht akzeptiert.

Anmerken möchte ich hier noch, dass Sie bei der Erstbesichtigung, welche vor Aufstellung Ihres Angebotes durchgeführt wurde, von mir ein Musterstück des Teppichbodens der Fa. .... zur Preisfindung und Wiederbeschaffung erhalten haben.

Aus oben genanntem Grund erhalten Sie somit zu meiner Entlastung Ihre Rechnung zurück."



1)Warum sollen wir die Übermittlung übernehmen ist das nicht ein Problem des Sachverständigem der Versicherung?


2)Wie reagieren wir jetzt richtig?



Für die Beantwortung meiner Fragen schon einmal herzlichen Dank.



Mit freundliche Grüssen.






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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung gern wie folgt beantworte:

Auch wenn die Versicherung die Firma ausgewählt hat, bleiben Sie Auftraggeber. Die Versicherung hat insoweit nur stellvertretend für Sie gehandelt. Dass Sie Auftraggeber sind, ergibt sich z. B. auch aus der Abtretungserklärung, die Sie unterschrieben haben. Daher besteht zwischen und und der Firma der Vertrag und Sie sind insoweit auch für die Klärung und ggf. zur Zahlung der Mehrkosten verpflichtet. Aus der Abtretungserklärung ergibt sich ausdrücklich, dass Sie die Rechnung, wenn diese nicht von der Versicherung übernommen wird, bezahlen müssen. Das beinhaltet ggf. auch Mehrkosten, soweit diese tatsächlich angefallen und begründet sind.

Betreffend den Brief, den der Sachverständige für Sie gefertigt hat, gehe ich davon aus, dass er Ihnen helfen wollte, die Mehrkosten gegenüber der Firma zurückzuweisen. Ein Auftragsverhältnis zwischen dem Sachverständigen und der Firma besteht nicht. Wenn das Schreiben in Ihrem Namen verfasst wurde, wäre es daher korrekt, wenn Sie das Schreiben auch an den Sachverständigen weiterleiten. Wenn der Brief im Namen des Sachverständigen geschrieben wurde, wäre es dagegen möglich, dass er das Schreiben auch direkt an die Firma schickt, zumal zwischen den beiden wohl auch schon früher direkt korrespondiert wurde.

Es schadet allerdings auch nicht, wenn Sie das Schreiben des Sachverständigen an die Firma weiterleiten, da Sie der Auftraggeber sind und damit das Recht haben, sich gegen unberechtigte Forderungen zur Wehr zu setzen.

Darüber hinaus sollten Sie mit der Versicherung klären, warum die Mehrkosten nicht übernommen werden. Sie sollten sich die Gründe darlegen lassen. Ferner sollten Sie den Kostenvoranschlag sowie die Rechnung der Firma zur Kenntnisnahme zusenden lassen. Erst wenn Sie wissen, warum genau die Mehrkosten nicht übernommen wurden, lässt sich auch prüfen, ob die Kostenablehnung zu Recht erfolgte.

Die Argumentation des Sachverständigen scheint auf den ersten Blick recht sinnvoll. Allerdings sollten Sie trotzdem Ihr Vorgehen mit Ihrer Versicherung in Einklang bringen und sich auch vor diesem Hintergrund wegen der Mehrkosten unbedingt mit Ihrer Versicherung in Verbindung setzen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierungshilfe geben.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 29.11.2012 | 20:56

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort:

Die Mehrkosten sind durch eine Abweichung zwischen Angebotspreis (17euro/qm- Gesamt - 900euro) und Rechnungspreis (29euro/qm - Gesamt 1500euro) entstanden.

Sowohl Angebot wie auch Rechnung habe ich erst nach Behebung des Schadens gesehen.

Gruss

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.11.2012 | 21:02

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nachfrage.

Wenn die Firma einen falschen Qm-Preis im Angebot angegeben hat, sind die Mehrkosten tatsächlich unberechtigt. Die Nachforderung der Mehrkosten können Sie daher tatsächlich mit den Argumenten, die der Sachverständige formuliert hat, zurückweisen.

Weder Sie noch die Versicherung müssen dafür einstehen, dass sich die Firma derart "verrechnet" hat.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 29.11.2012 | 21:27

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