Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wasserschaden - Haftung der Versicherung oder Privathaftung?

| 10.05.2010 21:26 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


09:29

Sehr geehrter Anwalt, sehr geehrte Anwältin,

als neue Eigentümer eines Altbau-Reihenhauses (über 200 Jahre alt) stellten wir eine über mehrere Stockwerke völlig durchnässte Wand fest. Ein Gutachten ergab, dass der Feuchtigkeitseintritt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit durch ein verstopftes Wasser-Fallrohr im Nachbarhaus und/oder einen unzureichend abgedichtete Dachrinne (Übergang Dachrinne/Fallrohr) erfolgte. Das Fallrohr läuft in der Zwischenwand zum Nachbarn auf seiner Seite. Die Verstopfung wurde vom Nachbarn behoben, eine Kamerauntersuchung stellte allerdings kein offensichtliches Leck fest. Der Übergang Dachrinne/Fallrohr wurde vor 1-2 Jahren schon einmal provisorisch, aber nicht erneut bzw. vom Fachmann abgedichtet.

Wir möchten gerne alles unternehmen, damit die Ursache zweifelsfrei gefunden und die Wand fachgerecht saniert wird. Da die Wand über 3 Etagen nass ist (GANN-Prüfung ca. 120-140 digits), wird es vermutlich langwierig und teuer werden. Gerne würden wir eine einvernehmliche Lösung finden, brauchen aber Auskunft über unsere rechtlichen Möglichkeiten.

Deshalb meine beiden Fragen:

a) Können wir Ansprüche gegen den Schadensverursacher geltend machen oder kann sich seine Eigentümer-Haftpflicht auf höhere Gewalt berufen, obwohl eine frühere provisorische (erfolglose) Abdichtung stattfand und das Thema Feuchtigkeit schon seit mehreren Jahren unseren Vorbesitzern und dem Nachbarn bekannt ist (Unterlassung)?

b) Müssten wir es hinnehmen, wenn der Nachbar "gar nichts tut" und diese tragende Wand nach und nach durch Feuchtigkeit zerstört wird oder schimmelt?

Im Voraus herzlichen Dank!





10.05.2010 | 21:57

Antwort

von


(1425)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
Tel: 0176/61732353
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

a) Können wir Ansprüche gegen den Schadensverursacher geltend machen oder kann sich seine Eigentümer-Haftpflicht auf höhere Gewalt berufen, obwohl eine frühere provisorische (erfolglose) Abdichtung stattfand und das Thema Feuchtigkeit schon seit mehreren Jahren unseren Vorbesitzern und dem Nachbarn bekannt ist (Unterlassung)?

Eine höhere Gewalt liegt hier nicht vor. Höhere Gewalt ist ein schadensverursachendes Ereignis, welches von außen einwirkt und gerade nicht aus der Natur der Sache, hier der Immobilie, selbst entsteht. Höhere Gewalt sind unabwendbare Ereignisse wie z. B. Naturkatastrophen jeder Art, insbesondere Unwetter, Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkanausbrüche, aber auch Brand, Verkehrsunfälle, Geiselnahmen, Krieg, Unruhe, Bürgerkrieg, Revolution, Terrorismus, Sabotage, Streiks, sofern diese bei einem Dritten stattfinden.

Insoweit ist aus meiner Sicht ein Anspruch gegen den Schadensverursacher gegeben, wobei der konkrete Schaden dann noch nachweisbar zu ermitteln wäre.

b) Müssten wir es hinnehmen, wenn der Nachbar "gar nichts tut" und diese tragende Wand nach und nach durch Feuchtigkeit zerstört wird oder schimmelt?

Sicherlich müssen Sie dies nicht akzeptieren. Drohen Schäden an Ihrer Wand und sind diese konkret eingetreten haben Sie einen Schadensersatzanspruch bzw. können die Kosten der Schadensbeseitigung bei dem Nachbarn einfordern, müssen diesen nur gerichtfest dokumentieren. Hierbei ist eine zeitnahe Schadenfeststellung sicherlich geboten, um weitere Schäden zu verhindern. Daher wäre ein Beweissicherungsverfahren zu prüfen, damit der Schadensverursacher und die Höhe des Schadens festgestellt werden.

Ich hoffe ich konnten Ihnen einen hilfreichen Überblick verschaffen.

Mit besten Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Rückfrage vom Fragesteller 10.05.2010 | 22:36

Sehr geehrter Herr Schröter,

herzlichen Dank für Ihre schnelle Auskunft. Wir werden einen vereidigten Gutachter damit beauftragen, ein Beweissicherungsverfahren einzuleiten. Eine Frage bleibt: Wenn die Haftpflichtversicherung des Nachbarn nicht für den Schaden einsteht, habe ich dann noch "privatrechtliche " Ansprüche (also außerhalb der Versicherung) gegen den Nachbarn?

Freundliche Grüße und nochmals vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.05.2010 | 09:29

Sehr geehrter Ratsuchender,

sicherlich können Sie einen Schadensersatzanspruch gegen den Verursacher geltend machen, sollte die Haftpflichtversicherung aus welchen Gründen auch immer sich weigern den Schaden zu regulieren. Im weiteren sollten Sie mit der Versicherung abtsimmen, ob diese im Falle, dass Ihr nachbar Schadensverursacher ist auch die Gutachterkosten übernimmt, da diese nicht zwangsläufig von einem Schadensersatzanspruch abgedeckt sind.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 11.05.2010 | 09:52

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Schneller Rat, der eine erste Orientierung gibt. Danke.

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.05.2010
4,2/5,0

Schneller Rat, der eine erste Orientierung gibt. Danke.


ANTWORT VON

(1425)

Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
Tel: 0176/61732353
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Wirtschaftsrecht, Vertragsrecht, Kreditrecht