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Wasserschaden - Erstattung entstandener Kosten

9. Oktober 2008 18:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


13:21

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgende Fragen zu mir entstandenen Kosten aufgrund eines Wasserschadens in meiner Mietwohnung.

Der Schaden ist im Januar 08 durch einen Obermieter entstanden. Meine Wohnung (38qm, 1 Zimmer) war daraufhin fuer 3 Wochen zu 100% unbewohnbar geworden, da Trockengeraete im Flur und Zimmer standen. Mietminderung und Hotelunterbringung fuer 2 Wochen (ohne Fruehstueck) sind von der Gebauedeversicherung, Reinigungskosten von meiner Hausratsversicherung uebernommen worden. In der dritten Woche der Unbewohnbarkeit war ich privat untergebracht.

Ich habe meinem Vermieter erhoehte Verpflegungskosten (15 Euro/Tag) fuer die gesamten 3 Wochen und erhoehte Kosten fuer die Unterbringung in der dritten Woche (20Euro/Tag)pauschal in Rechnung gestellt und von den folgenden Mieten abgezogen.
Der Vermieter akzeptiert diese Kosten (insg. 470 Euro) nicht und fordert mich wiederholt auf, diesen Betrag selbst zu tragen und ihm zu ueberweisen.

Frage 1: Bin ich dazu verpflichtet?
Frage 2: Sind diese von mir angesetzten Kosten angemessen?
Frage 3: Wie soll ich auf die Zahlungsaufforderung reagieren?

Bitte geben Sie ggf. Referenzurteile mit an.
Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen!

9. Oktober 2008 | 18:55

Antwort

von


(460)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen und unter Berücksichtigung des von Ihnen gewählten Einsatzes in der gebotenen Kürze wie folgt beantworte.

1.) Nein, der Vermieter hat die Kosten zu tragen. Sie können diese als Schadenersatz gem. § 536 I i. V. m. §§280 I, 241 II BGB ihm gegenüber geltend machen.
Sie können hier die tatsächlich entstandenen Kosten geltend machen, müssen jedoch die Höhe der Kosten im Zweifel beweisen können.

2.) Sofern es sich hier um die tatsächlichen Kosten handelt, die beweisbar sind, sind diese auch angemessen.

3.) Sie sollten hier die Zahlungsaufforderung des Vermieters zurückweisen und statt dessen auf Ihren Schadenersatzanspruch i. V. m. dem Mietvertrag verweisen.

Ich hoffe, Ihre Fragen beantwortet zu haben.
Gerne stehe ich Ihnen für die weitere Interessenvertretung zur Verfügung.

Bitte beachten Sie, dass die Beantwortung der Frage auf Ihren Angaben beruht. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann sich die rechtliche Bewertung ändern. Dieses Forum ist nicht geeignet, eine umfassende Beratung durch einen Rechtsanwalt zu ersetzen, sondern soll nur eine erste juristische Tendenz aufzeigen. Bei Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion auf dieser Seite. Sollten Sie eine Interessenvertretung aus dem Bereich von frag-einen-Anwalt.de heraus wünschen, so kontaktieren Sie mich bitte unter der angegebenen e-mail-Adresse.

Gerne bin ich Ihnen im Rahmen der Mandatserteilung behilflich.

Mit freundlichem Gruß,
Rechtsanwältin Wibke Schöpper.

E-Mail: kanzlei-schoepper@alice-dsl.net


Rechtsanwältin Wibke Türk

Rückfrage vom Fragesteller 9. Oktober 2008 | 19:54

Sehr geehrte Frau Schöpper,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich habe folgende Nachfragen:

Belege habe ich für die entstandenen Kosten nicht gesammelt.
Um den Schaden/die Kosten gering zu halten, habe ich in der dritten Woche nicht mehr im Hotel gewohnt und auch auf Restaurantbesuche etc. verzichtet. Supermarktbelege, Einzelfahrkarten, Tankquittungen und ähnliches habe ich nicht aufgehoben.

Wie verhält es sich dann mit dem Schadenersatz?
Gibt es Standardtagessätze, die nicht belegt werden müssen?

Vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12. Oktober 2008 | 13:19

Sehr geehrter Ratsuchender!

Was die Privatunterbringung anbelangt, so sollten Sie hier auf Zahlung der 20,- €/ Tag bestehen, gegebenenfalls eine Rechnung des privaten Vermieters vorlegen. Sie könnten dem Vermieter der unbewohnbaren Wohnung hier darlegen, dass Sie den Schaden dadurch gemindert haben, dass Sie keine zusätzlichen, evtl. höheren Hotelkosten verursacht haben.

Was die Verpflegungskosten anbelangt, so können tatsächlich nur die erhöhten Kosten hier überhaupt geltend gemacht werden, also nur diejenigen Kosten, die bei normaler Nutzungsmöglichkeit der Wohnung nicht entstanden wären.

Haben Sie keine Quittungen mehr, so dürfte die Zahlung an der mangelnden Beweisbarkeit der Forderung scheitern. Eine pauschale Schadenersatzhöhe ist hier nicht vorgesehen.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben.

Mit freundlichem Gruß,

Rechtsanwältin Wibke Schöpper

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12. Oktober 2008 | 13:21

Sehr geehrter Ratsuchender!

Was die Privatunterbringung anbelangt, so sollten Sie hier auf Zahlung der 20,- €/ Tag bestehen, gegebenenfalls eine Rechnung des privaten Vermieters vorlegen. Sie könnten dem Vermieter der unbewohnbaren Wohnung hier darlegen, dass Sie den Schaden dadurch gemindert haben, dass Sie keine zusätzlichen, evtl. höheren Hotelkosten verursacht haben.

Was die Verpflegungskosten anbelangt, so können tatsächlich nur die erhöhten Kosten hier überhaupt geltend gemacht werden, also nur diejenigen Kosten, die bei normaler Nutzungsmöglichkeit der Wohnung nicht entstanden wären.

Haben Sie keine Quittungen mehr, so dürfte die Zahlung an der mangelnden Beweisbarkeit der Forderung scheitern. Eine pauschale Schadenersatzhöhe ist hier nicht vorgesehen.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben.

Mit freundlichem Gruß,

Rechtsanwältin Wibke Schöpper

ANTWORT VON

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22851 Norderstedt
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