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Wasserschaden - Einfamilienhaus zur Miete - Höhe der ungefähren Mietminderung

| 11.08.2014 20:40 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Guten Tag,

durch einen Haar-Riss in einem Ventil haben wir nach unserem Urlaub im Juli einen Wasserschaden festgestellt. Die Tapeten lösten sich, das Laminat war aufgequollen, Schimmel war an den Wänden. Am 6. Juli haben wir es dem Vermieter gemeldet.

Frage: Wie lange kann man welche Mietminderung ansetzen? Beispiele von 80-100% habe ich derzeit nur für Mietwohnungen gesehen. Wir würden gern eine Einschätzung haben für unsere Wohnverhältnisse im EFH. Auch für die verschiedenen Zeiträume (mit/ohne Tocknungsmaschinen, ab Meldung, bis zum heutigen Tag).


Mietobjekt: 2-geschosssiges Einfamilienhaus, freistehend, zur Miete, ohne Keller.
Schadensorte: EG: Laminat ist derzeit zur Hälfte entfernt in Wohnzimmer und Essbereich, Tapetenablösungen in Wohnzimmer, Esszimmer, Küche, Flur und Abstellraum, jeweils zwischen 50-100 cm ab Boden, inkl. Schimmelbeginn.
Ab 14.7. bis 4.8. war eine Tocknungsmaschine im Gäste-WC, ein Raumentfeuchter im Wohnzimmer/Essbereich und ein Ventilator. Geräuschpegel im Wohnzimmer: 59 db. Im Schlafzimmer zur Nacht war kaum etwas hörbar.

Alle Möbel sind und waren zur Seite gerückt und von den Wänden in den Raum abgestellt, Türen im Innenbereich ausgehängt, durchs Erdgeschoss liefen 2 Schlauchbahnen, mit denen warme Luft in den Boden geblasen wurde. Mehrere Fliesen sind dazu mit runden Löchern versehen. Das Gäste-Wc war nicht nutbar die Fensterscheibe wurde entfernt und durch eine Holzplatte ersetzt.

Am 4.8. wurden alle Lüfter entfernt. Am 7.8. wurde gemalert.
Derzeit ist der Fliesenfleger noch überfällig und das Laminat ist zur Hälfte raus, wird aber ganz entfernt.

Im Obergeschoss hätten wir noch Schlafzimmer, Umkleidezimmer, Bad und Büro als Rückzugsorte. Im Grunde war das Erdgeschoss kaum bis gar nicht regulär nutzbar.

Vielen Dank für Ihre Einschätzung.

MfG


Einsatz editiert am 11.08.2014 22:04:57

Sehr geehrter Ratsuchender,


gemindert werden kann ab der Zeit nach der Rückkehr aus dem Urlaub, da erst ab diesem Moment die Nutzung beeinträchtigt gewesen ist.

Die Minderung ist von der Brutto(Warm)miete zu errechnen.

In der Zeit vom 14.07. bis 04.08 (Trocknungsgerät) dürfte der Minderungsbetrag aufgrund der Gräuschentwicklung bei 75%, danach bei mindestens 33% liegen (AG Schöneberg, Urt.v. 10.04.2008, Az.: 109 C 256/07).

Hierbei handelt es sich aber nur um Richtwerte, da insbesondere der Schimmelbeginn zu erheblichen Gesundheitsgefahren und damit auch zu einem höheren Minderungsbetrag führen kann. Dabei wird man die tatsächliche Nutzbarkeit auch im Verhältnis zur Gesamtnutzbarkeit sehen müssen.

Aufgrund der fehlenden Bodenbeläge können Sie diese Räume auch derzeit kaum nutzen, so dass es bei einer Minderung verbleiben wird.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 11.08.2014 | 22:52

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