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Wasserhahn - Gemeinschaftswaschkeller - Gemeinschaftseigentum/Sondereigentum

| 25.04.2016 16:17 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.


Im vergangenen Jahr wurde ein Wasserhahnin der Gemeinschaftswaschküche einer Wohnanlage mit 10 Einheiten undicht.
Ich schrieb die Hausverwaltung an: "Sehr geehrter Herr XY,
wie mir meine neue Mieterin vor einer halben Stunde mitteilte, kann sie ihre Waschmaschine im gemeinschaftlichen Waschkeller nicht nutzen, da der Wasserhahn undicht ist.
Wenn ich es recht sehe, verhält es sich wie folgt: Die Waschküche ist relativ eindeutig Gemeinschaftseigentum. Die Zuweisung eines Waschmaschinenstellplatzes ist die Nutzung dieses Gemeinschaftseigentums bzw. Gemeinschaftswaschküche sind Anlagen des gemeinschaftlichen Gebrauchs ebenso wie Versorgungs- und Entsorgungsleitungen.
Insofern würde die Reparatur des Wasserhahns in Ihrer Verantwortung liegen. Ich bitte um Reparatur des Wasserhahns bis zum 19.06.2015. Sollten Sie grundsätzlich anderer Meinung sein, teilen Sie mir dies bitte umgehend mit, damit ich dafür sorgen kann, dass meine Mieterin ihre Waschmaschine baldmöglichst nutzen kann."
Eine Antwort bekam ich nicht, lediglich ca. eine Woche später die Mitteilung, dass der Wasserhahn repariert sei und mir in Rechnung gerstellt werden würde, da es sich um Sondereigentum handle. Jetzt wurde mir im Rahmen der Jahresrechnung der Wasserhahn mit 150 € belastet. In der Teilungserklärung ist weiter nichts geregelt.
M. E. habe ich zum einen sehr deutlich erklärt, dass ich mich selbst kümmern will, wenn es sich um Sondereigentum handelt, ich aber auch der Meinung bin, dass es sich um Gemeinschaftseigentum handelt.
Muss ich die 150 € bezahlen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sofern sich aus der Teilungserklärung nichts gegenteiliges ergibt, sind die Armaturen im der Waschküche dem Gemeinschaftseigentum zuzuordnen.

Somit hat die Hausgemeinschaft den Austausch bzw. die Reparatur des defekten Wasserhahnens zu tragen.

Darüber hinaus wäre das Verhalten des Verwalters - wie von Ihnen bereits angedacht - ohnehin wiedersprüchlich. Entweder es ist Sondereigentum, dann müssten Sie sich selber um eine Reparatur kümmern, oder es ist Gemeinschaftseigentum, dann fällt es die Zuständigkeit des Verwalters. Im Falle des letzteren kann er Ihnen aber sodann nicht die Reparatur in Rechnung stellen.

Die angeforderte Zahlung kann von Ihnen verweigert werden. Dies sollten Sie dem Hausverwalter mitteilen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Trotz der kurzen Ausführungen wäre ich - sofern Sie mit der Beantwortung zufrieden waren - über eine 5-Sterne-Bewertung dankbar.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 25.04.2016 | 18:04

Von wem muss ich den Rechnungsbetrag zurückfordern? Von der Hausverwaltung oder der WEG?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.04.2016 | 06:17

Sehr geehrte Fragenstellerin,

das kommt darauf an, wer von Ihnen den Betrag eingefordert bzw. wer Ihnen die Rechnung gestellt hat (ggf. gibt die Kontobezeichnung einen Hinweis).

Normalerweise ist es jedoch die WEG, da der Verwalter für die WEG handelt und auch Zahlungen auf deren Konto vereinnahmt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 25.04.2016 | 17:48

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FRAGESTELLER 25.04.2016 5/5,0