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Wasser und feuchte Wände im Keller (Reihenhaus)


30.01.2007 23:24 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrter Damen und Herren,

seit ca. 3 Monaten bewohnen wir ein im letzten Jahr saniertes Reihenhaus inklusive Keller. Nach unserer Einschätzung ist der Keller nicht saniert, sondern nur gestrichen worden.

Nun stellen wir seit Mitte Januar Wasser in all unseren Kellerräumen fest. Dies haben wir sofort dem Vermieter mit der Bitte um kurzfristige Beseitigung und Ankündigung der Mietminderung angezeigt. Er hat Handwerker, die damals das Haus saniert haben, zur Begutachtung vorbeigeschickt. Die Ursache wurde jedoch nicht beseitigt.
Nach Aussage der Handwerker handelt es sich um Grundwasser, welches sich an vielen unterschiedlichen Stellen durch Kellerboden und Wände drückt und deutliche Pfützen und feuchte Wände verursacht.

Viele Gegenstände, die wir im Keller hatten, stehen jetzt in der Wohnung bzw. sind bei unseren Bekannten untergebracht. Daneben befindet sich der Waschmaschinenanschluss an der Stelle im Keller, wo sich Wasser schnell ansammelt, so das wir die Waschmaschine nicht mehr nutzen können und auch keine Ausweichmöglichkeiten im Haus haben.

Im Mietvertrag ist formuliert: „Den Mietern werden die Räume als Wohnräume vermietet. Die Wohn-/Nutzfläche beträgt ca. 137 m²“.
Nach unsere Einschätzung beträgt davon die Fläche des Kellers ca. 45 m².


Nun unsere Frage:
Um wie viel und ab wann können wir angemessen die Miete kürzen? Müssen wir dem Vermieter einen genauen Termin zur Mängelbeseitigung setzen ( wir haben im damaligen Schreiben nur um „kurzfristige“ Beseitigung“ gebeten), bevor wir die Miete mindern können?

Unsere Ziel ist und bleibt jedoch, dass wir den Keller wieder uneingeschränkt nutzen möchten. Was können wir machen, wenn der Vermieter nichts weiteres unternimmt?

Vielen Dank.
Sehr geehrte Ratsuchenden,


nach Ihren Angaben steht Ihnen ein Mietminderungsanspruch zu, und zwar von dem Zeitpunkt an - auch rückwirkend - ab dem Sie den Mangel bei dem Vermieter angezeigt und ihm somit die Möglichkeit der Abhilfe verschafft haben. Eine Fristsetzung ist insofern nicht erforderlich.

Bei Feuchtigkeit im Keller bzw. bei Nicht-Nutzbarkeit desselben werden von der Rechtsprechung in der Regel zwischen 5 und 10 % als Mietminderungsbetrag (ausgehend von der Warm-Miete) anerkannt.
Aufgrund Ihrer Schilderung und der Tatsache, dass der Kellerbereich in Ihrem Fall doch einen nicht unerheblichen Teil der Nutzfläche darstellt, dürften hier 10% nicht übersetzt sein.

Abgesehen von der Möglichkeit, Ihrem Vermieter durch verminderte Mietzahlungen Druck zu machen, steht Ihnen nach § 536a Abs. 2 Nr. 1 BGB auch das Recht zu, den Mangel selbst zu beseitigen und die erforderlichen Kosten von ihm zu verlangen, wenn sich der Vermieter mit der Beseitigung des Mangels in Verzug befindet. Hierzu müssten Sie dann aber vorab ein Schreiben an den Vermieter aufsetzen (am Besten per Einschreiben/Rückschein) und ihn mit Fristsetzung zur Behebung der Mängel auffordern.


Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen die gewünschte rechtliche Orientierung vermittelt zu haben.
Andernfalls können Sie hier gerne noch eine Rückfrage stellen.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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