Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Waschraum im Mehrparteien - von Münzeinwurf auf umsonst umgestellt

| 01.06.2013 16:51 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Hallo,

wir wohnen in einem 8 Stöckigen Haus mit 48 Wohneinheiten.
Wir selber und andere im Haus verfügen über eigene Wasch und Trockengeräte im Wohnraum.

Es befindet sich im Keller ein Waschraum für die Mieter, in diesem 2 Waschmaschinen und ein Wäschetrockner bereitgestellt sind. Die Benutzung erfolgte bisher über Waschchip Kauf welcher über den Hausmeister erworben werden konnte.

Jetzt hat die Hausverwaltung bekanntgegeben, das der Münzverkauf eingestellt wird - und
die Nutzung der o.g. Geräte im Waschraum kostenfrei sind. Das bedeutet für mich,
das ich als Nichtnutzer nun die laufenden Kosten der Maschinen (Wasser, Strom, Instandsetzung bei Defekt, Neuanschaffung evtl.) anteilsmäßig über die Jahresabrechnung
mittragen muss.

Die Möglichkeit meine eigenen Maschinen aufzustellen und diese (ohne Anschaffung und Instanthaltung) auf Kosten der Allgemeinheit zu betreiben wird mir sicherlich nicht ermöglicht.

Darf die Hausverwaltung diese neue Gratisleistung wo Hunz und Kunz Nonstop (da kostenfrei) die Waschmaschine samt Trockner nutzt auf mich umlegen ??

Eine Rechtsverwertbare Rückantwort ( eventuell ein Aktenzeichen eines vergleichbaren Falles) wäre sehr hilfreich für mich, da ich nicht willig bin einen willkürlichen gratis Hauswaschsalon mitzufinanzieren welchen ich und andere nicht nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Maass

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ob der Vermieter die Kosten für die allgemeine Nutzung der Waschmaschinen in Form von Strom und Wasser auf Sie zukünftig umlegen kann, richtet sich insbesondere nach §556a BGB in Verbindung §2 Nr. 16 BetrKVO (Betriebskostenverordung) unter Berücksichtigung Ihres individuellen Mietvertrages. Hierin sollte die Art, die Höhe und der Umlageschlüssel der Betriebskosten geregelt sein.

Die Neuaufnahme von bisher nicht entstandenen Kosten setzt grundsätzlich eine Vertragsänderung voraus, sofern sie bisher im gültigen Mietvertrag nicht erfasst sind. Einer solchen Vertragsänderung müßten Sie zustimmen, wovon ich abrate.

Desweiteren können neue Kosten, zu deren Veursachung Sie nicht beitragen, grundsätzlich auf Sie nicht umgelegt werden.

Bisher ist nicht ersichtlich, dass der Vermieter beabsichtigt, die Kosten über die Jahresrechnung umzulegen. Vorsorglich sollten Sie dem Schreiben der Hausverwaltung schriftlich in dem Gesichtspunkt der Umlagefähigkeit widersprechen.

Eine umfassende Prüfung setzt den Wortlaut des Schreibens des Vermieters sowie die Sichtung des kompletten Mietvertrages voraus. Sollte der Vermieter der Ansicht sein, dass er bereits im Mietvertrag das Recht zur Umlage verankert hat, sollten Sie anwaltliche Hilfe vor Ort in Anspruch nehmen.

Einer zukünftigen Nebenkostenabrechnung sollte vorsorglich widersprochen werden, um sie dann auf Änderungen hin zu überprüfen, BEVOR Sie etwaige Nachzahlungen leisten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Kühn, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.06.2013 | 06:58

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?