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Waschmaschine zerstört Fußboden


26.08.2005 10:42 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
in den NB vermiete ich einige Wohnungen in einem sanierten Altbau (alte Fabrik, Stahlbeton-Skelettbau mit aufgesetzter Holz-Dachkonstruktion, dort 2 Etagen Wohnungen). Der Ausbau erfolgte 1996 nach den Grundsätzen der Altbausanierung: Trockenbau, Fußbodenaufbau: Rieselschutz, Ausgleichsschüttung, 3 cm Fermacell-TYS-Platten, 3 cm dito Estrichelemente MW 30, dann in den Bädern und Küchen Bodenfliesen.
Eine Wohnung ist ohne Leerstand vermietet. Bei Auszug eines Mieters Ende 03 wurde im Bereich der Waschmaschine geringfügige Fugenausplatzungen festgestellt, dies wurde ausgebessert, dem jetzigen Mieter ist dies bei Einzug bekannt gemacht worden. Bei ihm (Mietbeginn Jan. 05) tritt dieser Schaden wieder auf und verstärkt sich zunehmend. Er teilte uns mit, ´daß ohne sein zutun sich eine Fliese gelöst habe . 2 untergelegte Fibrationsdämmatten hatten zur Folge, daß die Maschine fast "vom Sockel springt".
Meine Erkundigungen haben ergeben, daß seine aufgestellte Waschmaschine keine Unwuchterkennung im Schleudergang hat. Sie reduziert somit bei Unwucht nicht die Drehzahl. Der Fachberater für dieses Produkt führte auch aus, daß diese Maschine eine "feste Unterlage" benötigt.

Der Mieter verlangt ultimativ Mängelbeseitigung und droht mit Mietminderung.

Nach Aussage meines Architekten kann diese feste Unterlage (Betonestrich) garnicht oder nicht mit vertretbaram Aufwand eingebracht werden.

Meine Fragen:

Kann der Mieter einen Fußbodenaufbau verlangen, der den Betrieb einer solchen Maschine erlaubt?
Oder:
Ist es sein Risiko, wenn er mit einer solchen Maschine in einen sanierten Altbau zieht, der bekanntermaßen nicht die bauphysikalischen Eigenschaften eines Neubaues hat?

Mit freundlichen Grüßen!
26.08.2005 | 11:57

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

für Ihre Anfrage bedanke ich mich recht herzlich und möchte Sie sogleich unter Berücksichtigung der mir von Ihnen mitgeteilten Informationen summarisch (s. Hilfe-Button) beantworten.

Der Mieter könnte entsprechende „Maßnahmen“ nur verlangen, wenn der vorhandene Boden einen Mangel aufweist. Dabei wird es Tatfrage sein, ob der Fußboden tatsächlich den durchschnittlichen Anforderungen genügt, ob ggf. die Waschmaschine schadhaft ist, ob der Mieter bei Einzug hätte vorhersehen können und müssen, dass der Fußboden nicht für seine Waschmaschine geeignet ist, ob eine Verbesserung des Untergrundes wirklich unzumutbar ist (wie Sie andeuten). Ich muss aber deutlich machen, dass der Untergrund auch bei einem Altbau durchaus allgemein die Tragfähigkeit einer normalen Waschmaschine gewährleisten muss. Daher empfehle ich, gerichtliche Schritte zu verhindern. Ich kann Ihnen nur nahe legen, eine gütliche Einigung mit dem Mieter zu suchen (z. B. Kostenteilung, gewisse Anrechnung auf Miete). Ansonsten werden Sie ein Gutachten (oder gerichtliches Beweisverfahren) anstrengen müssen, um eine endgültige Klärung zu erreichen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage weiter geholfen zu haben. Gerne stehe ich auch für die weitere Vertretung – soweit von Ihnen gewünscht – zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich dazu einfach über den untenstehenden link!

mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

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<A href="mailto:mail@anwaltskanzlei-hellmann.de">E-Mail an RA Hellmann</A>


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 26.08.2005 | 20:52

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, sie ist aber doch sehr allgemein gehalten.

Der vorhandene Boden weist keinen Mangel auf, seine Tragfähigkeit ist nicht das Problem, er genügt tatsächlich den durchschnittlichen Anforderungen. Auch ist die Maschine offensichtlich nicht schadhaft.
Bei Abschluß des Mietvertrages wurde nicht an eine "Verträglichkeitsprüfung" zwischen Maschine und Fußboden gedacht, dies ist wohl auch nicht üblich (zukünftig werde ich Mietinteressenten aber darauf ansprechen).
Das Nachbessern des Fußbodens dürfte eine Jahresmiete kosten.

Bei der Maschine handelt es sich um ein, landläufig gesagt "Billigprodukt", was eben die Funktion "Unwuchterkennung" nicht hat. In gängigen Produkten ist diese Funktion seit 15 bis 20 Jahren Standard. Die Waschmaschinen in allen anderen Wohnungen im Gebäude laufen völlig problemlos.

Die Maschine zerstört den Fußboden. Legt man aber handelsübliche Schwingungsdämpfer dazwischen, ist sie nicht zu betreiben. Der Fachberater lehnt dies auch ab. Inwieweit die Maschine auch falsch bedient wird, (Überladen der Trommel) wissen wir nicht.

Es geht nicht um eine gerichtliche Auseinandersetzung, ich möchte nur wissen, in welcher Verhandlungsposition ich mich befinde.

Der Mieter steht auf dem Standpunkt, dies sei ein Mangel, den ich zu beseitigen habe. Wenn dies ein Mangel ist, so hafte ich nach 536b BGB nicht dafür, da ich den "Mangel" bei Vertragsabschluß nicht verschwiegen habe. Ich habe offengelegt, daß bei einem Vormieter durch den Betrieb einer Waschmaschine Fugenmasse aus den Fugen platzte. Danach könnte ich vom Mieter sogar Schadenersatz fordern.

Wie ist meine Position?

Vielen Dank für Ihre Nacharbeit.

Mit freundlichen Grüßen!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.08.2005 | 21:41

Sehr geehrter Herr W.,

aufgrund der eher allgemeinen Information war auch nur eine allgemeine Information möglich. Ob der bei Einzug gegebene Hinweis auf Fliesenschäden ein hinreichender Hinweis auf mangelhaften Estricht wäre, möchte ich jedenfalls einmal offen lassen.

Wenn allerdings Ihre Unterstellung richtig ist, dass die Waschmaschine Fehler aufweist (was Sie ja behaupten) und der Boden in Ordnung ist (was ebenfalls Ihrer Prüfung offenbar zugänglich ist), liegt kein Mangel vor, den Sie beseitigen müssten. Dann schuldet auch tatsächlich der Mieter Schadensersatz für betreffende Schäden, wie Sie richtig erkannt haben.

Aufgrund Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass der Mieter sich damit aber nicht zufrieden geben wird und dann gerichtliche Schritte ergreifen wird. Dann wird die Frage der Erkennbarkeit bzw. die Verantwortlichkeit für Verursachung der Bodenschäden durch einen Sachverständigen abschließend geklärt werden.


Hochachtungsvoll

RA Hellmann

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